Per Finger-Slice:

Kurztest: Sampler-App Strom (für iPad)

Wer einmal acht Stücke Kuchen auf acht hungrige Personen aufteilen musste weiß genau: das ist eine schwierige Angelegenheit. Doch wie sieht die Sache bei einem Sample aus? Und wird daraus statt Kuchenkrümeln eine Schwarzwälder Kirschtorte? Wir haben uns die Slicing-App Strom einmal genauer angesehen!

Der Start-Bildschirm der App Strom für das iPad.

 

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Das Konzept

Bei der App Strom dreht sich alles um das Thema Sample-Zerstückelung. Dabei können die einzelnen sogenannten Slices dynamisch abgefeuert und in ihrer Länge editiert werden.

 

In der Praxis

Das Design der App passt ganz zum Namen: hier steht tatsächlich irendwie alles unter Strom. Besonders markant ist die orange-rote Farbgebung, die signalisiert: hier geht es feurig zu. Zentraler Bestandteil der iPad-App ist die mittig plazierte Wellenform, die sich nach dem Import sofort über zwei verschiedene Modi zerteilen lässt: über einen festgelegtes Grid oder über die gut funktionierende Flex-Funktion.

Diese sucht anhand einer zuvor festgelegten Sensibilität nach bestimmten Punkten in eurem Sample die signalisieren, dass hier Möglicherweise ein Teil des Audiomaterials zusammengehört. So werden aus einem Drumsample etwa verschiedene Einzelsounds wie Snare oder Bass. Gleichmäßiger geht es über den angesprochenen Grid-Mode, der das Sample in 1 bis 128 Slices zerteilt. Es können aber auch manuell Slices zusammengefasst oder separat geteilt werden.

 

Euer Sample lässt sich entweder über den Grid-Mode...
... oder den Flex-Mode in verschiedene Slices teilen. Der Flexmode teilt euer Audimaterial in verschiedene Soundabschnitte.
Sowohl im Grid-Mode...
... als auch im Flex-Mode können aber auch manuell Slices zusammengefasst oder getrennt werden

Apropos Sample: dieses lässt sich entweder direkt am Gerät aufnehmen (dabei sind bis zu 10 Sekunden möglich. Beim Import etwa aus eurer Geräte-Soundlibrary wird das Tonmaterial ebenfalls gekürzt, kann dann aber ganz normal bearbeitet werden. Eure Kreationen lassen sich dann speichern und laden oder selbt noch einmal (re-)sampeln.

Beim Abspielen eurer Slices habt ihr die Wahl, ob ihr es rückwärts (Fingertipp auf die untere Hälfte) oder vorwärts (Fingertipp auf die obere Hälfte) abfeuern wollt. Ebenso könnt ihr eine Tonhöherenvariation einschalten die ihr ebenfalls über den Berührpunkt des Samples bedient.

Angesprochen sollte auch die Möglichkeit, die App mit einem Analog Rytm von Elektron zu verbinden. Diese Option muss allerdings per In-App-Kauf freigeschaltet werden und schlägt dabei mit rund 28€ (Stand: 19. Oktober 2017) zu Buche. Danach sollen aber Funktionen wie ein Sample-Transfer oder ein Pattern-Generator möglich sein.

 

Per In-App-Kauf lassen sich weitere Funktionen in Verbindung mit einem Analog Rytm von Elektron freischalten
Diese Oberfläche ist für die freigeschaltenen Funktionen zuständig.

 

Fazit

Was die App Strom für kann, macht sie sehr gut. Um die App aber in einem fortgeschritteneren Kontext verwenden zu können, benötigt es weitere Apps für Effekte, Sequenzer oder weitere Soundmöglichkeiten. Gerade wenn es um das Sampling geht, hätten sich noch weitere Funktionen angeboten, etwa um die Länge eines Slice zu variieren oder insgesamt mehr arrangieren zu können.

Die App ist sicherlich für experimentierfreudige Soundtüftler interessant, während Songwriter und Beatproduzenten allerdings einige Funktionen vermissen könnten.

 


App-Übersicht (Stand: 19. Oktober 2017)

Strom | Von Jakob Penca | Für iPad | 39,8 MB | Version 1.5.0

>> Zum Twitter-Auftritt des Entwicklers


 

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