Kurztest: Modularsynth-App Ops (iPhone/iPad)

Simulationen analoger Synth gibt es für mobile Geräte schon seit Langem. Bisher sieht es mit Modularsynthesizer-Apps aber noch nicht so vielseitig aus. Mit Ops gibt es nun einen Kandidaten – wir haben ihn uns angesehen!

Das Konzept

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Bei Ops handelt es sich um ein modulares Konzept, bei dem einzelne Module wie Klangquelle, Arpeggiatoren oder Eingabequellen beliebig auf einer freien Fläche kombiniert und gespielt werden. Dabei hilft die reduzierte Optik, die wesentlichen Aspekte auf einen Blick überprüfen zu können.

 

 

Angespielt

Startet man die App, stehen einem verschiedene Preset-Szenarien zur Verfügung, die sich direkt laden lassen und an denen man die grundlegenden Prinzipien lernen kann.Es gibt aber ebenso eine sehr ausführliche Anleitung, die euch sämtliche Aspekte der App noch genauer erklärt. Im Projekt-Auswahlbildschirm steht einem dann von einer simplen Sinus-Klangwelle, an deren Pitch und Amp sich schrauben lässt, bis hin zu einer ausgefuchsteren Beatmachine alles für den Start zur Verfügung.

 

Die Projekte-Übersicht, in der ihr hier euch die Preset-Projekte sehen könnt. Später wird hier das Projekt ausgewählt, dass ihr editieren und spielen wollt.

 

In diesem ersten Auswahlbildschirm werden ihr euch später eure eigenen Projekte beziehungsweise Modularsettings finden, die per Knopfdruck geladen werden. Schade, dass es hierbei noch keine Möglichkeiten gibt, die einzelnen Projekte zu kombinieren oder Teile hin und her zu schieben.

 

In Aktion

Habt ihr dann ein bestehendes oder neues Projekt geöffnet, wird einer von zwei Modi gewählt:

a) Im “Edit”-Mode stehen euch die verschiedenen Module zur Verfügung, die ihr frei miteinander kombinieren könnt. Dabei zieht ihr die kleinen Quadrate am unteren Rand des Bildschirms einfach in die Fläche. Module, die miteinander interagieren können, werden dann automatisch verbunden.

 

Ein Neu erstelltes Projekt. Im unteren Teil des Bildschirms können die Module auf die Oberfläche gezogen werden.
Zei aktive Module, die einzeln in die Oberfläche gezogen wurden.
Zwei verbundene Module, die verbunden wurden und im "Play"-Mode später einen Ton erzeugen.

 

b) Im “Play”-Mode könnt ihr dann nach Herzenslust schwurbeln, schrauben und eure Kreation ausprobieren. Ein kleines Oszilloskop im Eck zeigt euch die Wellenform des Sounds, den Ops gerade erzeugt. Euer Projekt könnt ihr schließlich noch speichern und via iCloud exportieren. Hier hätten es deutlich mehr Möglichkeiten sein dürfen.

 

 

Fazit

Ops ist eine interessante App, die das Modularkonzept auf reduzierte Art und Weise auf die Apple-Geräte bringt. Allerdings bietet diese Reduziertheit zum momentanen Stand auch noch nicht allzu viele Möglichkeiten, auch wenn die App mit Audiobus kompatibel ist und dadurch prinzipiell durch andere Apps ergänzt werden kann. Der Entwickler arbeitet aber an einem Update, das nebene kleineren Verbesserungen auch eine Sampling-Funktion bieten wird. Wir bleiben gespannt, denn Ops hat definitiv eine Menge Potential!

 


App-Übersicht:

Ops | Für iPhone/iPad | 10,99€ | 91 MB | Version 1.0.2 | Von Jonathan Mackenzie | Stand: 03.Juni.2017

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