Reduzierte DJ-App

Kurztest: Diskjockey-APP DJDJ (iPad)

Wer mit Tablet und Smartphone Dj-like eine Party schmeißen möchte, hat die Qual der Wahl. Insgesamt gibt es sehr viele Apps auf dem Markt, die mit ihren zahlreichen Features und Möglichkeiten miteinander konkurrieren. Wir schauen uns eine eher reduzierte Alternative – DJDJ für das iPad – heute einmal genauer an!

Der erste Touch

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Gleich zu Beginn eine kleine Enttäuschung für alle mit älterem iPad: DJDJ läuft trotz reduzierter Optik nur ab einschließlich dem iPad 3, was aber auch an Unterstützung für aktuelle OS-Versionen und deren Funktionen liegen dürfte. Mit rund 4 MB ist die App aber besonders “schlank” und findet so auf jedem noch so vollen Gerät Platz. Das aussehen der App-Oberfläche hängt ebenfalls von eurem verwendeten Tablet ab: mit dem großen 12,9 Zoll iPad Pro stehen euch direkt auf vier Decks zur Verfügung. Alle anderen iPads müssen sich zunächst mit zwei virtuellen Drehtellern zufrieden geben, und können Nummer 3 und 4 via Menü realisieren.

 

Action!

Das Loslegen gestaltet sich denkbar einfach: Song aus Dropbox, via AudioShare oder direkt von eurem Gerät wählen und auf den Play-Button drücken. Die Wellenform eures Stückes lässt sich auch als Spektrum anzeigen – eine spannende Alternative.

Leben haucht ihr eurem Mix via EQ, Delay und Filtereffekten ein. Für echtes Disko-Feeling sorgt wahlweise ein Sidechain-Pump-Effekt oder die Repeatfunktion, die den typischen “Hä, ist die CD hängen geblieben”-Sound sorgt. Die Effektstärke lässt sich jeweils über einen Fader einstellen, was manchmal etwas fummelig sein kann, wenn es hektischer zur Sache geht. Mit Amp, Rate und Cutoff habt ihr beim Delay Zugriff auf gleich drei Parameter. Auch auf Looping und Cues müsst ihr bei DJDJ nicht verzichten.

 

Die Hauptansicht von DJDJ auf einem "kleinen" iPad Pro. Hier kann direkt auf zwei Decks zugegriffen werden.
Das Helle Theme der Dj-App. Leider sieht hier alles vielleicht etwas zu "strahlend" aus, so dass wir lieber zur dunkeln Variante gegriffen haben.

 

All diese Optionen stehen euch dann natürlich auch bei Deck #2 zur Verfügung. Zur Synchronisierung nutzt ihr den Sync-Button, der die zuvor automatisch erkannten Beats parallel hält. Handgemachter könnt ihr den Fade via Anpassung des Pitches in +/-7 Schritten und Tempomanipulation erreichen. Natürlich kommt eine DJ-App aber nicht an das Gefühl eines echten Turntables heran.

DJDJ bietet euch schließlich noch rudimentäre Möglichkeiten für Sound-Routing, MIDI-Mapping und die Verbindung mit anderen Geräten im selben Netzwerk via Ableton Link. Stylebewusste App-DJs wählen bleibt noch die Wahl zwischen hellem und dunklem Theme.

 

 


 

Fazit

DJDJ kann genau das, was es soll: es stellt euch eine reduzierte Umgebung zur Verfügung, um eure eigenen Mixes zu realisieren. Effekte, Anzeige des Songs als Wellenform oder Spektrum und die übersichtliche Oberfläche sind auch für fortgeschrittenere DJs ausreichend, Punktabzug gibt es für die fehlende Möglichkeit, Playlisten anzulegen. Auch die Einbdinung von Streamingdiensten wie Spotify wäre die Kirsche auf der Sahnetorte für zukünftige Updates. Insgesamt steckt aber erstaunlich viel in einer auf den ersten Blick so kleinen App!

 


DJDJ Mixing App || iPad || 4MB || Version 1.2.6 || Stand: 4. November 2016

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