Produkt: Keyboards 03/2019
Keyboards 03/2019
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Die Macher der Wellen

Korg Wavestate – Wave Sequencing Synthesizer im Test

Mit ihren interessanten Flächen und markanten Samplesequenzen gehörte die Wavestation zu den viel gehörten Synthesizern der frühen Neunziger. Irgendwann verschwanden Wavesequencing und Vektorsynthese aber in der Schublade der Synthesizer-Historie. Statt das Konzept dort wieder hervorzukramen und abzustauben, hat Korg die Technik mit einem aufgebohrten Antrieb versehen.

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Die zwischen 1990 und 1994 produzierte Korg Wavestation gehört zu den innovativsten Synthesizer-Entwicklungen der Neunziger. Nachdem Dave Smith und John Bowen über die Türschließung von Sequential Circuits zu Korg kamen, adaptierten sie dort Synthese- und Bedienkonzepte, die sie mit dem Prophet VS und dem Prophet 3000 begonnen hatten.

Die Besonderheit der digitalen Wavestation, die auf einem ROM-Speicher mit Samples zurückgriff, war der Umgang mit diesen Elementen. Zum einen gab es das sogenannte Wavesequencing, bei dem sich besagte Samples in einer benutzerdefinierbare, bei Bedarf temposynchronisierbare Abspielreihenfolge mitsamt individueller Dauer, Transponierung und Crossfades bringen ließen. Korg verfasste hier durch die freien Sprungpositionen zwischen den Samples gewissermaßen eine alternative Fortsetzung zur Wavetable-Synthese, die PPG einst eingeläutet hatte.

Für etliche Parameter gibt es dedizierte Bedienelemente, mit denen man in den Sound eingreifen kann.
Mit dem Joystick lassen sich die vier Layer von Wavestate wunderbar verzwurbeln.
Auf der Rückseite finden sich die üblichen Verdächtigen: Netzteilanschluss, Ein/Aus-Schalter, MIDID-IN-Buchsen, USB-Buchse, Pedalanschluss (Damper) sowie 6,3-mm-Klinkenbuchsen sowohl fürdie beiden Stereo-Ausgänge und einen Kopfhörer.

Mit der Vektorsynthese bot die Wavestation aber zusätzlich die Möglichkeit, bis zu vier Timbres in ein dynamisches, per Joystick und X/Y-Pfad animierbares Mischungsverhältnis zu bringen – ganz wie es 1986 schon der Prophet VS tat. Die Verknüpfung beider Syntheseformen erlaubte es, explizit bewegte Klänge zu generieren, da hier eben auch ganze Wavesequenzen über die Vekoreinheit gemischt werden konnten.

Produziert wurde die Wavestation in den vier Varianten Wavestation, Wavestation EX, Wavestation A/D und Wavestation SR sowie später in einer Software-Adaption. Dazu war/ist das Verfahren auch in den Flaggschiffmodellen Oasys und Kronos verfügbar.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording + Keyboards-Ausgabe 02/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen.

Hersteller: Korg
Preis: 799 Euro
Internet: www.korg.de

Unsere Meinung:

+ außerordentlich leistungsstarke Kombination von Wavesequencing, Vektorsynthese und modellierten Filtern
+ großer Samplevorrat
+ umfassende Modulationen
+ günstiger Preis
– mitunter umständliche Bedienung

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