Westcoast Compact

Korg Volca Modular – Semimodularer Analogsynth im Test

(Bild: Dieter Stork)

Mit dem neuen Westcoast-Volca hat Korg ein ganz besonderes Synthesekonzept aufgegriffen und die beliebte Geräteserie um ein weiteres Kleinod bereichert.

Der Volca Modular kommt im gewohnten Format, ist teilweise vorverdrahtet, bietet aber mit 50 Steckpunkten reichlich modulare Verbindungsmöglichkeiten und damit variantenreiche Timbres und Klangstrukturen. Doch was hat das mit der Westküste zu tun?

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Westcoast versus Eastcoast: Kurzer Rücksturz in die 60er-Jahre. Diese innovative Zeit brachte nicht nur Hippys und freie Liebe, sondern auch das Konzept der spannungsgesteuerten modularen Synthesizer in die Welt. An den Küsten Amerikas werkelte man indes an recht unterschiedlichen Konzepten: Während im Osten Moog und ARP den Ansatz der subtraktiven Synthese verfolgten, bei der aus einer obertonreichen Wellenform (Sägezahn oder Rechteck) mittels resonanzfähigem Filter und Hüllkurven für VCA und Filtersteuerung dem Klangideal akustischer Instrumente nachgeeifert wurde (Wendy Carlos: Switched On Bach, 1968).

Ein gewisser Donald Buchla ging da andere Wege. Nachdem er einige Apparate für das avantgardistisch geprägte San Francisco Tape Music Center entwickelt hatte, entstand mit dem System 100 ein Modularsystem, das auf komplexe Modulationen (FM, Wavefolding, Ringmodulation) setzte und das Klangergebnis mittels Hüllkurven und Lowpass-Gate (LPG), einer Kombination aus resonanzlosem Filter und VCA abrundete. Im Westen war man an der Nachbildung instrumentaler Klänge eben nicht interessiert, sondern wollte mit den originären Klangstrukturen der Elektronik arbeiten (Morton Subotnik: Silver Apples Of The Moon, 1967).

Den kompletten Artikel findet ihr in der Keyboards-Ausgabe 1 2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Zwei Oszillatoren bilden den klanglichen Kern des Volca Modular. Zwei Lowpass-Gates runden den Sound ab. Darüber: Signal-Splitter/Combiner und der Eingang für externe Steuerspannungen.
Unterschiedliche Modulations-Ausprägungen: FM, ...
... Folding.
Auf der Modul-ReferenceKarte sind die Funktionen aller Module beschrieben.

Hersteller/Vertrieb: Korg Inc. / Korg&More
Internet: www.korg.com/de
Preis: 199,− Euro

Unsere Meinung

+ außergewöhnliches Synthesekonzept
+ Sequenzer mit speziellen Funktionen
+ große Klangvielfalt
+ diverse Skalen und Micro-Tuning

− langfristige Haltbarkeit der Steckverbindungen fraglich

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