La Batteria Elettronica

IK Multimedia Uno Drum – Hybrid-Drummachine im Test

(Bild: Bob Humid)

Was hat abgerundete Ecken im Gehäusedesign, trägt eine stilbewusste Interfacegestaltung in der Grundfarbe Weiß mit orangen Akzenten, LEDs, die vom 60er-Jahre Space Age und Braun inspiriert sind, und wirkt, als ob sie aus einer herausgeschnittenen Szene rund um den Alltag von Bowman, Poole und HAL 9000 auf der USSC Discovery One stammt? Die Antwort lautet: Barbarellas neue Drummachine!

2018 etablierte sich die italienische Soft- und Hardwareschmiede IK Multimedia auf der damaligen Superbooth mit dem neuen UNO Synth im Handstreich als respektabler Synthbauer, der zwar den neuzeitlichen Retrohype um analoge Synthese ebenfalls bedient, dabei aber nicht verlegen ist, auch durchaus visionäre Ansätze außerhalb etablierter Hardwaredesigns zu durchdenken. Nun wäre das nicht das erste Mal, dass ein erfolgreiches Produkt eine Serie einläutet, aber was kommt folgerichtig nach UNO Synth? DUO Sampler? TRIS Di Pasta? Natürlich nicht! Was jetzt dem Einsteiger fehlt, ist, konsequent gedacht, der elektronische Drum-Buddy: Mit UNO Drum liefert IK Multimedia ihre Definition von Einstiegsklasse im Bereich Werkerstellung elektronischer Musik am Beispiel Schlagwerk (elektronisch).

Anzeige

Twelve Is The Magic Number

Der UNO Drum ist ein Hybridwesen, und das ist löblich, denn von puristischen, analogen Klangerzeugern bin ich persönlich erstmal gesättigt. Der Kleine hier aber kennt keine Vorurteile: Sechs echte analoge Voices im Kern treffen auf eine Auswahl von 54 weiteren PCM-Instrumenten im ROM-Speicher und können bis zu elfstimmig polyfon abgefeuert werden. Wie auch immer diese analogen und gesampelten Sounds individuell zusammengestellt werden − ein Drumkit kann maximal 12 Elemente tragen, repräsentiert durch die klar beschrifteten zwölf Pads (eigentlich Zonen) auf dem kapazitativen und multitouchfähigen Eingabefeld. Vier als Endlosregler realisierte Poti erlauben den direkten taktilen Zugriff auf gleichzeitig vier Funktionen einer dreireihigen Matrix, unterteilt in die Themenbereiche Drum (Level, Tune, Snap, Decay), FX (Comp, Drive, Stutter, Stutter-Amount) und SEQ (Swing, Division, Humanize, Velocity). Hier findet man sich bereits in Sekunden zurecht.

Die Herarchie des UNO Drum: Sound, Kit, Pattern und Song (v.l.n.r.). Der SELECT-Schalter ermöglicht das Auswählen eines Drumpads, ohne es auszulösen, z. B. bei freier Fahrt im Livebetrieb. TAP-TEMPO kam neu hinzu, damit lässt sich die einsilbige BPM-Angabe (ohne Nachkommastellen) endlich überlisten.
Auch wenn man es kaum glauben mag: Diese Miniaturstecker stecken fest und stabil! Vor allem die MIDI-Kabelpeitschen sind, obwohl sie nicht viele Freunde haben, kein Problem. Falls der angekündigte Software-Editor einmal nicht gebraucht wird, kann der USB-Anschluss auch einfach über einen Adapter an der Strombuchse gespeist werden, das reduziert die bekannten Nebengeräusche.

Den kompletten Testbericht findest du in der Keyboards-Ausgabe 3/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 


UvP: 249,− Euro

www.ikmultimedia.com

Unsere Meinung:

+ sehr guter, druckvoller und satter Sound
+ preiswert
+ sehr portabel und USB-Anschluss
+ diverse Soundgestaltungsmöglichkeiten

− Batterien sind schnell
verbraucht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren