Produkt: Keyboards 03/2019
Keyboards 03/2019
JAMIE CULLUM +++ 45 JAHRE YAMAHA +++ 80s-Sound heute! Synth-Pop-Legende HOWARD JONES +++ KAWAI NOVUS NV-5 – Hybrid Digitalpiano +++ Drummachine UNO DRUM – Beats für unterwegs
Wellenreiter

Clavia Nord Wave 2 – Performance Synthesizer im Test

Die Hoffnung, dass es jemals eine Mark-II-Version des legendären Nord Wave geben würde, hatten viele sicher bereits aufgegeben. Nun ist sie da, und es scheint, als ob das ursprüngliche Konzept mit einer wahren Flut von dezimalen Nachkommastellen in einer gut abgeschirmten Paralleldimension weiterentwickelt wurde. Shit-damn-howdy! 

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Der nordische Wellenbrecher mit der Nummer 2 auf dem Bug ist also offiziell vom Stapel gelaufen! War eines der Hauptdesignelemente des ursprünglichen Nord Wave noch das vom Nord Lead geerbte, nach links aus dem Blickfeld gerückte Bedienpanel, präsentiert sich das neue rote Synthschlachtschiff, trotz einer Verlängerung um eine ganze Tastaturoktave auf der Oberfläche, auffällig gut gefüllt. Wird es dadurch beim Nord Wave 2 jetzt plötzlich konzeptabweichend komplizierter? Keineswegs! »Vielschichtiger« dürfte es eher treffen …

Wann ist ein Synth ein Synth?

Die Wahl des Synthesizers ist nicht selten mit der Präferenz einer bestimmten Syntheseart und einem damit einhergehender Soundcharakter verbunden. Rümpften Puristen noch vor einigen Jahren beim Thema virtuell-analoger Subtraktion verächtlich die Nase, ist dieses Synthesekonzept mittlerweile klanglich mindestens genauso anerkannt wie sein analoges Vorbild. Zudem spielte Clavia exakt in dieser Disziplin bereits recht früh eine nicht unbedeutende Vorreiterrolle. Im Falle des Nord Wave 2 gesellen sich zu dieser auf digital-analoge Wellenformen zurückgreifende Synthese noch eine Wavetable-Engine, eine Operatoren-basierte FM-Einheit sowie ein integrierter Sampleplayer. Ergänzt wird dieses »Best of all worlds«-Quartett außerdem noch durch die Möglichkeit, mithilfe der »Nord Sample Editor 3«-Software für macOS und Windows eigene Samples zu integrieren. Schauen wir uns einmal näher an, wie dieses waghalsige Unterfangen, welches dazu noch eine unverschämt satte 48-stimmige Polyphonie verspricht, umgesetzt wurde.

Die Performance-Sektion des Nord Wave 2 mit klassischem Pitch-Stick und dem Clavia-typischen Modulationsrad
Was Clavia hier verharmlosend »Layer Control« nennt, bietet Zugriff auf bis zu vier verschiedene Synthesizer in einem multitimbralen Instrument.
Sounds selber sampeln und importieren? Mit dem Nord Sample Editor 3 für macOS und Windows kein Problem!

First Contact

Der Nord Wave 2 erscheint bereits bei oberflächlicher Betrachtung nicht nur gut durchdacht, sondern im Familienverbund der Nord-Instrumente auch eine unbestreitbare Sonderrolle einzunehmen. Anstatt der bekannten Holzseitenteile kommen beim schwedenroten Synth massive, 3 mm dicke und grau lackierte Metallplatten zum Einsatz, womit der optische Brückenschlag zwischen den eigenen Stagepianos und den blechern abfallenden Seiten der Nord Lead sowie dem ersten Nord Wave gelingt. Die exzellent spielbare, halbgewichtete 61er-Waterfalltastatur wurde im Übrigen vom Electro 6D »geklaut« und im vorliegenden Fall sogar noch um eine Aftertouch-Funktionalität ergänzt.

Den kompletten Test findest du in der Sound&Recording + Keyboards-Ausgabe 02/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Hersteller/Vertrieb: Clavia DMI AB / Sound-Service
Straßenpreis: ca. 2.500,– Euro
Internet: www.nordkeyboards.comwww.sound-service.eu

Unsere Meinung:

+ vier Klangerzeugungen
+ intuitive Bedienung
+ überragender Gesamtsound
+ Konzept

Produkt: Keyboards 03/2019
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JAMIE CULLUM +++ 45 JAHRE YAMAHA +++ 80s-Sound heute! Synth-Pop-Legende HOWARD JONES +++ KAWAI NOVUS NV-5 – Hybrid Digitalpiano +++ Drummachine UNO DRUM – Beats für unterwegs

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