Produkt: Keyboards 02/2019
Keyboards 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original
What "The Kids In America" used in these days

Behringer WASP Deluxe – Hybridsynth-Klon im Test

(Bild: Dieter Stork)

»Kim went completely wild when she heard the sound coming from that cheesy plastosynth creature with the flying insect tattooed to it …« So oder so ähnlich hätte eine KEYBOARDS-Headline 1980 anlässlich eines Synth-gestützten internationalen Hits einer gewissen Kim Wilde aussehen können, wenn es das Magazin damals schon gegeben hätte.

Im Jahr 1978 erblickte einer der skurrilsten und widersprüchlichsten Synthesizer im britischen Oxford das Licht der Welt. Das verantwortliche Startup-Unternehmen Electronic Dream Plant (kurz: EDP) wurde gerade einmal ein Jahr zuvor von Adrian Wagner sowie dem über die letzten Jahrzehnte zur Synthie-Design-Legende (OSCar, Novation Bass Station und jüngst Peak und Summit) avancierten Chris Hugget gegründet. Das Joint-Venture aus einem Musiker und einem Schaltungsdesigner entwickelte insgesamt nur eine Handvoll Instrumente und sich selbst innerhalb von nur drei Jahren zu einem wirtschaftlichen Totaldesaster. Der mittlerweile gesuchte und hoch gehandelte Synth mit dem Stechinsekt im Logo orientierte sich klanglich am AKS Synth des ebenfalls britischen Herstellers EMS und brachte für lediglich 199,– Britische Pfund sogar eine an diesen angelehnte Folientatstur mit. Mit seinem Plastikgehäuse und den quietschgelben Farbakzenten vermittelte er im Vergleich zu den im Feld befindlichen Mitbewerberprodukten allerdings eher den Eindruck eines extravaganten Spielzeugs als eines ernstzunehmenden Instruments.

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Doch der Schein sollte trügen! Im Innern des WASP sowie seiner mit vollwertiger Tastatur ausgestatteten Deluxe-Version versteckte sich ein für damalige Verhältnisse ziemlich interessanter digitalanaloger Hybridsynth mit ausgesprochen ernstzunehmendem Gesamtsound. Das klangliche Grundgerüst der Wespe beruhte auf einem Digitaloszillatoren-Pärchen, bei welchem statt Mikroprozessoren allerdings vergleichsweise günstig zu erstehende TTL-Bausteine zum Einsatz kamen. Die auf bipolaren NPN-Transistoren basierenden Bauelemente hatten zudem den Vorteil, dass sie sich relativ tolerant gegenüber Spannungsschwankungen zeigten und daher auch als ausgesprochen gute Kombination zur angedachten Batterieversorgung des Synths passten.

DCO-Abteilung mit angegliederter Bend- (±1 Halbton) und Glide-Funktion nach Originalvorbild, ergänzt um einen Enhanced-Wellenformmode.
Das legendäre via Envelope formbare und zwischen Lo, Band, Notch und Hi schaltbare WASP-Multimodefilter
(Bild: Dieter Stork)

Hersteller: Behringer – Music Tribe
Internet: www.behringer.com

Unsere Meinung:

+ spannender Hybridsynth-Klon
+ Sound
+ Preis/Leistungs-Verhältnis
– keine CV-Anschlüsse

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording + Keyboards-Ausgabe 01/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

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