Produkt: Keyboards 02/2019
Keyboards 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original
Angeklickt

App-Test: Hybrid-Synthesizer Digital D1 (iPad)

Synth-Apps erfreuen sich auf dem iPad ungebrochen großer Beliebtheit. Wie ein Plugin lassen sich die Apps inzwischen ins digitale Setup wunderbar einbinden und mit angeschlossenem Controller steht auch der Nutzung als digitalem “Hardware”-Synth nichts im Weg. Mit dem Hybrid-Synthesizer Digital D1 schauen wir uns heute eine waschechte Synthie-App genauer an.

 

Anzeige

Die Hauptoberfläche des Digital D1. Viel Raum nimmt dabei meist die digitale Tastatur ein...
... die sich über ein Menü aber noch weiter modifizieren lässt. Je nach...
... ausgewählter Sektion werden auch auf wunsch noch weitere Einstellungsmöglichkeiten angezeigt, die die Tastatur etwas verdecken.

 

Das Konzept

Bei der App Digital D1 des Entwicklers Audiokit Pro handelt es sich um eine 64-stimmige Synthesizer-App mit 3 LFOs, virtuell-analoger beziehungsweise PCM-Synthese, zahlreichen Presets inklusive gesampelter (Vintage-)Synthies und Unterstützung von Ableton Link, Audiobus und Inter-App-Audio. Insgesamt 1GB an Samplematerial von Synthesizern sollen für die App aufgenommen worden sein. Mit momentan rund 160MB bleibt sie bei über 400 mitgelieferten Preset-Sounds aber dennoch relativ schlank.

 

 

In der Praxis

Die Synthapp ist sehr übersichtlich gestaltet und funktioniert mit ihrem dunklen Design auch in Umgebungen mit weniger Licht augenschonend gut. Am oberen Rand der App wird zwischen den verschiedenen Sektionen gewählt, werden die Presets angesteuert oder der Sequenzer/Arpeggiator aufgerufen. Für unseren Geschmack sind die jeweiligen Tasten dafür etwas knapp geraten, so dass in hektischeren Situationen wie etwa bei einer Live-Performance manchmal mehrfach gedrückt werden muss, bis die gewünschte Sektion auch geöffnet wird.

 

In der Layer-Sektion können die zwei Layer pro Sound weitreichend editiert und modifiziert werden.
In der FX-Sektion können dem Sound Effekte beigemischt werden. Zur Auswahl stehen unter anderem Chorus, Flanger, Amp, Bit Crush und Distortion.
In der LFO-Sektion lassen sich die Parameter zu den drei LFOs editieren. Zudem sind hier verschiedenste Routings möglich, damit sich die einzelnen LFOs untereinander beeinflussen.

 

Generell gilt aber: solltet ihr euch mal mit eurem Sound vertan haben, stoppt ein Fingertipp auf den Panic-Button sämtlichen Output, der durch die App erzeugt wird und ihr könnt von Vorne beginnen. Für den (Neu-)Start stehen euch insgesamt über 400 Presets zur Verfügung, die verschiedenste Sound-Bereiche abdecken und von verschiedenen Sounddesignern beigesteuert wurden. Bei einigen der Presets wurde zusätzlich ein Hinweis für den Nutzer eingebunden, wie der Sound klingt oder wie ihr ihn am besten bedient. Das hilft beim Kennenlernen der Soundbank ebenso wie bei der Suche nach dem richtigen Preset für euer Projekt.

 

Ein Fingertipp auf den Panic-Button stoppt sämtliche Soundsausgaben der App.
Verschiedene Hinweise zu den Presets erleichtert euch den Umgang mit den mitgelieferten Sounds.
Die Presetsverwaltung der mehr als 400 Presets klappt sehr gut. Es lassen sich Favoriten, eigene Soundbanks und vieles weitere festlegen. Gewünscht hätten wir uns allerdings noch eine Such-Funktion.

 

Einzig und allein eine Suchfunktion hätten wir uns gewünscht, die die ansonsten vielseitig geratene Presets-Sektion ergänzt. Ihr könnt aber Presets als Favoriten taggen, neue Soundbanks erzeugen und die bereits existierenden Sounds verschieben und verwalten sowie neue importieren.

Einen kleinen Eindruck der Sounds der App bekommt ihr hier:

 

 

Zusätzlich ist Digital D1 auch mit Ableton Link sowie Audiobus und Inter-App Audio sowie mit Geräten, die MIDI über Bluetooth untersützen kompatibel und kann damit flexibel in euer digitales Setup eingebunden werden. Verschiedene MIDI-Einstellungen lassen sich über die App ebenfalls vornehmen.

 

 

Ergänzt wird das Synthie-Konzept mit einem Sequenzer/Arpeggiator, bei dem ihr in bis zu 16 Schritten Steps in Intervallen festlegen könnt.

 

Der 16-Step-Sequenzer/Arpeggiator ergänzt noch einmal die Möglichkeiten des Digital D1.

 

Fazit

Digital D1 von AudioKit Pro ist eine vielseitige Synth-App, die mit einem großen Umfang an sehr guten Presets punktet. Nach kurzer Einarbeitungszeit in die verschiedenen Sektionen der App können vielseitige Sounds realisiert werden. Die App lässt sich dank Unterstützung von Ableton Link, Audiobus und IAA mit anderen Apps verbinden und stellt damit eine spannende Möglichkeit zur Sounderzeugung für euer Setup dar.

 


App Info (Stand: 01. Dezember 2018):

Digital D1 von AudioKit Pro | Für iPad | 10,99€ | 160,1 MB | Version: 0.9.9.6

>> Website des Entwicklers


Produkt: Keyboards 02/2019
Keyboards 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: