Kleiner physicalmodeling-Meister

Aodyo Anyma Phi – Desktop-Synthesizer im Test

(Bild: Dirk Heilmann)

Zurzeit beherrschen Wavetable-, FM-Synthese und Reinkarnationen klassischer Synthesizer die Neuerscheinungen auf dem Hardware-Sektor. Umso erfreulicher, dass sich Aodyo mit dem Anyma Phi den verschiedensten Arten physikalischer Instrumente-Modelle widmet.

Die französische Firma Aodyo (lautmalerisch wie »Audio« ausgesprochen) bietet mit dem Anyma Phi eine ganze Fülle von physikalischen Modellen an und macht sämtliche Parameter sehr umfangreichen Modulations-Möglichkeiten zugänglich. Mit der Ende Januar erschienen Software-Version 1.0 hat das Aodyo-Team nicht nur alle Perks der Crowdfunding Community erfüllt, sondern implementierte auch noch diverse neue Features wie Sequenzer, Arpeggiator und diverse Modulatoren der exotischen Art.

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Die Anschlüsse auf der Rückseite inkl. MIDI-Host- Schnittstelle zum direkten Anschluss von Keyboard oder Controller
Bequem und gut durchdacht. Der Editor beschleunigt die Arbeit am Klang beträchtlich und stellt alle Modulations-Vorgänge animiert dar.
Der Signalverlauf – Effekte können im Main- oder Aux-Bus platziert werden.

Als kompakter Mini-Desktopper ist der Anyma Phi fast genauso klein wie ein Nord Micro-Modular (die Älteren werden sich erinnern …) und hat ebenfalls ein robustes Stahlblechgewand. Auf der hellgrauen Oberfläche finden wir eine Control-Matrix mit vier Drehgebern mit Schaltfunktion. Ihnen zur Seite stehen sechs Taster, die mit Symbolen die jeweilige Funktions-Ebene andeuten. RGB-LEDs auf beiden Seiten der Matrix zeigen, in welcher Ebene die Drehgeber gerade aktiv sind. Es stehen neun Farben zur Auswahl, die z. B. eine spezielle Syntheseform andeuten oder für eigene Ordnungs-Strukturen genutzt werden können. Linker Hand gruppieren sich um ein winziges schwarzweißes OLED-Display zwei weitere Taster und ein Drehgeber, die tiefer in die Menüstruktur führen. Der Lautstärkeregler liegt oben links, flankiert von einer Power-LED.

Auf der Rückseite befinden sich sämtliche Anschlüsse: Einschalter, Stromversorgung, Mini-USB-Anschluss, USB-Host, MIDI-In/Out-DIN-Anschlüsse sowie zwei Ausgänge, Kopfhörer-Anschluss und Stereo-Eingang im 6,3-mm-Klinkenformat.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 2/2022. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Hersteller/Vertrieb: Aodyo

Internet: www.aodyo.com

Straßenpreis: 499,– Euro

Unsere Meinung:
++ reiche Auswahl an Oszillator-Modellen
++ außergewöhnliches Modulationskonzept
++ gut durchdachtes Bedienkonzept
– Editor nicht größenskalierbar
– Editor-Schriften zu winzig, mit wenig Kontrast

(Bild: PROPRIETE EXCUSIVE)
Produkt: Keyboards Digital 02/2019
Keyboards Digital 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original

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