Digitale Klänge für Individualisten

5 Wavetable-Synthesizer mit unterschiedlichen Ansätzen

wavetable synthesizer

Die einst von Wolfgang Palm entwickelte Wavetable-Synthese findet heutzutage überwiegend bei Software-Instrumenten Anwendung. Dedizierte Hardware-Synthesizer gibt es deutlich weniger, aber dennoch ist es interessant zu sehen, wie unterschiedlich die dort verfolgten Konzepte ausfallen. Klangbastler, Live-Keyboarder oder Studiomusiker finden darunter das passende Instrument, wenn sie nach digitalen, hybriden oder kreativen Synthesizern suchen. Wir haben fünf Synths mit unterschiedlichen Ansätzen für euch zusammengestellt.

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Waldorf M

Der erste Waldorf Microwave verband die digitale Klangerzeugung mit analogen Filtern und der spätere Microwave II hob das Konzept auf DSP-Ebene. Mit dem Waldorf M werden diese beiden Klassiker fusioniert. Der achtstimmige Synthesizer (auf 16 erweiterbar) besitzt 96 Wavtables und analoge Tiefpassfilter auf Basis des SSI2144-Chips. Vom MWII wurden Funktionen wie Hardsync und das digitale Multimodefilter übernommen. Flexible Modulatoren, 4-facher Multimode, analoge Stereo-VCAs pro Stimme und Import von User-Wavetables komplettieren den modernen Microwave.

Unter diesem Link findet ihr den Waldorf M bei Thomann.


Modal Argon8

Argon8 gibt es in drei Versionen mit identischen Features: zwei Keyboards mit 37 bzw. 61 Tasten und als Desktop-Modell. Der Synthesizer ist mit seinen vielen Reglern gut für Performer geeignet und lässt sich intuitiv editieren. Die Wavetables sind weniger komplex, lassen sich aber mit Modifiern (De-Rez, Wavefolder, Shaper etc.) sowie den zusätzlichen Funktionen FM, Ring Mod, AM und Sync effektiv weiter bearbeiten. Neben einem Multimodefilter und Modulatoren verfügt der günstige Argon8 über einen programmierbarer Arpeggiator, einen Sequenzer und eine dreifache FX-Sektion.

Unter diesen Links findet ihr die Argon8-Reihe bei Thomann.

Argon8 | Argon8X | Argon8M


Korg Modwave

Der 32-stimmige Modwave verbindet Wavetables mit Kaoss Physics, einem neu entwickelten Modulations-Tool, das über ein X/Y-Pad spielerisch bedient wird. Die Oszillatoren greifen nicht nur auf 200 Wavetables, sondern auch auf einen großen Pool an Samples zu und lassen sich mit FM, AM und Ringmodulation bearbeiten sowie einer Blend-Funktion dynamisch mischen. Die vom Wavestate bekannten 12 Filtermodelle und das Wave Sequencing 2.0 für dynamisches und polyrhythmisches Modulieren sowie eine üppige Effektsektion sind hier ebenfalls vorhanden. Fertige Wavetables im Serum-Format oder selbst erstellte Files können importiert werden.

Unter diesem Link findet ihr den Korg Modwave bei Thomann.


Flame Mäander

Der 4-stimmige Mäander des Berliner Herstellers Flame besitzt einen Oszillator mit 39 Wavetables und eine analoge Filterbank, die mit 12 Bändern/Filtern ausgestattet ist, wofür wiederum die Auswahl aus acht Filtertypen besteht. Die Filterbank kann durch die individuelle Steuerung der Bänder mit Hüllkurven und LFOs sowie den integrierten Sequenzer dynamisch animiert werden. Die expressiven Bearbeitung eines Wavetables mit der außergewöhnlichen Filterbank eröffnen einzigartige Möglichkeiten, speziell für die Erstellung rhythmischer Strukturen. Auch ein Noise Generator und externes Audio können hier mit eingebunden werden.

Unter diesem Link findet ihr den Flame Mäander bei Thomann.


1010music nanobox Fireball

Fireball mag wie ein Spielzeug aussehen, ist aber ein vollwertiger, 8-stimmiger Synthesizer mit zwei Wavetable-Oszillatoren und einen weiteren Oszillator, Multimodefilter, Modulatoren und Modulationssequenzer sowie sechs Effekten. Die Bedienung erfolgt mit Hilfe des XY-Touchscreens und zwei Encodern. Über eine Micro-SD Karte lassen sich WAV-Dateien importieren. Das handliche Gerät ist vorrangig auf den kreativen Umgang mit Wavetables innerhalb von kleinen Tabletop-Setups zugeschnitten.

Unter diesem Link findet ihr den 1010music nanobox Fireball bei Thomann.

Produkt: Keyboards Digital 02/2019
Keyboards Digital 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original

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