Spieltechnik für Einsteiger Teil 10

Klavierakkorde spielen lernen

Klavierakkorde sind gar nicht so schwer zu spielen, wie es auf den ersten Blick scheint. Zu Beginn ist die Technik für Klavierakkorde recht einfach. Später ist eine andere Technik nötig, wenn es um das schnelle und kräftige virtuose Anschlagen flink aufeinanderfolgender Akkorde geht, die eine besondere Unterstützung von Arm und Schulter benötigen, um dem ganzen Bravour und Kraft zu geben. 

Zunächst legen wir die rechte Hand für die Vorübung ganz normal schwebend über die Tasten, als wollten wir eine Tonleiter spielen. Einen kleinen Unterschied gibt es nun aber doch: während die Tonleiter hauptsächlich durch Hochheben und anschließendes Senken der Finger auf die Tasten angeschlagen wird (unter nur leichter Beteiligung des Armes und des gesamten restlichen Bewegungsapparates), sind bei den dreistimmigen Klavierakkorden unserer Vorübung die ganze Hand, der Unterarm und der gesamte restliche Bewegungsapparat doch wesentlich mehr beteiligt, die sich leicht heben, um anschließend leicht und locker mit Unterstützung einer kleinen Anschlagbewegung der Finger den nötigen Druck auf die Tasten zu übertragen und den Akkord erklingen zu lassen.

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Klavierakkorde Übung

Seit jeher gibt es verschiedene Schulen, die miteinander darum kämpfen, das alleinseligmachende Klavierspiel gefunden zu haben. Besonders bekannt sind die Vertreter des Fingerspiels und die Vertreter des Gewichtspiels.

Die Ellbogen dürfen nicht an den Körper angepreßt und in einer tiefen, hängenden Lage belassen werden: Das Spielgewicht wird von den Schultern bis in die Fingerspitzen übertragen, ohne dass es auf dem Wege dahin im Ellbogen „hängen“ bleibt. Im Prinzip muss der Akkord durch den gesamten, elastisch gespannten Arm zum Klingen gebracht werden.

Der Anschlag einzig und allein mit den Fingern ist schlecht, der Anschlag nur durch das Handgelenk ist noch schlechter. Der Anschlag vom Unterarm ist schon besser – am günstigsten aber ist es, wenn das Gewicht des ganzen Armes am Anschlag des Fingers teilnimmt. Dies übertreiben wir aber nicht etwa, sondern es bleibt bei unserer kleinen Akkordübung eine leichte, runde, entspannte und einfache kleine Bewegung.

Übe zunächst die jeweiligen Akkorde nur mit einer Hand – in der Vorübung liegen die Akkorde in der rechten, in der Etüde dann am Anfang zunächst in der linken Hand und im weiteren Verlauf wieder in der rechten. Erst später, wenn dir das vielleicht zunächst ungewohnte akkordische Spiel natürlich vorkommt, übe die Notenbeispiele mit beiden Händen. Bei der Vorübung habe ich die Fingersätze neben die Noten geschrieben; der erste Akkord in der Vorübung wird also z. B. folgendermaßen gegriffen: der Daumen (1) schlägt das ,c‘ an, der Mittelfinger (3) das ,e‘ und der kleine Finger (5) das ,g‘. Finden Sie in der Etüde analog dazu Ihre Fingersätze selbständig.

Sicherlich ist es aber am sinnvollsten, für die so komplexen und unterschiedlichen Aufgaben, die das Klavierspiel uns abverlangt, eine Summe von verschiedenen Techniken zu beherrschen. In der Regel sind an den Spielbewegungen der gesamte Arm und die entsprechenden Finger beteiligt. Der Anschlag mit dem ganzen Finger ermöglicht eine maximale Kraftentfaltung, sowie eine Gleichmäßigkeit und Genauigkeit im Spiel, die z. B. besonders den Jazz-, Rock- und Pop-Pianisten dabei hilft, ein gutes Timing zu entwickeln, welches ja nicht nur eine Sache des Feelings ist, sondern auch ein Ergebnis einer guten Fingertechnik.

Mit Hilfe des Armes wiederum kann ein vollgriffiger Klaviersatz besser bewältigt werden. Da wir uns mit unseren Akkordübungen schon einem solchen vollgriffigen Satz annähern, ist folglich hier schon etwas mehr der Einsatz des ganzen Armes gefordert, als nur der Einsatz der Finger.

Je nach Beschaffenheit der Hand kann die Haltung unterschiedlich sein: Prinzipiell sollte sie aber folgendermaßen aussehen: Die Finger sind leicht gekrümmt und liegen mit den Fingerkuppen (und nicht mit den Fingernägeln) auf der Taste. Die Hand ist in Höhe des Unterarms zu halten und wird dabei elastisch vom Handgelenk gestützt.

Unter- und Oberarm müssen zuverlässige Zwischenglieder sein; als Voraussetzung für eine maximale Unterstützung der Finger- und Handbewegungen musst du (nach Möglichkeit) vollkommen entspannt sein. Die Ellbogen dürfen nicht an den Körper angepresst und in einer tiefen, hängenden Lage belassen werden: Das Spielgewicht wird von den Schultern bis in die Fingerspitzen übertragen, ohne dass es auf dem Wege dahin im Ellbogen „hängen“ bleibt.

Im Prinzip muss der Akkord durch den gesamten, elastisch gespannten Arm zum Klingen gebracht werden. Der Anschlag einzig und allein mit den Fingern ist schlecht, der Anschlag nur durch das Handgelenk ist noch schlechter. Der Anschlag vom Unterarm ist schon besser – am günstigsten aber ist es, wenn das Gewicht des ganzen Armes am Anschlag des Fingers teilnimmt.

Klavierakkorde zum Üben

Dies übertreiben wir aber nicht etwa, sondern es bleibt bei unserer kleinen Akkordübung eine leichte, runde, entspannte und einfache kleine Bewegung. Übe zunächst die jeweiligen Akkorde nur mit einer Hand – in der Vorübung liegen die Klavierakkorde in der rechten, in der Etüde dann am Anfang zunächst in der linken Hand und im weiteren Verlauf wieder in der rechten.

Erst später, wenn dir das vielleicht zunächst ungewohnte akkordische Spiel natürlich vorkommt, übe die Notenbeispiele mit beiden Händen. Bei der Vorübung habe ich die Fingersätze neben die Noten geschrieben; der erste Akkord in der Vorübung wird also z. B. folgendermaßen gegriffen: der Daumen (1) schlägt das ,c‘ an, der Mittelfinger (3) das ,e‘ und der kleine Finger (5) das ,g‘. Finde in der Etüde analog dazu deine Fingersätze selbständig.

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