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	<title>Ulf Kaiser, Autor bei KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</title>
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	<description>ELECTRONIC. MUSIC. STUDIO. INSTRUMENTS.</description>
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	<title>Ulf Kaiser, Autor bei KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</title>
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	<item>
		<title>Test: Arturia PolyBrute 12</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulf Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 12:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Synthesizer]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Analog Synthesizer]]></category>
		<category><![CDATA[Arturia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Arturia PolyBrute 12 stellt der französische Hersteller den bisherigen PolyBrute-Modellen einen zwölfstimmigen Bruder zur Seite, der mit polyphonem Aftertouch aufwartet und neu gewandet daherkommt. Spielt das neue Flaggschiff in der Königsdisziplin der Synthesizer? Arturia PolyBrute 12 &#8211; polyphon &#38; analog Der bitimbrale PolyBrute 12 macht bereits äußerlich einen mächtigen Eindruck. Das robuste 23-kg-Metallgehäuse [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/tests/test-arturia-polybrute-12/">Test: Arturia PolyBrute 12</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Arturia PolyBrute 12 stellt der französische Hersteller den bisherigen PolyBrute-Modellen einen zwölfstimmigen Bruder zur Seite, der mit polyphonem Aftertouch aufwartet und neu gewandet daherkommt. Spielt das neue Flaggschiff in der Königsdisziplin der Synthesizer?</strong></p>
<h2>Arturia PolyBrute 12 &#8211; polyphon &amp; analog</h2>
<p>Der bitimbrale PolyBrute 12 macht bereits äußerlich einen mächtigen Eindruck. Das robuste 23-kg-Metallgehäuse fällt aufgrund der doppelten Anzahl von Voice-Boards wuchtiger aus. Eine passive Wärmeabfuhr erklärt die verlängerte Gehäusetiefe mit vergitterten Entlüftungsschlitzen – clever, denn so stört im Betrieb kein Lüfter.</p>
<p>Bezüglich der Optik verlässt sich der Hersteller aus Grenoble auf das Industrie-Design von Axel Hartmann. Es entspricht der üppig bestückten Standardversion, setzt allerdings auf einen cremefarbenen Grundton, der für eine gute Lesbarkeit der Beschriftungen sorgt, aber sicherlich nicht jedermanns Vorliebe trifft. Das gilt auch für die Zierelemente aus Walnussholz.</p>
<p>Zurück zu den Fakten: Der PolyBrute 12 bietet eine neue 5-Oktaven-Klaviatur, die mit polyphonem <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/was-bedeutet-aftertouch/" target="_blank" rel="noopener">Aftertouch</a> und weiteren Besonderheiten ausgestattet ist. Daneben trifft man auf den charakteristischen, etwas klobigen 3-Achsen-Morphée-Controller. Über der Klaviatur findet sich der breite <a href="https://www.keyboards.de/synthesizer/was-ist-ein-ribbon-controller-am-synthesizer/" target="_blank" rel="noopener">Ribbon-Controller</a> sowie die zahlreichen Regler, Fader und Taster der Bedienoberfläche, Pitch- und Modulationsrad, ein Graphik-Display und eine Matrix mit 12 x 8 mehrfarbig beleuchteten Tasten.</p>
<p>Die Rückseite bietet <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/was-ist-midi/" target="_blank" rel="noopener">MIDI</a>&#8211; und USB-Schnittstellen, Eingänge für insgesamt drei Pedale, Clock-Ein- und Ausgänge und einen einzigen Stereoausgang. Hinzu kommt ein Kopfhöreranschluss vorne unterhalb der Klaviatur.</p>
<figure id="attachment_5221" aria-describedby="caption-attachment-5221" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-5221" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-RUeCKSEITE.jpg" alt="Arturia PolyBrute 12 Synthesizer rear" width="1024" height="191" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-RUeCKSEITE.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-RUeCKSEITE-300x56.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-RUeCKSEITE-768x143.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-5221" class="wp-caption-text">Mehrere Pedaleingänge, aber nur ein Stereoausgang (Bild: Arturia)</figcaption></figure>
<h2>12-stimmige Klangerzeugung</h2>
<p>Basis jeder Stimme ist ein Oszillatorpaar und variabler <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/rauschgenerator-im-synthesizer-warum-noise-so-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noopener">Rauschgenerator.</a> Beide VCOs offerieren eine Wellenform, die sich zwischen Sägezahn und breitenvariabler Pulswelle verändern lässt. VCO 1 bietet zusätzlich einen sogenannten Metalizer, während VCO 2 mit einem <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/suboszillator-im-synthesizer-was-er-wirklich-macht-und-was-nicht/" target="_blank" rel="noopener">Suboszillator</a> aufwartet. Beide Oszillatoren lassen sich hart synchronisieren.</p>
<p>Diese Klangquellen werden flexibel in ein 2-Pol-Steiner-Parker-Multimode- und 4-Pol-Kaskadenfilter geleitet, die sich wahlweise parallel oder seriell betreiben sowie einzeln pegeln lassen. Hier stehen einerseits ein regelbarer Brute-Faktor und andererseits eine regelbare Sättigung bereit, um das Klangbild aggressiver zu gestalten. Beide Filter sind resonanzfähig bis zur Selbstoszillation und lassen sich bei Bedarf auch gemeinsam in der Einsatzfrequenz über einen gemeinsamen Regler justieren. Frequenzmodulationen sind gleichzeitig in drei Richtungen möglich: VCO 2 auf VCO 1, VCO 2 auf Filter 1 und Rauschen auf Filter 2, was den Sprachschatz nochmals erweitert.</p>
<p>Hinter den Filtern wandert das Signal in den VCA und wird von dort in einen dreiteiligen digitalen Effektbereich geroutet, der Modulationsklänge, Delays und Reverb offeriert. Jeder Klang lässt sich mono- und polyphon und Unison spielen. Dazu lassen sich zwei Klänge auch per Split- und Layer-Funktion sowie über MIDI adressieren.</p>
<figure id="attachment_5218" aria-describedby="caption-attachment-5218" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-5218" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-FILTER.jpg" alt="Arturia PolyBrute 12 Synthesizer filter" width="1024" height="915" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-FILTER.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-FILTER-300x268.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-FILTER-768x686.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-5218" class="wp-caption-text">Die Kombination von Steiner-Parker- und Kaskadenfilter ist äußerst flexibel. (Bild: Ulf Kaiser)</figcaption></figure>
<h2>Üppige Modulationen</h2>
<p>Klangbewegungen und -animation gehören zu den Stärken des Instruments. Der PolyBrute wartet mit je drei loopbare Hüllkurven und drei <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/was-macht-ein-lfo-im-synthesizer/" target="_blank" rel="noopener">temposynchronisierbaren LFOs</a> (bis 100 Hz) auf, die um etliche Spielhilfen und eine volle MIDI-Implementation ergänzt werden. Die Modulatoren lassen sich bis auf wenige Festzuweisungen über die übersichtliche Modulationsmatrix mit variabler Intensität routen. Bis zu 64 solcher Verknüpfungen sind pro Patch möglich, einschließlich der Möglichkeit, die Modulationsintensität selbst zu animieren. An dieser Stelle kann man sich also definitiv austoben. Ergänzend gibt es den Motion Recorder, der eine Reglerbewegung eines ausgewählten Parameters aufzeichnen und anschließend mit variablem Tempo wiedergeben kann.</p>
<figure id="attachment_5219" aria-describedby="caption-attachment-5219" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-5219" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MATRIX.jpg" alt="Arturia PolyBrute 12 Synthesizer matrix" width="1024" height="828" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MATRIX.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MATRIX-300x243.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MATRIX-768x621.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-5219" class="wp-caption-text">Die Tasten-Matrix dient der Steuerung multipler Bereiche. (Bild: Arturia)</figcaption></figure>
<h2>Klang im Wandel</h2>
<p>Jeder Klangspeicher verwaltet zwei komplette Parametersätze, zwischen denen sich über den modulierbaren Morph-Regler und das Morphée überblenden lässt. Ganz links hört und justiert man Sound A, ganz rechts Sound B. Die Zwischenstellungen interpolieren zwischen diesen Einstellungen, was zu ergiebigen Klangveränderungen führt, für die man ansonsten etliche Spielhilfen und Modulationen benötigen würde. Das Konzept ist genial und schnell verständlich, dazu im analogen Bereich eine absolute Rarität. Ein wenig Zeit sollte man dennoch investieren, denn gestufte Parameter wie beispielsweise Schaltfunktion führen konzeptionelle zu Sprüngen. Entsprechend ist es oft sinnvoll, die Klangvarianten aufeinander aufzubauen.</p>
<figure id="attachment_5220" aria-describedby="caption-attachment-5220" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5220" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MORPH.jpg" alt="Arturia PolyBrute 12 Synthesizer morph" width="1024" height="848" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MORPH.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MORPH-300x248.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-12-Analog-Synthesizer-MORPH-768x636.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-5220" class="wp-caption-text">Der Morphée-Controller ist eine eigenständige Spielhilfe mit drückbarem XY-Pad. (Bild: Arturia)</figcaption></figure>
<h2>FullTouch-Tastatur</h2>
<p>Zu den wichtigsten Neuerungen des Arturia PolyBrute 12 gehört die eigenentwickelte FullTouch-Klaviatur mit 61 <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/anschlagsdynamik-velocity-bei-keyboards-und-synthesizern/" target="_blank" rel="noopener">anschlagsdynamischen</a> straff und ausgewogenen spielbaren Kunststofftasten. Die Besonderheit: Sie verfügt über einen polyphonen Aftertouch, der sich nicht nur am Ende des Tastenwegs auslösen lässt, sondern bei Bedarf über den gesamten Tastenhub. Je nach Modus lassen sich mehrere Parameter über bis zu drei Zonen der Modulationsmatrix zuweisen, um das Instrument bemerkenswert ausdrucksstark kontrollieren zu können. Der PolyBrute 12 kann so MPE-Klangerzeuger ansprechen, ist vor allem aber ein Synthesizer mit eigenständigen expressiven Funktionen.</p>
<h2>Integrierter Sequenzer</h2>
<p>Im PolyBrute gibt es seit jeher einen polyphonen Step-Sequenzer mit 64 Schritten, verschiedenen Laufrichtungen und Transponierfunktion, der mit den Klängen verwaltet wird. Wieder dient die Matrix der Visualisierung. Neben Notenwerten lassen sich schrittweise und in Echtzeit Pausen, Slides, Notenverlängerungen, Accents und bis zu drei Modulationen nutzen und bei Bedarf nachträglich editieren. Die Sequenzer selbst wiederum ist ebenfalls als Modulationsquelle nutzbar. Als Alternative bietet der PolyBrute einen <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/was-ist-ein-arpeggiator/" target="_blank" rel="noopener">Arpeggiator</a> in mehreren Varianten, der seinerseits als Quelle für neue <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/wie-funktioniert-ein-stepsequenzer-im-synthesizer/" target="_blank" rel="noopener">Step-Sequenzen</a> herhalten kann.</p>
<h2>Arturia PolyBrute 12 in der Praxis</h2>
<p>Die neue Tastatur wendet sich an Synthesizer-Spieler. Sie wartet mit einer straffen Ansprache auf und lässt sich über konfigurierbare Dynamikkurven an den eigenen Geschmack anpassen. Die Besonderheit ist der erwähnte polyphone Aftertouch. Pitch- und Modulationsrad sind über das markante Morphée gerückt, das sich als 3-Achsen-Controller zwar gut bedienen lässt, aber nicht unbedingt grazil aussieht. Hinzu kommt der Ribbon-Controller, der in die Zierleiste oberhalb der Klaviatur eingelassen ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Arturia Polybrute 12 - Features" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/IAGnHVm8lVM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Steueroberfläche für die Klangparameter selbst ist außerordentlich üppig und durchaus übersichtlich – alle relevanten Parameter stehen ohne Doppelbelegungen sofort im Zugriff. Ergänzende Parameter sind über das Displaymenü zu erreichen, während sich die Modulationen über die Matrix kontrollieren lassen. Letztere stellt ihre mehrfarbigen LEDs auch dem Sequenzer, dem Morphing und dem Aufruf der 768 Klangspeicher helfend zur Seite. Bei der Menge der Klänge fehlt es mir derzeit noch an Möglichkeiten einer attributbasierten Suche. Allerdings kann man zumindest über die Software PolyBrute Connect hier schnell zu neuen Sortierungen gelangen.</p>
<p>Eine klare Verbesserung gegenüber dem Standardmodell ist die Polyphonie von zwölf Stimmen, die sich im Split- und Layerbetrieb, bei der Nutzung von MIDI und der <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/unisono-beim-synthesizer-erklaert/" target="_blank" rel="noopener">Unisono-Funktion</a> als Segen entpuppt.</p>
<h2>Steuer-Software PolyBrute Connect</h2>
<p>Mit der Registrierung des PolyBrute 12 hat man kostenlosen Zugriff auf die Software PolyBrute Connect, die unter Windows und macOS die Parametersteuerung und Verwaltung der Sounds ermöglicht. Sie läuft stand-alone und in allen gängigen Plug-in-Formaten. Insbesondere letztere Variante ermöglicht es, Klangdaten des Instruments bequem mit dem DAW-Projekt zu speichern. Die Bedienoberfläche ist übersichtlich gestaltet und erlaubt eine gelungene Fernsteuerung aller Funktionen, die mitunter sogar gegenüber der Hardware erleichtert wurden.</p>
<figure id="attachment_5217" aria-describedby="caption-attachment-5217" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-5217" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-Connect-in-Reaper.png" alt="Arturia PolyBrute 12 Synthesizer Control" width="1024" height="662" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-Connect-in-Reaper.png 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-Connect-in-Reaper-300x194.png 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/09/Arturia-PolyBrute-Connect-in-Reaper-768x497.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-5217" class="wp-caption-text">PolyBrute Connect ermöglicht eine Fernsteuerung des PolyBrute aus der DAW. (Bild: Ulf Kaiser)</figcaption></figure>
<h2>Der Klang der Arturia PolyBrute 12</h2>
<p>Der analoge Sprachschatz des PolyBrute 12 ist beeindruckend flexibel. Dabei weist das Instrument eine Eigenständigkeit auf, die ihn von der Konkurrenz klar abgrenzt. Anders als viele Mitbewerber, etwa Black Corporation, Sequential oder Oberheim, geht es Arturia weniger darum, in die Fußstapfen zweifelsfrei begehrenswerter Legenden zu treten, sondern einen eigenen Weg zu gehen.</p>
<p>Die Extras im Oszillatorbereich, die spezifische Filterkombination, die umfassenden Modulationsmöglichkeiten und das Morphing sprechen eine klare Sprache. Resultierend gehören Klänge mit einer gewissen Komplexität und Klangbewegung zu den Stärken des PolyBrute 12. Insbesondere bei Flächen und atmosphärischen Klängen ist der Synthesizer eine Wucht.<br />
Umgekehrt muss man einräumen, dass die Konstruktion anders und moderner als ein Klassiker klingt. Teils tönt er weniger roh, warm, druckvoll oder perkussiv. Weder kann noch will er diese Instrumente ersetzen. Ich ordne das Instrument daher als ideale Ergänzung zu einem Prophet- oder OB-Synthesizer und anderen Klassikern oder Re-Issues ein.</p>
<p>Die Klangbasis der beiden Oszillatoren ist durch Zusätze wie PWM, Suboktave, <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/syntheseformen-5-fm-synthese/" target="_blank" rel="noopener">FM</a> und Sync ergiebig. Klangbreite und -fülle erreicht man durch den konfigurierbaren Unisono-Modus, Filter- und Voice-Panning, die digitalen Effekte sowie durch ein Stacking zweier Parts. Die Filter packen effektiv zu, unterscheiden sich klanglich und liefern einzeln und in Kombination ein ganzes Spektrum unterschiedlicher Sounds von satt über aggressiv bis übersteuert und knarzend.<br />
Breite, warme oder transparente Flächen, wuchtige Bässe, Leads, Stabs oder Sequenzen sind unter den zahlreichen Presets ebenso zu finden wie ungewöhnliche Effektklänge. Sie lassen sich schnell und zielsicher umformen und um Modulationen ergänzen. Die üppige Modulationsmatrix, das Morphing und die mögliche Expressivität beim Spiel auf der FullTouch-Klaviatur bieten eine „Tiefe“, die man eher selten in analogen Instrumenten findet. Ein Traum!</p>

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<h2>Fazit:</h2>
<p>Der Arturia PolyBrute 12 ist ein wunderbarer Analogsynthesizer, der durch seine verdoppelte Polyphonie und die neue FullTouch-Klaviatur deutlich gegenüber dem regulären PolyBrute zulegt. Für den Mut zu einer solch aufwendigen Konstruktion möchte ich Arturia gratulieren und auch klanglich ein großes Lob für die eigenständige und flexible Architektur aussprechen, die einher mit einer generösen Bedienbarkeit geht. Mir gefällt es, dass Arturia den Blick vorwärts richtet und damit ein eigenes Profil schafft, das weniger auf die allgegenwärtigen Klassiker schielt. Sicherlich darf man einwenden, dass es sich immer noch um einen subtraktiven Analogsynthesizer handelt, aber wer leckt sich danach nicht die Finger? In der Preisklasse von unter 4.000 Euro ist der Arturia PolyBrute 12 sehr gut im Markt platziert, den Rest entscheiden der persönliche Geschmack und die finanziellen Mittel.</p>
		</div>
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<p><span data-text-color="success"><strong>Pro</strong></span></p>
<ul>
<li class="bullet-checkmark">enorme Klangmöglichkeiten</li>
<li class="bullet-checkmark">großzügige Bedienoberfläche</li>
<li class="bullet-checkmark">zwölfstimmige Polyphonie</li>
<li class="bullet-checkmark">FullTouch-Klaviatur mit polyphonem Aftertouch</li>
<li class="bullet-checkmark">Morph-Funktion</li>
</ul>
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<p><span data-text-color="alert"><strong>Contra</strong></span></p>
<ul>
<li class="bullet-cross">nur ein Stereoausgang</li>
</ul>
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<p>Link zur Herstellerseite: <a href="https://www.arturia.com/de/products/hardware-synths/polybrute-12/overview" target="_blank" rel="noopener">Arturia</a></p>
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<h3>Arturia PolyBrute 12</h3>
		
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		<title>Test: Fred&#8217;s Lab Manatee &#8211; Spectral Synthesizer</title>
		<link>https://www.keyboards.de/equipment/test-freds-lab-manatee-spectral-synthesizer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulf Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Synthesizer]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Fred&#8217;s Lab Manatee stellt der in Bonn ansässige Hersteller einen multitimbralen Desktop-Synthesizer im Kompaktformat vor, der gleich mehrere Syntheseansätze in digitaler Form fusioniert. Das verspricht spannende Klänge, die über die konventionelle virtuell-analoge Klangerzeugung hinausgehen. Hinter der Firma steht Frédéric Meslin, der bereits im Auftrag von Arturia am Minibrute 2 und für Teile des MicroFreak [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-freds-lab-manatee-spectral-synthesizer/">Test: Fred&#8217;s Lab Manatee &#8211; Spectral Synthesizer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Fred&#8217;s Lab Manatee stellt der in Bonn ansässige Hersteller einen multitimbralen Desktop-Synthesizer im Kompaktformat vor, der gleich mehrere Syntheseansätze in digitaler Form fusioniert. Das verspricht spannende Klänge, die über die konventionelle virtuell-analoge Klangerzeugung hinausgehen.</strong></p>
<p>Hinter der Firma steht Frédéric Meslin, der bereits im Auftrag von Arturia am Minibrute 2 und für Teile des MicroFreak zuständig war sowie an der Umsetzung des Mutable Instruments Braids beteiligt war. Ferner hat Meslin mehrere Hardware-Synthesizer konzipiert, die in einem weniger professionellen Design daherkommen. Manatee präsentiert sich nunmehr als Serienprodukt mit gefälligem Design, über den Fachhandel zu erwerben ist.</p>
<h2>Ein kleiner Rundgang</h2>
<p>Die Seekuh (engl. Manatee) hat ihre Inspiration aus dem Computerspiel Monkey Island. Allerdings hat das mächtige Säugetier mit dem Synthesizer weniger gemein, der als kompaktes Desktop-Gerät daherkommt. An der Verarbeitung gibt es wenig zu kritisieren: Manatee bewohnt ein kompaktes, robustes und pulverbeschichtetes Metallgehäuse. 23 verschraubte Regler, eine Reihe von Tasten mit Statusanzeigen sowie ein hintergrundbeleuchtetes Display mit 2 x 16 Zeichen sollen den Zugriff zur leistungsstarken, vierfach multitimbralen Klangerzeugung ermöglichen. Auf der Rückseite finden sich zwei Stereoausgänge (auch als vier Monoausgänge nutzbar), ein Kopfhörerausgang, ein MIDI-Trio, ein analoger Clock-Eingang (1-48 PPQ) und der Anschluss für das mitgelieferte externe Netzteil.</p>
<figure id="attachment_2796" aria-describedby="caption-attachment-2796" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2796" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Rueckseite.jpg" alt="Fred's Lab Manatee Synthesizer rear" width="1920" height="1362" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Rueckseite.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Rueckseite-300x213.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Rueckseite-1024x726.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Rueckseite-768x545.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Rueckseite-1536x1090.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2796" class="wp-caption-text">Zwei Stereoausgänge, Kopfhörerausgang, MIDI-Trio und ein analoger Clock-Eingang (Bild: Hersteller)</figcaption></figure>
<h2>Die Oszillatoren von Fred&#8217;s Lab Manatee</h2>
<p>Fred&#8217;s Lab Manatee bietet vier Parts mit individuellen Presets, die dynamisch auf insgesamt 16 Stimmen zugreifen. Pro Stimme gibt es je einen Spektraloszillator (Gen) und einen virtuell-analogen Oszillator (Sub). Eine Hüllkurve adressiert gleichzeitig den Pegel- und Filterverlauf. Das Filter ist ein Multimodetyp. Es wird um eine konfigurierbare Drive-Schaltung ergänzt.<br />
Der Spektraloszillator bietet eine kleine Auswahl an Basiswellenformen (Sinus, Sägezahn, Rechteck, Glocke, Peak).</p>
<p>Per Spektrum-Regler fügt man per Faltung ergänzende Obertonspektren für die ersten acht Harmonischen hinzu (Part, Root, Even, Odd, 7-Up, 4 Sure, Tek 5, TX Bells, B-Split, Ana-Mix, Whats47, Aaaah, Early-V, Late-V, Oddstep, Everrise, Exponrg und Fullbar. Dieses erweiterte Spektrum lässt sich nunmehr über die Parameter Formant, Rotation und Inversion weiter verändern. Da im Hintergrund eine additive Klangformung arbeitet, wird tatsächlich die Obertonverteilung verändert, ohne dass man hierfür auf etliche Parameter zugreifen müsste. So ergeben sich jede Menge Grundklänge, die jederzeit verändert und sogar moduliert werden können.</p>
<p>Im Vergleich fällt der virtuell-analoge Oszillator eher einfach aus. Er bietet vier in der Symmetrie variable und modulierbare Wellenformen (Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck). Dazu sind Super-Sägezahn und -Rechtecke möglich, die für höhere Klangdichte sorgen. Eine Frequenzmodulation mit mehrfach umschaltbarem Modulationsverhältnis und regelbarer Intensität steht für die ersten zwei Kurvenformen bereit und ermöglicht das Schaffen komplexer Obertöne. Ergänzt werden die beiden Bereiche um einen variabel ausformbaren Rauschgenerator und einen Ringmodulator.</p>
<h2>Flexible Filtersektion</h2>
<p>Das Filter bietet Tief-, Hoch- und Bandpässe in unterschiedlichen Flankensteilheiten sowie ein Kerbfilter, allesamt mit regelbarer Resonanz. Über den virtuelle VCA gelangt der Klang schließlich in die Drive-Sektion, die alternativ eine pseudoanaloge Sättigung, Distortion und einen Bitcrusher bietet, um Sounds stufenlos von weich bis hin zu bissig und aggressiv zu gestalten.<br />
Die vier Parts wandern von hier in einen übergeordneten Mixer. Hier finden sich zudem ein zumischbares synchronisierbares Delay mit drei Betriebsarten und Verzögerungszeiten zwischen 1 ms und acht Sekunden, ein doppelter Equalizer und ein Nachhall.</p>
<p>Zur Komplettierung: Jeder Part verfügt über einen eigenen Arpeggiator. Dazu lassen sich die Klänge monophon, unisono oder polyphon spielen und mit Legato versehen. Auch lassen sich die Stimmen im Stereopanorama verteilen, um Klänge zu verbreitern.</p>
<figure id="attachment_2797" aria-describedby="caption-attachment-2797" style="width: 1536px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2797" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Stimmarchitektur.jpg" alt="Fred's Lab Manatee Synthesizer Schematik" width="1536" height="515" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Stimmarchitektur.jpg 1536w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Stimmarchitektur-300x101.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Stimmarchitektur-1024x343.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Stimmarchitektur-768x258.jpg 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /><figcaption id="caption-attachment-2797" class="wp-caption-text">Im Manatee stehen virtuell-analoger und Spektraloszillator gleichberechtigt nebeneinander. (Bild: Hersteller)</figcaption></figure>
<h2>Loop-Hüllkurven &amp; One-Shot-LFOs</h2>
<p>An Bord sind zwei Hüllkurven, ein stimmbasierter LFO und zwei Part-basierte LFOs. Neben den obligatorischen Festzuweisungen der Hüllkurven auf die Filtereinsatzfrequenz und die Lautstärke lassen sich weitere Verknüpfungen flexibel umsetzen. Die Bedienung der Hüllkurven weist einige Besonderheiten auf: So sind die Parameter Attack, Sustain und Release stets verkoppelt, während die Decay-Regler doppelt ausgeführt wurden. Bei Bedarf kann man aber die Parameter Attack und/oder Sustain entfallen lassen und so eine gewisse Unabhängigkeit erreichen. Damit lässt sich durchaus leben. Dennoch hätte ich eine konventionelle Variante bevorzugt. Schön dafür, dass sich die Hüllkurven auch loopen lassen.</p>
<p>Die LFOs sind umfassend konfigurierbar, bieten 16 Wellenformen und sogar die Möglichkeit, bis zu drei Wellenformen hintereinander zu reihen. Sie verfügen über eigene Attack- und Release-Hüllkurven und können bei Bedarf im One-Shot-Modus laufen.</p>
<p>Die Zuweisung weiterer Modulationen erfolgt über eine Matrix mit drei Slots, die auch die Effektparameter umfasst. Hier lassen sich auch MIDI-Befehle wie die Anschlagsdynamik oder Spielhilfen nutzen. Überhaupt bietet Manatee eine umfassende MIDI-Implementation. Dazu gehört inzwischen auch eine Unterstützung für MPE, sodass entsprechende Keyboards und Controller mit erweiterten Möglichkeiten adressiert werden können.</p>
<h2>Fred&#8217;s Lab Manatee in der Praxis</h2>
<p>Das kompakte Desktop-Format ist wirklich praktisch und erlaubt es, Fred&#8217;s Lab Manatee stets mitzuführen. Die Bedienoberfläche bietet eine Menge Zugriffsmöglichkeiten in Form dedizierter Regler und Tasten. So erreicht man etliche relevante Parameter direkt und hat damit zielgerichtet Echtzeitzugriff auf die Klangformung. Etwas Übung und Einarbeitung ist dafür notwendig.<br />
Die Regler, ergänzende Funktionstasten und Alt-Funktionen bringen Menüs in mehreren umschaltbaren Seiten auf das Display, wo sie über drei weitere kontextsensitive Regler justiert werden.</p>
<p>Das Display ist zwar nicht grafikfähig, spricht aber Klartext und ist bemüht, mit unterstützender Visualisierung zu helfen. Das System ist durchaus schlüssig. Andererseits sehe ich durchaus Potenzial für eine „größere“ und teurere Version, die ebendiese Bedienoberfläche erweitert.<br />
Für eigene Klängen stehen 256 Speicherplätze bereit, die um 64 feste Klänge ergänzt werden. Zum Multimode: Die circa 16 Stimmen lassen sich dynamisch auf vier Parts und MIDI-Kanäle verteilen. In Kombination bilden sie unabhängig verwaltete Multis, für die nochmals 32 Speicher bereitstehen.</p>
<p>Firmware-Updates /Stand bei Test: 1.06d) lassen sich online über einen kompatiblen Browser und MIDI-Interface ausführen. Das kostete in der Praxis deutlich mehr Mühe als die heute übliche USB-Schnittstelle. Es lohnt sich dennoch, denn Manatee wurde bislang regelmäßig mit Updates bedacht. Neben Bugfixes und Optimierungen hinsichtlich der Rechenleistung und Bedienung gab es Neuerungen wie die erwähnte MPE-Unterstützung. Bemängeln habe ich das Fehlen eines Handbuchs, das offenbar noch in Arbeit ist.</p>
<figure id="attachment_2795" aria-describedby="caption-attachment-2795" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2795" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Detail.jpg" alt="Fred's Lab Manatee Synthesizer Display" width="1920" height="1079" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Detail.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Detail-300x169.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Detail-1024x575.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Detail-768x432.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Detail-1536x863.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2795" class="wp-caption-text">Ein zentrales Display mit drei Reglers komplettiert die regelerbestückte Bedienoberfläche (Bild: Hersteller)</figcaption></figure>
<h2>Wie klingt Fred&#8217;s Lab Manatee?</h2>
<p>Man sollte sich von der Größe nicht täuschen lassen. Fred&#8217;s Lab Manatee ist ein erwachsener multitimbraler Synthesizer, dessen Klangpotential erstaunlich hoch ausfällt. Er liefert virtuell-analoge Klänge, hat aber auch den Mut, digitale Klangfarben in sein Spektrum aufzunehmen. Er ergänzt Aspekte der additiven Synthese und der Frequenzmodulation und schafft damit eine Ausgangsbasis, die digitale und „analoge“ Elemente verschmilzt. Entsprechend sollte man Manatee etwas Zeit gönnen. Im virtuell-analogen Bereich punktet er mit einem ergiebigen, gut klingenden Filter, schnellen, knackigen Hüllkurven sowie gefälligen, lebendigen Flächen. Es drückt im Bass, strahlt im Obertonbereich und klingt in den mittleren Frequenzen nicht steril. Dabei bekennt sich Manatee auch zu seiner DSP-Basis und klingt daher tendentiell im virtuell-analogen Bereich eher offen und analytisch als warm und nach alter Analogtechnik.</p>
<p>Auf der anderen Seite liefert Manatee eine Menge digitaler Klänge, die mal glasig, mal hauchig, mal nach FM und dann wieder atonal und ruppig daher kommen. Richtig spannend wird es schließlich im Übergang zwischen diesen Bereichen. Digitale und virtuell-analoge Oszillatoren stehen gleichberechtigt nebeneinander und liefern in Kombination eine eigene Note im Grundklang. Dieser Synthesizer versucht gar nicht erst, nach Prophet, Jupiter oder Moog zu klingen. Vielmehr bewegt er sich fließend zwischen der „klassischen“ und digitalen Welt, die sich zudem intuitiv über die Regler editieren lässt sowie über MIDI dynamisch spielbar ist. Arpeggios, Melodieklänge, Flächen, Pads, Percussions … all das gelingt spielerisch und mit guten Resultaten.<br />
Natürlich lassen sich auch digitale Klänge über die Filter überprägen.</p>
<h2>Der Sound von Filter &amp; Effekten</h2>
<p>Die Resonanz fällt bei Bedarf kräftig aus, bettet sich aber gut in das Hauptsignal ein. Ein Pluspunkt gibt es für die Filtertypenauswahl. So überzeugen etwa die Hochpassmodi, mit denen man Klängen soviel Körper wie nötig verleihen kann, ohne das Arrangement mit Bässen zu überfrachten. Auch sind die Filtertypen bestens kombinierbar mit dem variablen und modulierbaren Obertonspektrum des Spektraloszillators. So kann man etwa per Bandpass ein Frequenzfenster schaffen und darin die additiven Spektren verschieben. Schließlich das Instrument dank 24-Bit-Wandlern und stufenlos aufgelösten Parametern auf der Höhe der Zeit.</p>
<p>Ein abschließendes Wort zu den Effekten. Sie stellen für meine Begriffe keine besonderen Highlights dar, komplettieren aber sinnvoll das Konzept. Der Nachhall klingt anständig und ein programmierbares temposynchronisierbares Delay ist ebenso praktisch wie Equalizer-Sektion pro Part.</p>
<figure id="attachment_2794" aria-describedby="caption-attachment-2794" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2794" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Aufsicht.jpg" alt="Fred's Lab Manatee Synthesizer front" width="1920" height="864" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Aufsicht.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Aufsicht-300x135.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Aufsicht-1024x461.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Aufsicht-768x346.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/03/Freds-Lab-Manatee-Synthesizer-Aufsicht-1536x691.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2794" class="wp-caption-text">Fred&#8217;s Lab Manatee misst 26,7 x 14 x 6 cm und wiegt 1,6 kg</figcaption></figure>
<h2>Fazit</h2>
<p>Mit Fred&#8217;s Lab Manatee fügt der Bonner Kleinhersteller dem Synthesizermarkt eine neue Farbe hinzu. Dem kompakten aber dennoch übersichtlichen Instrument gelingt ein Brückenschlag zwischen virtuell-analoger Synthese und weiteren Verfahren der digitalen Klangsynthese. Somit bewegt sich das Testgerät zwischen mehreren Welten und liefert eigenständige unverbrauchte Klänge, ohne die Tugenden der subtraktiven Synthese außer Acht zu lassen.</p>
<p>Manatee tritt nicht an, um den Prophets dieser Welt Paroli zu bieten. Vielmehr zeigt schon der Aufbau der Klangerzeugung, dass Frédéric Meslin Freude eigene Ansätze verfolgt und diese zudem in einem verständlichen Bedienkonzept nutzbar macht. Die Stärke von Manatee liegt für mich tatsächlich in dem Bereich, wo dieser Synthesizer aus beiden Welten schöpft und damit seinen eigenen Charakter zeigt.</p>
<p>Fred&#8217;s Lab Manatee hat einen Listenpreis von 899 Euro. Ein Preis, der aufgrund der guten Klangqualität und hochwertigen Kleinserienfertigung in Deutschland völlig angemessen ist. Und so findet dieses kleine, clever konzipierte Desktop-Gerät mit seiner vielseitigen und eigenständigen Klangerzeugung eine Nische im Bereich der digitalen Hardware-Synthesizer.</p>
<p><strong>Vorteile</strong><br />
+ Spektraloszillator<br />
+ spannende Klänge zwischen virtuell-analog und digitaler Synthese<br />
+ Verarbeitung</p>
<p><strong>Nachteile</strong><br />
&#8211; keine USB-Schnittstelle<br />
&#8211; keine vollständig unabhängigen Hüllkurven</p>
<p><a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Fred-s-Lab-Manatee/art-SYN0009060-000" target="_blank" rel="noopener">Unter diesem Link findet ihr Fred&#8217;s Lab Manatee bei MUSIC STORE professional</a>.</p>
<p><a href="https://fredslab.net/en/manatee-module.php" target="_blank" rel="noopener">Weiterführende Infos gibt es auf der Website von Fred&#8217;s Lab</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Test: Oberheim TEO-5, analoger Synthesizer</title>
		<link>https://www.keyboards.de/equipment/test-oberheim-teo-5-analoger-synthesizer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulf Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 17:22:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Synthesizer]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Oberheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Oberheim TEO-5 hat die Focusrite-Gruppe dem Sequential Take 5 einen Bruder mit vergleichbarem Konzept, aber anderer Klangabstimmung zur Seite gestellt. Der Synthesizer ist nicht nur kompakt und günstig, sondern klingt auch großartig und macht einen Heidenspaß. Der lange Weg von TEO Tom Elroy Oberheim (= TEO) hat Synthesizer-Geschichte geschrieben. Er schuf Meilensteine wie [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-oberheim-teo-5-analoger-synthesizer/">Test: Oberheim TEO-5, analoger Synthesizer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Oberheim TEO-5 hat die Focusrite-Gruppe dem Sequential Take 5 einen Bruder mit vergleichbarem Konzept, aber anderer Klangabstimmung zur Seite gestellt. Der Synthesizer ist nicht nur kompakt und günstig, sondern klingt auch großartig und macht einen Heidenspaß.</strong></p>
<h2>Der lange Weg von TEO</h2>
<p>Tom Elroy Oberheim (= TEO) hat Synthesizer-Geschichte geschrieben. Er schuf Meilensteine wie den SEM (1974), dessen mehrstimmige Varianten, die OB-Serie (1978), den Xpander (1984) und die Matrix-Modelle. Nachdem der Hersteller 1985 in den Besitz von Gibson und später zu Viscount überging, war es zunächst ruhig um den Kalifornier. Oberheim meldete sich 2009 zurück und schuf 2016 in Zusammenarbeit mit Dave Smith den bis heute erhältlichen Oberheim OB-6. Heute sind Oberheim und Sequential Teil der Focusrite-Unternehmensgruppe.</p>
<p>Mit dem Oberheim OB-X8 hat man 2023 einen Synthesizer erschaffen, der den frühen Oberheim-Synthesizern die Ehre erweist. Der Oberheim TEO-5 verfolgt hingegen ein eigenes Konzept. Dass ich die aktuellen Instrumente von Sequential und Oberheim hier miteinander vermenge, liegt daran, dass die Synthesizer an gleicher Stelle gefertigt werden und auch sonst viele Parallelen aufweisen. Die wesentlichen Unterschiede liegen zumeist in den Oszillatoren, vor allem aber den eingesetzten Filtern.</p>
<figure id="attachment_2290" aria-describedby="caption-attachment-2290" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2290" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-Tom-Oberheim.jpg" alt="Oberheim TEO-5 Synthesizer Tom" width="1024" height="661" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-Tom-Oberheim.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-Tom-Oberheim-300x194.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-Tom-Oberheim-768x496.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-2290" class="wp-caption-text">TEO-5 und sein Schöpfer Tom Oberheim (Bild: Oberheim)</figcaption></figure>
<h2>Der Zwillingsbruder des Sequential Take 5</h2>
<p>Der Oberheim TEO-5 kommt im gleichen handlichen Format wie der Sequential Take 5. Verpackt in ein schwarz lackiertes, etwa 7,7 kg schweres, robustes Metallgehäuse mit den OB-typischen blauen Streifen, kombiniert mit schwarzen Seitenteilen, einer anschlagsdynamischen und splitbaren Fatar-Klaviatur mit 44 leicht gewichteten Tasten und Channel-Aftertouch sowie jeder Menge Regler, Tasten und kleinem OLED-Display. Bereits optisch ist der TEO-5 ein Leckerbissen.</p>
<h2>Klangerzeugung des Oberheim TEO-5</h2>
<p>Der TEO-5 greift im Oszillatorbereich auf SSI2130-Chips zurück, die sich auch im Take 5 finden, nicht jedoch im Oberheim OB-6 und Oberheim OB-X8. Sie bieten je drei gleichzeitig selektierbare Wellenformen (Dreieck, Sägezahn, variables Rechteck). Hinzu kommt ein Suboszillator, der ein Rechteck mit einer Oktave unterhalb von VCO 1 liefert. Beide Oszillatoren können in Halbtönen über einen weiten Bereich gestimmt werden. Dazu lässt sich VCO 2 fein verstimmen. Die Oszillatoren lassen sich ferner synchronisieren, über Kreuz modulieren, einzeln von der Tastatursteuerung entkoppeln und unabhängig in der Portamento-Zeit justieren. Diese Signale nebst Rauschgenerator werden in einem Mischpult vor dem Filter über die Bedienelemente zugeschaltet beziehungsweise über das Menü gepegelt.</p>
<p>Das folgende, diskret aufgebaute Multimodefilter ist eine Variante des State Variable Filters aus dem SEM. Es bietet eine Flankensteilheit von 12 dB/Oktave mit regelbarer Resonanz, die die Selbstoszillation nicht erreicht. Die Filtercharakteristik ist stufenlos zwischen Tief- nach Hochpass überblendbar. Je nach Einstellung kann die Reglermitte dabei ein Kerb- oder Bandpassfilter liefern. Dazu ist es möglich, VCO 2 am Filter vorbeizuführen.</p>
<figure id="attachment_2293" aria-describedby="caption-attachment-2293" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2293" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-rear.png" alt="Oberheim TEO-5 Synthesizer rear" width="1024" height="177" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-rear.png 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-rear-300x52.png 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-rear-768x133.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-2293" class="wp-caption-text">Die Anschlüsse des Oberheim TEO-5 (Bild: Oberheim)</figcaption></figure>
<p>Anders als im Sequential Take-5 gibt es im Oberheim TEO-5 keine dedizierte VCA-Schaltung mehr. Sie wird per Software auf digitaler Ebene umgesetzt. Auch die drei Effekte wurde digital umgesetzt. Hier findet man einen durchaus ansprechend klingenden Overdrive, einen variablen Effekt mit einer Auswahl zwischen zwölf Algorithmen (Delays, Modulationseffekte, Distortion, Hochpassfilter, Leslie, LoFi), die eher einfach über drei Regler editierbar sind und als Abschluss einen dedizierten Nachhall, ehe das Signal zum unsymmetrischen Stereoausgang und die Kopfhörerbuchse geführt wird. Apropos Schnittstellen: Der TEO-5 bietet zwei Pedal-/Schalteranschlüsse, das obligatorische MIDI-Trio, USB (Class Compliant) und ein integriertes Netzteil. Auf einen Audioeingang hat der Hersteller verzichtet.</p>
<h2>Modulatoren</h2>
<p>Modulationen gibt es in üppiger Form: Bereit stehen ein globaler und ein stimmenbezogener LFO mit variablen Wellenformen und Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 500 Hz. Hinzu kommen zwei loopbare DADSR-Hüllkurven, die zunächst Filter und VCA zugewiesen sind. Als weiteren Behelf gibt es eine einfach Gate-Hüllkurve für den VCA. Die Besonderheit gegenüber dem Oberheim OB-8X oder dem Sequential Prophet 5 ist aber die Verfügbarkeit einer Modulationsmatrix mit 19 Slots (16 davon frei zuweisbar), in der man aus 19 Quellen und 64 Zielen wählen kann, Parallelzuweisungen und Verknüpfungen von Audioklangquellen inklusive. Es ist sogar möglich, die Modulationsintensitäten selbst zu modulieren.</p>
<h2>TEO-5 in der Praxis</h2>
<p>Der Oberheim TEO-5 ist ein Synthesizer mit einem vorbildlich strukturierten und übersichtlichem Bedienfeld. Der Zugriff auf die wichtigsten Elemente der subtraktiven Klangerzeugung ist überwiegend über griffige Bedienelemente gegeben, sodass die Klangformung jederzeit möglich ist. Lediglich einige Parameter spart das Layout ein. Diese lassen sich über das Menü des kleinen Displays erreichen. Sie sind aber teils auch per Kurzbefehl über die Regler erreichbar, etwa die Pegel im Mischpult. Auch die Zuweisung der Modulationsverknüpfungen ist recht elegant durch Tastenkombinationen gelöst.</p>
<p>Das Display ermöglicht zudem eine sinnvolle Orientierung und Benennung der Klänge, für die 512 Speicher vorgesehen sind, 256 davon Presets. Wer die Editierung und Klangdatenverwaltung am Rechner vornehmen möchte, erhält für knapp 70 US$ einen passenden Software-Editor auf der Hersteller-Webseite.</p>
<figure id="attachment_2294" aria-describedby="caption-attachment-2294" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2294" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-SEM.jpg" alt="Oberheim TEO-5 Synthesizer SEM" width="1024" height="662" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-SEM.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-SEM-300x194.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-SEM-768x497.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-2294" class="wp-caption-text">TEO-5 im Studio (Bild: Oberheim)</figcaption></figure>
<p>Vorbildlich einfach ist der Step-Sequencer, den man aus nahezu allen neueren Instrumenten von Sequential kennt. Knopf drücken, nacheinander die mono- oder polyphonen Schritte über das Keyboard bis zu 64 Steps mitsamt Pausen und Notenverlängerungen einspielen und auf einen weiteren Tastendruck losrattern lassen. Genial einfach!</p>
<p>Der ergänzende Arpeggiator arbeitet monophon und bietet fünf Betriebsarten. Neben gängigen Parametern wie den Oktavbereich gibt es hier die spannend Möglichkeit, bis zu drei Schrittwiederholungen pro Note zu nutzen. Die Einstellungen beider Spielhilfen werden mit dem Klangprogramm gespeichert. Dazu lassen sich die Noten wahlweise über MIDI übertragen, um externe Geräte zu steuern oder die Muster aufzuzeichnen. Das Tempo lässt sich intern, über MIDI-Clock oder per Tap-Tempo-Taste vorgeben. Apropos Tempo: Eine variable Temposynchronität findet man ebenfalls bei den LFOs und den Verzögerungszeiten des Delay-Effektes.</p>
<p>Zu den weiteren Funktionen gehören ein konfigurierbarer Unisono-Modus mit Akkordspeicher, ein Vintage-Parameter, der auf Stimmenbasis leichte Parameterschwankungen ergänzt und somit für zusätzliches Leben sorgen soll. Praktisch ist auch das mögliche Aufteilen der Klaviatur. Dabei kann man nicht etwa zwei unterschiedliche Klänge spielen, sondern in unterschiedlichen Oktavlagen und so Bässe links und das Solo auf der rechten Seite spielen. Zu guter Letzt bietet der Oberheim TEO-5 auch eine Unterstützung für unterschiedlichste Skalen.</p>
<h2>Was mir weniger gefällt</h2>
<p>Die wichtigste Einschränkung des Oberheim TEO-5 ist seine begrenzte Polyphonie. Mutmaßlich will Oberheim vorrangig Kunden adressieren, die sich die kostspieligeren Instrumente nicht leisten können und Spaß am Kompaktformat haben. Ich selbst sehe allerdings durchaus Potential für professionelle Anwender, die für eine höhere Polyphonie durchaus einen Aufpreis zahlen würden. Die Klangerzeugung grenzt sich hinreichend vom OB-6 und OB-X8 ab. Auch finde ich die Herstellerentscheidung nicht unbedingt sinnvoll, bestimmte Regler der Basisklangerzeugung in das Menü zu verbannen, während die Effektsektion mit zehn Reglern aufwartet. Entsprechend stelle ich fest: Ich hätte deutliches Interesse an einer aufgebohrten, größeren Version dieses Synthesizers!</p>
<figure id="attachment_2292" aria-describedby="caption-attachment-2292" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2292" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-front.jpg" alt="Oberheim TEO-5 Synthesizer front" width="1024" height="382" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-front.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-front-300x112.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-front-768x287.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-2292" class="wp-caption-text">Kompakte Maße und 44er-Tastatur (Bild: Oberheim)</figcaption></figure>
<h2>Klang des Oberheim TEO-5</h2>
<p>Klanglich überzeugt mich der Oberheim TEO-5 auf ganzer Linie, solange man keine authentische Replik eines alten Oberheim-Originals erwartet. Mit anderen Worten erwirbt man hier keine Kompaktversion des Oberheim OB-X8, sondern einen eigenständigen Klangerzeuger, der aufgrund seines Filters eine Nähe zur SEM- und OB-Familie hat. Auch der Oberheim OB-6 klingt im Direktvergleich anders. Der TEO-5 hat eben seinen eigenen Charakter und das ist gut so!</p>
<p>Flächen, Bläser, Streicher, Bässe, Lead- und Sync-Sounds, Stabs und Hooks gelingen ihm ebenso gut wie Effekte. Und mit dem konfigurierbaren Unisono-Modus kann man den Druck sogar noch variabel erhöhen – der Oberheim TEO-5 ist entsprechend auch ein erstklassiger Mono-Synth, dazu mit wählbarer Notenpriorität. Imitate von akustischen Instrumenten sind erwartungsgemäß nicht sein Metier.</p>
<p>Das Filter klingt herrlich prägnant und verliert auch bei hoher Resonanz nicht an Druck. Einzig der Kerbfiltermodus (Notch) gefällt mir weniger. Die Modulationen erweitern das Klangspektrum der grundsätzlich eher geradlinigen Architektur signifikant, sodass man mit dem Oberheim TEO-5 lange Spaß haben dürfte. Durch schnelle Modulationen lassen sich geräuschhafte und metallische Klangfarben wie AM und FM erzeugen aber auch ungewöhnliche Sounds durch multiple Modulationen.</p>
<figure id="attachment_2289" aria-describedby="caption-attachment-2289" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2289" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-stage.jpg" alt="Oberheim TEO-5 Synthesizer stage" width="1024" height="483" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-stage.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-stage-300x142.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/11/Oberheim-TEO-5-analog-Synthesizer-stage-768x362.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-2289" class="wp-caption-text">Der kompakte TEO-5 eignet sich gut als Bühneninstrument (Bild: Oberheim)</figcaption></figure>
<p>Die digitale Umsetzung der Modulatoren und des VCAs empfinde ich nicht als Nachteil im Vergleich zu anderen aktuellen Geräten. Vermutlich hätte man mit analogen Chips Hüllkurven und LFOs etwas mehr Perkussivität hinzugewonnen, dafür aber auch an Flexibilität sparen müssen. Der TEO-5 ist aber durchaus in der Lage knackige Sequenzen und perkussive Klänge zu generieren. Die Effektsektion ist von anderen Sequential-Modellen bekannt. Sie wertet die Klangerzeugung aufgrund der dichten Integration und möglichen Modulierbarkeit durchaus auf. Andererseits kann man sie nicht gegen hochwertige Peripherie ins Rennen schicken.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Oberheim TEO-5 entpuppt sich als exzellent klingender und famos bedienbarer, polyphoner Synthesizer, der das Erbe von Oberheim in modernisierter Form und mit interessanten Neuerungen in ein schmuckes Kompaktformat portiert. Zugegeben ist die Klaviatur mit 44 Tasten und Spielhilfen sowie die knappe Polyphonie sicher nicht jedermanns Sache – eine echte Alternative gibt es derzeit jedoch nicht. Mit einem Preis von unter 1.700 Euro liegt der Oberheim TEO-5 gleichauf mit dem Sequential Take 5 und fällt signifikant günstiger als der Oberheim OB-6 aus. Durch seinen eigenständigen Klang grenzt er sich von der Konkurrenz ab und schlägt eine interessante Brücke zwischen typischen Oberheim-Elementen und erweiterter Funktionalität im Modulationsbereich. Für mich ist der Oberheim TEO-5 definitiv eines der Highlights des Jahres 2024.</p>
<p><strong>Technische Daten</strong><br />
polyphoner Analogsynthesizer mit 44-Tasten-Klaviatur<br />
5 Stimmen mit 2 VCOs, Suboszillator und SEM-Multimodefilter<br />
Modulationsmatrix mit 19 Slots<br />
dreifache Effektsektion<br />
Arpeggiator/Step-Sequenzer<br />
256 Presets, 256 Nutzerspeicher</p>
<p><strong>Vorteile</strong><br />
+ überzeugender Klang<br />
+ flexibles State-Variable-Filter<br />
+ Modulationsmatrix<br />
+ kompaktes Format<br />
+ integriertes Netzteil</p>
<p><strong>Nachteile</strong><br />
&#8211; nur 5 Stimmen<br />
&#8211; fehlende wichtige Bedienelemente zugunsten üppiger Effektsteuerung</p>
<p><a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Oberheim-TEO-5/art-SYN0008969-000" target="_blank" rel="noopener">Oberheim TEO-5 bei MUSIC STORE professional</a></p>
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