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	<title>Henrik Bruns, Autor bei KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</title>
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		<title>Test: Casio AP-300 – Homepiano</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henrik Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2025 06:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Piano]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Casio]]></category>
		<category><![CDATA[Piano]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Casio AP-300 wird die Celviano-Reihe der klassischen Homepianos des japanischen Herstellers preislich nach unten abgerundet. Im wertigen Look der teureren Modelle bietet es einen erstklassigen Flügelklang, eine sehr gute Tastatur und ein ordentliches Wiedergabesystem. Casio AP-300 &#8211; wertig und zurückhaltend Das AP-300 ist das aktuelle Einsteigermodell innerhalb der hauseigenen „Celviano Classic Line“. Vom [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/tests/test-casio-ap-300-homepiano/">Test: Casio AP-300 – Homepiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Casio AP-300 wird die Celviano-Reihe der klassischen Homepianos des japanischen Herstellers preislich nach unten abgerundet. Im wertigen Look der teureren Modelle bietet es einen erstklassigen Flügelklang, eine sehr gute Tastatur und ein ordentliches Wiedergabesystem.</strong></p>
<h2>Casio AP-300 &#8211; wertig und zurückhaltend</h2>
<p>Das AP-300 ist das aktuelle Einsteigermodell innerhalb der hauseigenen „Celviano Classic Line“. Vom teureren Modell AP-550 unterscheidet es sich optisch kaum, und es bietet die gleiche gute Verarbeitung: Auch das AP-300 besitzt eine hohe, fast geschlossene Rückwand sowie Frontbeine. Es gibt den aus der Serie bekannten hölzernen Tastatur-Slider mit Softclose-Funktion, in dessen Mitte eine Messingstrebe verbaut ist. Die messingfarbene Pedalerie ist flügeltypisch geformt, das Notenpult aus Holz auf dem Pianodach ist abnehmbar und wird hinter einer Halteschiene für Notenblätter eingesteckt.</p>
<p>Highlight ist der klappbare Klavierdeckel, bis dato eine Spezialität nur von Casios höherwertigen Celviano-Homepianos: Durch eine geschickte Platzierung der Lautsprecher im Gehäuse bringt das Hoch- und Herunterklappen des Deckels tatsächlich eine akustische Veränderung im Gesamtklang mit sich – in Anlehnung an einen offenen und gedeckten Klaviersound beim Originalinstrument. Das AP-300 bringt 47 Kilogramm auf die Waage. Zum Testzeitpunkt ist es in den Ausführungen schwarz, weiß und dunkelbraun erhältlich.</p>
<figure id="attachment_4985" aria-describedby="caption-attachment-4985" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-4985" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Pedale_Henrik-Bruns.jpg" alt="Casio AP-300 Homepiano pedal" width="1920" height="1337" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Pedale_Henrik-Bruns.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Pedale_Henrik-Bruns-300x209.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Pedale_Henrik-Bruns-1024x713.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Pedale_Henrik-Bruns-768x535.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Pedale_Henrik-Bruns-1536x1070.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-4985" class="wp-caption-text">Die Pedalerie nach Vorbild eines Flügels. Dämpfer- und Leise-Pedal erkennen jeweils zwei Drucktiefen. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Die Digitalpiano-Qualitäten</h2>
<p>Das Casio AP-300 besitzt einen hochauflösenden Hauptklang auf Basis eines gesampelten Flügelsounds mit Steinway-Charakteristik. Der Sound ist in den drei Varianten „Grand Piano Concert“, „Grand Piano Bright“ und „Grand Piano Mellow“ vertreten, außerdem gibt es drei zusätzliche Versionen namens „Rock-“, „Jazz-“ sowie „Ballad Piano“ – die Auswahl bedient also verschiedene musikalische Genres.</p>
<p>Das realistische Basis-Sample erklingt über den gesamten Tastaturumfang sauber und ohne Sample-Sprünge, reagiert ausgesprochen dynamisch und ist auch im Ausklang gelungen. Ein Highlight der 192-stimmig polyfonen Klangerzeugung, die der Hersteller „Multi-Dimensional Morphing AiR“ nennt, sind aber auch die virtuell einstellbaren Saitenresonanzen, Dämpfer- und Tastengeräusche der Pianoklänge. Für die entsprechenden Klangparameter gibt es im AP-300 das Menü „Akustiksimulator“. Damit lassen sich alle drei Flügelklänge in weiteren Details an den persönlichen Geschmack anpassen. Mit dabei ist zudem der Parameter „Lid“, der die Position des Flügeldeckels von gedeckt bis offen virtuell simuliert. In Kombination mit dem Auf- und Zuklappen des echten AP-300-Deckels können Spielerinnen und Spieler also noch weitere Klangnuancen herauskitzeln.</p>
<h2>Die Tastatur des Casio AP-300</h2>
<p>Als Tastatur kommt im AP-300 Casios „Smart Scaled <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/hammermechanik-bei-tasteninstrumenten/" target="_blank" rel="noopener">Hammer Action</a> Keyboard“ zum Einsatz, das auch bei den Portable Pianos Privia PX-S1100 und -S3100 verwendet wird. Diese Kunststoff-Tastatur ist angenehm schwer gewichtet. Unterschiedliche Gewichtszonen simuliert Casio dabei vor allem über eine digitale Steuerungstechnologie.</p>
<p>Die Hämmer, die im hinteren Bereich unter den Tasten liegen, spürt man beim Spielen deutlich. Die Decklagen der schwarzen wie auch weißen Tasten besitzen eine deutlich fühlbare Textur, sind dadurch griffig und rutschfest. Die Repetition ist gut, und die Klaviatur lässt ein ausdrucksvolles, dynamisches Spiel der Flügelklänge zu. Sehr gut in dieser Preisklasse: Es stehen gleich fünf Dynamikkurven zur Auswahl, um seinen Wohlfühlanschlag zu finden.</p>
<p>Das eingebaute Wiedergabesystem arbeitet mit zwei Zwölf-Zentimeter-Lautsprechern, die nach oben und unten abstrahlen. Die Verstärkung von zweimal 20 Watt sorgt für einen recht kräftigen, vergleichsweise linearen und direkten Gesamtsound, der auch in hoher Lautstärke sauber und angenehm bleibt.</p>
<figure id="attachment_4988" aria-describedby="caption-attachment-4988" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-4988" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Deckel_Henrik-Bruns.jpg" alt="Casio AP-300 Homepiano deckel" width="1920" height="1441" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Deckel_Henrik-Bruns.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Deckel_Henrik-Bruns-300x225.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Deckel_Henrik-Bruns-1024x769.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Deckel_Henrik-Bruns-768x576.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Deckel_Henrik-Bruns-1536x1153.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-4988" class="wp-caption-text">Bei hochgeklapptem Tastaturdeckel klingt das AP-300 tatsächlich brillanter – ein rein akustisches Feature. Zusätzlich gibt es im Edit-Menü noch einen virtuellen Lid-Parameter. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Sinnvolle Klangauswahl</h2>
<p>Da sich das AP-300 als Preiswert-Modell bei der Ausstattung auf das Wesentliche konzentriert, ist die restliche Klangauswahl überschaubar. Neben den sechs akustischen Pianoklängen gibt es 13 weitere Sounds: Vier E-Piano, darunter Fender Rhodes, Wurlitzers und DX7-E-Piano; vier Orgelklänge inklusive großer Kirchenorgel und cleaner Hammond B3; Cembalo und Vibrafon, zweimal Strings und schließlich einen realistischen Kontrabass. Eine sinnvolle Auswahl in guter Qualität.</p>
<p>Für einen Layer-Sound darf man zwei beliebige Klänge übereinander schichten und individuelle Lautstärken für Upper 1 und 2 einstellen. Als Lower-Sound, also im Split, ist links ausschließlich der Kontrabass nutzbar. Immerhin lassen sich die Split- und Layer-Funktionen gleichzeitig einschalten.</p>
<p>Für zwei Spieler beziehungsweise die Schüler-und-Lehrer-Situation bietet das AP-300 noch die „Duett“-Funktion, die die Tastatur in zwei autarke Hälften mit dem Flügelsound in gleicher Lage unterteilt. Dazu offeriert das Homepiano gleich zwei Standardklinken-Kopfhörerbuchsen.</p>
<p>An integrierten Master-Effekten hat das AP-300 einen Reverb mit acht Hall-Typen von „Room“ bis „Stadium“ und einen Chorus mit vier Typen, darunter auch ein Flanger, an Bord. An der Effektqualität gibt es nichts auszusetzen. Eine Brillanz-Einstellung schlummert ebenfalls noch mit im Menü.</p>
<figure id="attachment_4987" aria-describedby="caption-attachment-4987" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-4987" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Bedienfeld_Henrik-Bruns.jpg" alt="Casio AP-300 Homepiano bedien" width="1920" height="1455" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Bedienfeld_Henrik-Bruns.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Bedienfeld_Henrik-Bruns-300x227.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Bedienfeld_Henrik-Bruns-1024x776.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Bedienfeld_Henrik-Bruns-768x582.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_Bedienfeld_Henrik-Bruns-1536x1164.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-4987" class="wp-caption-text">Statt Buttons gibt es am AP-300 ein kleines Sensor-Bedienfeld. Dessen Beleuchtung schaltet sich, je nach Einstellung, nach spätestens zwei Minuten automatisch wieder aus, wenn man es gerade nicht benutzt. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Besser bedienbar über „Music Space“</h2>
<p>Wie schon bei den teureren Modellen der aktuellen AP-Serie verzichtet Casio auch beim AP-300 auf eine Display-basierte Bedienung. Während sich auf der rechten Instrumentenseite lediglich der On/Off-Schalter mit LED-Lichtring und der Volume-Drehregler befinden, liegt links neben der Tastatur ein kleines Bedienfeld mit Sensor-Tippfeldern. Sichtbar wird es erst, nachdem man durch einmaliges Tippen die Hintergrundbeleuchtung aktiviert hat – die nach kurzer Zeit bei Nichtverwendung der Tippfelder wieder erlischt. Die Anmutung des Pianos soll also möglichst wenig durch ins Auge springende digitale Elemente gestört werden, so die Idee dahinter.</p>
<p>Dass darunter der Bedienkomfort am Piano selbst leidet, wird deshalb in Kauf genommen, weil das AP-300 kompatibel zur App „Casio Music Space“ ist und sich damit über ein Tablet oder auch ein Smartphone fernbedienen lässt. Über das instrumenteneigene Bedienfeld muss man nämlich fast immer bei gedrückt gehaltenen Sensortastern bestimmte Tasten der Klaviatur als zusätzliche Schalter benutzen, um Sounds anzuwählen, Split und Layer einzustellen oder Parameter zu verändern. Hinter der Tastatur zeigen dezent aufgedruckte Beschriftungen zumindest an, auf welchen Klang eine Klaviertaste umschaltet, was sehr hilfreich ist.</p>
<h2>Der Komfort der App</h2>
<p>Mit der App auf einem Tablet am Notenpult macht das AP-300 aber erst richtig Spaß. Die Tastaturklänge Upper 1 und 2 sowie Lower sind hier auf jeweils einer Page der App ebenso übersichtlich im Blick wie alle Akustiksimulator-Parameter, Metronom-Einstellungen und vieles mehr.</p>
<p>Während das Piano selbst eine integrierte Musikbibliothek mit 60 klassischen Soloklavierstücken im MIDI-Format besitzt, die für linke und rechte Hand getrennt geübt werden können, steuert &#8222;Music Space&#8220; noch Piano-Roll- sowie Notendarstellung bei. Außerdem ergänzt die App noch weitere Übungsstücke und Klavieretüden.</p>
<p>Ebenso greift sie auf die Audio-Songbibliothek des Tablets zu und spielt WAV-Dateien sowie MP3s ab, die dann über die Piano-Lautsprecher wiedergegeben werden. Auch Audio-Songs können dabei zu Übungszwecken langsamer wiedergeben werden.</p>
<p>Für die kabellose Tablet-Anbindung legt Casio dem AP-300 den Bluetooth-Adapter WU-BT10 bei. Er belegt dann den einzigen USB-to-Device-Anschluss des Instruments. Nachteilig wirkt sich dies auf das Feature aus, das eigene Spiel auf dem Piano als Audio-Song aufzunehmen: Eine solche Aufnahme im WAV-Format kann man nämlich nur direkt auf einem USB-Stick aufzeichnen, da das Piano selbst keinen internen Speicher für Audio-Daten besitzt. Für eine Audio-Aufnahme muss man also den WU-BT10 wieder ab- und einen USB-Speicherstick anstöpseln. Die Bedienung der Aufnahmefunktion erfolgt dann am AP-300 selbst.</p>
<figure id="attachment_4986" aria-describedby="caption-attachment-4986" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4986" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_weiss-mit-Tablet_Casio.jpg" alt="Casio AP-300 Homepiano app" width="1920" height="1277" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_weiss-mit-Tablet_Casio.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_weiss-mit-Tablet_Casio-300x200.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_weiss-mit-Tablet_Casio-1024x681.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_weiss-mit-Tablet_Casio-768x511.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/08/Casio_AP-300_weiss-mit-Tablet_Casio-1536x1022.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-4986" class="wp-caption-text">Mit der App „Casio Music Space“ auf einem Tablet, das via Bluetooth-Adapter (MIDI und Audio) kabellos andockt, lässt sich das AP-300 – hier die weiße Version – höchst komfortabel bedienen. (Bild: Casio)</figcaption></figure>

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<h2>Fazit:</h2>
<p>Als Einstiegsmodell indie klassische Celviano-Instrumentenfamilie überzeugt das Casio AP-300 voll und ganz. Zu einem erschwinglichen Preis erhält man ein Homepiano, das sich weder bei der Qualität des Flügelsounds und der Tastatur, noch beim Gesamtsound über das eingebaute Wiedergabesystem oder in Sachen Verarbeitung und wertigem Look verstecken muss. Darüber hinaus gibt es Individuelles wie den klappbaren Klavierdeckel und die „Akustiksimulator“-Einstellungen, eine gelungene App-Anbindung sowie verschiedene Übungsfunktionen. Über die wenigen kleinen Unstimmigkeiten blickt man da gerne hinweg.</p>
		</div>
					</div>

	

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				<div class="col-inner"  >
			
			
<p><span data-text-color="success"><strong>Pro</strong></span></p>
<ul>
<li class="bullet-checkmark">durchweg sehr gute Digitalpiano-Qualitäten</li>
<li class="bullet-checkmark">Klangtuning über „Akustiksimulator“-Menü</li>
<li class="bullet-checkmark">wertiges, modernes Design</li>
<li class="bullet-checkmark">klappbarer Klavierdeckel</li>
<li class="bullet-checkmark">Übungsfunktionen</li>
<li class="bullet-checkmark">kompatibel mit App „Casio Music Space“</li>
<li class="bullet-checkmark">Preis/Leistungs-Verhältnis</li>
</ul>
		</div>
				
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				<div class="col-inner"  >
			
			
<p><span data-text-color="alert"><strong>Contra</strong></span></p>
<ul>
<li class="bullet-cross">Bluetooth-Adapter belegt Speicherstick-Anschluss</li>
<li class="bullet-cross">Bedienung ohne Tablet umständlich</li>
</ul>
		</div>
				
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<p>Link zur Herstellerseite: <a href="https://www.casio.com/de/electronic-musical-instruments/product.AP-300BK/" target="_blank" rel="noopener">Casio</a></p>
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								<img loading="lazy" decoding="async" width="456" height="304" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/11/Casio-MT-41-2_1024-456x304.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Casio MT 41 Keyboard im Reggae" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/11/Casio-MT-41-2_1024-456x304.jpg 456w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/11/Casio-MT-41-2_1024-768x512.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/11/Casio-MT-41-2_1024-300x200.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/11/Casio-MT-41-2_1024.jpg 1024w" sizes="(max-width: 456px) 88vw, 456px" />							</a>
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							<a href="https://www.keyboards.de/tests/test-casio-ap-300-homepiano/" class="plain" aria-label="Test: Casio AP-300 – Homepiano">
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						<a href="https://www.keyboards.de/tests/test-casio-ap-300-homepiano/" class="plain">Test: Casio AP-300 – Homepiano</a>
					</h5>
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						Mit dem Casio AP-300 wird die Celviano-Reihe der klassischen Homepianos des japanischen Herstellers preislich nach [...]					</p>
					                    
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					</h5>
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						Casio RZ-1 &#8211; Eine Drummachine mit Kultstatus Als Casio 1986 die RZ-1 veröffentlichte, konnte niemand [...]					</p>
					                    
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/tests/test-casio-ap-300-homepiano/">Test: Casio AP-300 – Homepiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Test: Clavia Nord Piano 6 – Stagepiano</title>
		<link>https://www.keyboards.de/equipment/test-clavia-nord-piano-6-stagepiano/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrik Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2025 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Keyboards]]></category>
		<category><![CDATA[Stagepiano]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.keyboards.de/?p=3170</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Clavia Nord Piano 6 bringt mit einem umgestalteten Bedienfeld und Ausstattungsfeatures à la Nord Grand 2 frischen Wind in die Nord-Piano-Serie. Ansonsten setzt es auf allerlei Bewährtes aus dem Vorgängermodell. Clavia Nord Piano 6 &#8211; zwei Versionen Das Nord Piano 6 bietet Clavia in zwei Versionen mit 73 oder 88 Tasten an. In beiden [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-clavia-nord-piano-6-stagepiano/">Test: Clavia Nord Piano 6 – Stagepiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Clavia Nord Piano 6 bringt mit einem umgestalteten Bedienfeld und Ausstattungsfeatures à la Nord Grand 2 frischen Wind in die Nord-Piano-Serie. Ansonsten setzt es auf allerlei Bewährtes aus dem Vorgängermodell.</strong></p>
<h2>Clavia Nord Piano 6 &#8211; zwei Versionen</h2>
<p>Das Nord Piano 6 bietet Clavia in zwei Versionen mit 73 oder 88 Tasten an. In beiden Fällen kommt eine gewichtete Drei-Sensoren-Tastatur mit Hammermechanik von Fatar zum Einsatz. Zu Preisen von derzeit knapp 3.700 Euro für die 88er- und 3.300 Euro für die 73er-Version sind die beiden Stagepianos klar in der Oberklasse angesiedelt.</p>
<p>Wie im Nord Piano 5 gibt es im 6er getrennte Klangerzeugungen für Piano (Polyfonie: 120 Stimmen) und Synthesizer (44 Stimmen), die jeweils auf Sample-Basis arbeiten. Pro Sektion arbeiten zwei unabhängige Engines, sodass maximal zwei „Piano“- und zwei „Sample Synth“-Sounds in einem Klangprogramm – „Program“ genannt – erklingen können.</p>
<p>Der wesentliche Unterschied zu Stagepianos anderer Hersteller: Das Nord Piano 6 besitzt für seine beiden Dual-Soundengines zwei getrennte Flash-Speicher, die mit Multisamples aus zwei Klangbibliotheken von Clavia gefüttert werden – ein offenes System also. Wie am Vorgänger stehen für Klänge aus der Nord Piano Library zwei Gigabyte an Speicherplatz zur Verfügung, für Sounds aus der Nord Sample Library ist es bei einem Gigabyte Speicher geblieben.</p>
<p>Dreh- und Angelpunkt bei der Soundbestückung ist die kostenlose Software Nord Sound Manager für Windows und Mac OS. Wichtig für Umsteiger: Für das Nord Piano 6 können damit auch Klangprogramme vom Nord Piano 5 sowie vom Nord Grand 2 konvertiert und dann geladen werden. Über die ebenfalls kostenfreie Software Nord Sample Editor bietet Clavia weiterhin die Aufzeichnung und das Mapping eigener Samples an.</p>
<figure id="attachment_3174" aria-describedby="caption-attachment-3174" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3174" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Display.jpg" alt="Clavia Nord Piano 6 Stagepiano display" width="1920" height="1155" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Display.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Display-300x180.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Display-1024x616.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Display-768x462.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Display-1536x924.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-3174" class="wp-caption-text">In einem Program lassen sich bis zu vier Layer – zwei aus der Piano- und zwei aus der Synth-Sektion – über die Tastatur verteilen. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Wirklich solide Hardware</h2>
<p>Clavias Instrumente für die Bühne sind stets sehr solide verarbeitet und von Holz und Metall umhüllt. Das Nord Piano des schwedischen Herstellers macht da auch in seiner sechsten Auflage keine Ausnahme und folgt zudem der markanten rot-schwarzen Optik aller Nord-Bühnenkeyboards.</p>
<p>Eine Beschriftung über dem Bedienfeld gibt Überblick über die Anschlüsse auf der Gehäuserückseite, die so auch von vorne zugeordnet werden können und sogar recht gut erreichbar sind.</p>
<p>Worauf Clavia am Nord Piano weiterhin verzichtet, sind symmetrische und Einzelausgänge. Für Fußpedale und -schalter gibt es mittlerweile vier Buchsen, von denen eine direkt nach dem Entpacken des Instruments belegt werden kann: Im Lieferumfang enthalten ist das sehr gute Nord Triple Pedal 2, das sonst als Zubehör für knapp 350 Euro verkauft wird. Das Dreifach-Pedal kommt mit einer Anti-Rutsch-Gummimatte, die sich daran befestigen lässt. Es unterstützt auch einige Controller-Pedal-Funktionen.</p>
<p>Neben MIDI-Out und -In ist weiterhin nur eine USB-B-Buchse für den Computeranschluss vorhanden. Die Datensicherung oder der Import über USB-to-Device ist also nicht möglich. Der Monitor-in, Stereo-Miniklinke, ist für das Einschleifen von Audio-Songs von mobilen Zuspielern gedacht.</p>
<p>Optional wird das Lautsprechersystem Nord Piano Monitor angeboten. Anders, als es der Name suggeriert, belegt es die Stereo-Ausgänge. Die aktiven Nahfeld-Monitorboxen, die im Handel derzeit um die 600 Euro kosten, lassen sich direkt über Halterungen am Nord Piano befestigen.</p>
<h2>Das neue Bedienfeld des Clavia Nord Piano 6</h2>
<p>Clavia hat die Benutzeroberfläche des Nord Piano umkonzipiert, um eine bessere Übersicht und ein schnelleres Handling für Spielerinnen und Spieler hinzubekommen. Größtenteils entspricht sie jetzt der des Nord Grand 2.</p>
<p>Markant sind neue Level-Slider mit Status-LED-Ketten für die vier Tastatursounds: je zwei für Piano-Layer A und B sowie Sample-Synth-Layer A und B. Pro Layer gibt’s zusätzlich einen eigenen On/off-Button mit eigener Keyboard-Zone-Anzeige – eine deutliche Aufwertung gegenüber dem Vorgänger.</p>
<p>Auch die neue Anordnung der Hüllkurvenregler für den Synth und der Bedienelemente für die Effekte ist gelungen. Und insgesamt gibt es mehr Platz zwischen Tastern und Reglern, denn die Bedienfläche wurde um gut neun Zentimeter verlängert. Auch Nord-Piano-erfahrene Spielerinnen und Spieler dürften da schon nach kurzer Eingewöhnung fragen: „Warum nicht gleich so?“</p>
<p>Darüber hinaus empfinde ich das neue Bedienfeld am Piano 6 sogar als übersichtlicher und komfortabler als das des Grand 2, das auf seiner angeschrägten Benutzeroberfläche mit kürzeren Regelwegen der Slider und beengteren Platzverhältnissen auskommen muss.</p>
<figure id="attachment_3177" aria-describedby="caption-attachment-3177" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3177" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Piano-SampleSynth.jpg" alt="Clavia Nord Piano 6 Stagepiano sample synth" width="1920" height="884" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Piano-SampleSynth.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Piano-SampleSynth-300x138.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Piano-SampleSynth-1024x471.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Piano-SampleSynth-768x354.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Piano-SampleSynth-1536x707.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-3177" class="wp-caption-text">Das Nord Piano 6 bietet pro Tastatursound einen Level-Fader sowie einen Button für On/Off beziehungsweise die Keyboard-Zoneneinstellung. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Stagepiano-Qualitäten</h2>
<p>Das Nord Piano 6 spielt sich wie der Vorgänger über eine gewichtete Tastatur mit Virtual Hammer Action Technology, wie Clavia die Hammersimulation nennt. Sie arbeitet mit drei Sensoren und lässt sich sehr präzise spielen, die Repetition ist ebenfalls gelungen.</p>
<p>Was die Tastatur nicht bietet, sind unterschiedlich gewichtete Zonen (graded Hammer), synthetische „Ebony/Ivory“-Decklagen (Oberflächentextur für mehr Griffigkeit) sowie ein Druckpunkt. Auch spielt sie sich vergleichsweise leichtgängig. Das hängt zusammen mit den lediglich drei angebotenen Anschlagdynamikkurven, die für mein Gefühl wenig dynmaischen Spielraum zwischen hartem und softem Anschlag liefern.</p>
<p>Was das Manual also an echtem Piano-Feeling vermissen lässt, kommt wiederum den synthetischen Klängen zugute: Spielt man ein Solo mit einem Lead-Sound, flutscht der geradezu über die Tasten. Auch mit dem aktuellen Nord Piano tun sich die Schweden also weiter schwer damit, über die Tastatur noch stärker in Richtung Klavier zu gehen.</p>
<p>Was wiederum das Sample-Library-gestützte Konzept angeht, kann das Nord Piano 6 aus dem Vollen schöpfen. Die Nord Piano Library umfasst Klänge von Instrumenten zahlreicher wichtiger Klavierbauer. Schon ab Werk werden ganz unterschiedliche Flügelklangfarben von Steinway („White Grand“), Yamaha („Royal-“, „Soft-“ und „Studio Grand“), Bösendorfer („Grand Imperial“) und Blüthner („Velvet Grand“) angeboten. Bei den Klavieren verbirgt sich hinter dem „Amber Upright“ ein Grotrian Steinweg, während für das „Felt Upright“ ein filzgedämpftes Yamaha SU-Modell Pate stand.</p>
<h2>Speichergröße bleibt das Nadelöhr</h2>
<p>Die Sounds der Nord Piano Library sind sehr gelungen, wenngleich nicht ganz ohne technische Schwächen. Die Dynamik stimmt zumeist, und sie lassen sich ausdrucksstark spielen. Den ein oder anderen Sprung zwischen den Samples gibt es aber durchaus. Die Samples klingen recht lange aus, enden aber hörbar in einer Loop-Phase.</p>
<p>Abgesehen von diesen Feinheiten überzeugt die Qualität fast durchgängig, und die große Stärke der Bibliothek liegt in ihrer Klangvielfalt. Dabei sind Eigenheiten der Originalflügel teils sehr charmant und mit Atmosphäre eingefangen worden.</p>
<p>Bei den akustischen Pianos ergänzt das mitgelieferte Triple-Pedal im Sustain ein dynamisch reagierendes Pedalgeräusch, dessen Intensität sich einstellen lässt. Außerdem werden Halbpedal-Spieltechniken unterstützt.</p>
<p>Aber, Nord-User kennen das Spiel: Alle Multisamples sind in den Speichergrößen S, M, L und XL verfügbar. Doch nur die XL-Versionen der Flügel bieten das aufwendigste Mapping sowie eine Saitenresonanz-Simulation über die gesamte Tastatur.</p>
<h2>Top-Sounds für Keyboarder</h2>
<p>Die XL-Flügel besitzen Speichergrößen um die 200 MB. Den Sample-Speicher im Instrument bekommt man mit zehn XL-Grands und -Uprights aber schon fast voll. Ab Werk liefert daher auch das Nord Piano 6 wieder einen ökonomischen Mix aus Multisamples verschiedener Qualitäten. Somit bleibt dann noch Platz in der Piano-Sektion für E-Pianos, Clavinets und Mallets.</p>
<p>Letztere Sounds aus der Library sind bekanntermaßen vom Feinsten. Die Rhodes-Klänge sind Multisamples verschiedener Mark-I-, -II- und -V-Varianten aus den 70ern sowie eines 1967er Sparkletop-Modells. Highlight-Sound ist das glockige, volle und ausgewogene „EP9 Stockholm“ mit 100 MB Samplegröße. Das Wurlitzer 200A ist mit zwei Grundsounds bedacht, ebenso gibt es tolle FM-E-Pianos, den Yamaha-CP80-E-Flügel und natürlich das Hohner Clavinet D6, alles durchweg sehr gelungen.</p>
<p>In den Speicher der „Sample Synth“-Engines des Nord Pianos lädt man wie gehabt die überzeugenden Klänge aus der Nord Sample Library. Sie umfasst sowohl Specials, darunter Sounds von allerlei analogen wie digitalen Synth-Klassikern und eine umfangreiche Sammlung von Mellotron- und Chamberlin-Klängen, als auch eine breite Auswahl an realistischen Streichern, Chören und Bläsern oder Gitarren und Bässen.</p>
<p>Auffällig und wohl einzigartig im Stagepiano-Segment: Der Hersteller vermeidet es weiterhin tunlichst, in den Bibliotheken für das Nord Piano auch nur ein einziges Multisample eines Hammond-B3-Sounds anzubieten. Eine strikte Grenzziehung also zum Nord Electro und Stage mit ihren virtuellen Tonewheels, auch wenn denen ein paar B3/C3-Samples im Piano 6 gar nicht gefährlich werden könnten.</p>
<figure id="attachment_3175" aria-describedby="caption-attachment-3175" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3175" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Effects.jpg" alt="Clavia Nord Piano 6 Stagepiano fx" width="1920" height="870" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Effects.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Effects-300x136.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Effects-1024x464.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Effects-768x348.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Effects-1536x696.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-3175" class="wp-caption-text">Das Bedienfeld für die Effekte des Stagepianos folgt einer neuen, übersichtlicheren Anordnung. Bis auf den Global Reverb steht jeder Effekt individuell pro Layer zur Verfügung. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Program-Ebene</h2>
<p>Aufgestockt von 400 auf noch üppigere 576 Speicherplätze wurden die Programs. Ein jedes organisiert die vier Tastatursounds inklusive aller User-Einstellungen und Effekte. Geblieben ist es bei nur einem Splitpunkt, der weiterhin nicht frei gewählt werden darf, sondern für den jetzt neun feste Positionen (Nord Piano 5: sieben Splitpunkte) zur Verfügung stehen. Die jeweils aktive Splitpunkt-Position wird mittels einer grünen Status-LED im Gehäuse über der Tastatur angezeigt. Im Split lässt sich noch eine Crossfade-Funktion einstellen, die die Klänge bei gleichzeitigem Fade-out sanft ineinander übergehen lässt.</p>
<p>Eine wesentliche Neuerung sind die unabhängigen Effektketten pro Layer, mit denen auch schon das Nord Grand 2 aufwartet: Die beiden DSPs „Mod 1 und 2“ mit Typen wie Wah, Spin und Ring Modulator sowie Phaser, Flanger und Chorus, außerdem der Delay-Prozessor können individuell für jeden Tastatursound eingestellt werden, sich alternativ aber auch für mehrere Layer gruppieren lassen. Gleiches gilt beim Equalizer, dem Compressor und dem Amp-Effektblock. Der Reverb-Block bleibt ein globaler Effekt, der anteilig pro Layer zu regeln ist. Und EQ, Compressor sowie Delay kann man auf Wunsch ebenfalls wie eine globale Effekt-Unit nutzen.</p>
<h2>Umfassende Echtzeit-Kontrolle</h2>
<p>Eine Stärke des Nord Piano bleibt die Echtzeitregelung von Sound- und Effektparametern. Die Volume-Slider für die Parts sind dabei eine tolle Bereicherung. Pianos lassen sich auch schnell mittenbetonter machen, das Rhodes rasch in ein Dyno-Modell verwandeln. Die Velocity-Kurve ist ebenso flink zu wechseln wie die Oktavlage und vieles mehr. In der Synth-Sektion gibt es raschen Zugriff auf die wichtigsten Hüllkurvenparameter oder eine „Unison“-Funktion bringt ein Anfetten durch Doppler-Effekte. Was mir fehlt, ist ein Regler für die Filtermodulation. Außerdem hätte ich lieber ein Modulationwheel anstelle des vorhandenen Vibrato-Buttons.</p>
<p>Eine komfortable Einbindung extern über MIDI angesteuerter Sounds in die Programs (inklusive Tastaturzonenzuweisung, wie es sie am großen Bruder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LrLtPP9-aXc" target="_blank" rel="noopener">Nord Stage 4</a> gibt), ist am Nord Piano 6 leider nicht vorgesehen. Das Piano ist also nicht gerade ein ausgewiesenes Masterkeyboard. Das übliche MIDI-Systemmenü für Kanäle und Program Changes gibt es aber natürlich weiterhin.</p>
<figure id="attachment_3172" aria-describedby="caption-attachment-3172" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3172" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Anschluesse-small.jpg" alt="Clavia Nord Piano 6 Stagepiano rear" width="1920" height="950" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Anschluesse-small.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Anschluesse-small-300x148.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Anschluesse-small-1024x507.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Anschluesse-small-768x380.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Clavia-Nord-Piano-6_Anschluesse-small-1536x760.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-3172" class="wp-caption-text">Mit den Nord-Libraries lässt sich das Piano 6 via USB-to-Host und dem Sample Manager bestücken. Auf USB-to-Device wurde weiterhin verzichtet. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>

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<h2>Fazit:</h2>
<p>Das Nord Piano 6 glänzt gegenüber dem Vorgänger mit einer intuitiveren Benutzeroberfläche und mehr Effektwegen. Seine 576 Program-Speicherplätze sind schon fast zu viel des Guten. Ansonsten liegen die Verbesserungen wie etwa neun statt sieben Splitzonen und die Nord-Triple-Pedal-2-Unterstützung im Detail. Im Grunde ist das Piano 6 ein kompakteres Nord Grand 2 und dabei etwas preiswerter als der größere Bruder. Darüber hinaus bleibt das Nord Piano in der jüngsten Version ein ausgeklügeltes Spitzeninstrument für die Bühne. Aber das hat auch seinen Preis.</p>
		</div>
					</div>

	

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				<div class="col-inner"  >
			
			
<p><span data-text-color="success"><strong>Pro</strong></span></p>
<ul>
<li class="bullet-checkmark">live-orientiertes Bedienkonzept</li>
<li class="bullet-checkmark">hohe Klangqualität</li>
<li class="bullet-checkmark">flexible Klangauswahl via Sample-Library</li>
<li class="bullet-checkmark">hochwertige Effekte pro Tastaturpart</li>
<li class="bullet-checkmark">üppige User-Speicher-Ausstattung</li>
<li class="bullet-checkmark">absolut robuste Verarbeitung</li>
<li class="bullet-checkmark">Nord Triple Pedal 2 im Lieferumfang</li>
</ul>
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<p><span data-text-color="alert"><strong>Contra</strong></span></p>
<ul>
<li class="bullet-cross">Velocity-Kurven reizen Tastaturdynamik nicht ganz aus</li>
<li class="bullet-cross">keine graduierte Gewichtung, keine „Ebony/Ivory“-Tasten</li>
<li class="bullet-cross">Modulation-Taster statt Wheel, kein Filter-Modulationsregler</li>
</ul>
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<p>Link zur Herstellerseite: <a href="https://www.nordkeyboards.com/products/nord-piano-6/" target="_blank" rel="noopener">Clavia Nord Piano 6</a></p>
		</div>
				
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<p>Affiliate Link:</p>
		
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<h3>Clavia Nord Piano 6 88</h3>
<p><span class="shortdescription visible-from-sm-inline">88 Tasten, Hammermechanik, Piano &amp; Sample-Synth Sektion mit je 120 Stimmen, Layerstruktur, 6-facher Effekt-Sektion, 576 Presets </span></p>
<a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Clavia-Nord-Piano-6-88/art-KEY0006144-000" class="button alert lowercase" >
		<span>zum MUSIC STORE Shop</span>
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<h3>Clavia Nord Piano 6 73</h3>
<p><span class="shortdescription visible-from-sm-inline">73 Tasten, Hammermechanik, Piano &amp; Sample-Synth Sektion mit je 120 Stimmen, Layerstruktur, 6-facher Effekt-Sektion, 576 Presets </span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-clavia-nord-piano-6-stagepiano/">Test: Clavia Nord Piano 6 – Stagepiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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		<item>
		<title>Test: Roland V-Stage 88 – All-in-one-Stagekeyboard</title>
		<link>https://www.keyboards.de/equipment/test-roland-v-stage-88-all-in-one-stagekeyboard/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrik Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Keyboards]]></category>
		<category><![CDATA[Stagepiano]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Roland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Roland V-Stage 88 folgt einem bei dem japanischen Hersteller in der Stagepiano-Oberklasse so zuvor noch nicht umgesetztem Konzept: Als „All-in-one-Live-Keyboard“ ausgestattet mit Drawbars und zahlreichen Echtzeitreglern, positioniert es sich funktional gesehen zwischen Rolands klassischem Top-Stagepiano RD-2000 EX und der Flaggschiff-Workstation Fantom 8 EX. Hardware und Ausstattung des Roland V-Stage 88 Das Roland V-Stage 88 [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-roland-v-stage-88-all-in-one-stagekeyboard/">Test: Roland V-Stage 88 – All-in-one-Stagekeyboard</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Roland V-Stage 88 folgt einem bei dem japanischen Hersteller in der Stagepiano-Oberklasse so zuvor noch nicht umgesetztem Konzept: Als „All-in-one-Live-Keyboard“ ausgestattet mit Drawbars und zahlreichen Echtzeitreglern, positioniert es sich funktional gesehen zwischen Rolands klassischem Top-Stagepiano RD-2000 EX und der Flaggschiff-Workstation Fantom 8 EX.</strong></p>
<h2>Hardware und Ausstattung des Roland V-Stage 88</h2>
<p>Das Roland V-Stage 88 ist ausgesprochen robust verarbeitet. Fast komplett in Metall gehüllt und mit Seitenleisten sowie einer Bodenplatte aus Holz verstärkt, ist das knapp 22 Kilogramm schwere Instrument perfekt für den rauen Bühnenalltag. Alle Anschlüsse sind mit Namen über der Benutzeroberfläche gekennzeichnet, sodass man auch aus der Spielposition heraus nicht lange nach einer Buchse suchen muss.</p>
<p>Die Ausstattung an Anschlüssen lässt keine Wünsche offen. Neben zwei Standardklinken-Output-Paaren und einem -Input-Paar gibt es symmetrische XLR-Ausgangsbuchsen sowie einen XLR-Mikrofon-Eingang. Ein MIDI-Buchsen-Trio mit als Out 2 nutzbarem Thru und vier Pedalanschlüsse, außerdem neben USB-to-Device und einer USB-C-Buchse als Audio/MIDI-konformer Computeranschluss zwei weitere USB-A-Buchsen für den Anschluss von Controller-Keyboards werden geboten. Das Netzteil ist in dieser Preisklasse natürlich im Instrumentengehäuse verbaut.</p>
<figure id="attachment_3021" aria-describedby="caption-attachment-3021" style="width: 2000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3021" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-komplett.jpg" alt="Roland V-Stage 88 Stagekeyboard front" width="2000" height="621" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-komplett.jpg 2000w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-komplett-300x93.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-komplett-1024x318.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-komplett-768x238.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-komplett-1536x477.jpg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption id="caption-attachment-3021" class="wp-caption-text">Die vier unabhängigen Soundengines des V-Stage 88 bestimmen auch den Aufbau seiner Benutzeroberfläche. (Bild: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Vier Engines liefern den Sound</h2>
<p>Das Roland V-Stage 88 besitzt vier Soundengines: „Acoustic Piano“ arbeitet auf Basis der V-Piano-Technologie des Herstellers. „Electric Piano“ werkelt mit der Super-Natural-Klangerzeugung des Herstellers. Bei der „Organ“-Engine wiederum ist die Virtual-Tone-Wheel-Technologie für die additive Synthese mit Sinus-Sounds verantwortlich. Die „ZEN-Core Synthesizer“-Engine schließlich arbeitet samplebasiert und lässt sich über die Roland Cloud noch mit weiteren Klängen erweitern.</p>
<p>Die vier Soundengines des V-Stage 88 bestimmen auch den Aufbau der Benutzeroberfläche: Für jede Engine steht ein Feld mit eigenen physikalischen Bedienelementen zur Verfügung. Dazwischen, genau mittig, gibt es ein grafikfähiges 4,3-Zoll LC-Display, das eine gute Übersicht über alle gerade aktiven Sounds liefert. Editiert man Klänge, sind die Tone- und Parameterlisten, die auf dem LCD angezeigt werden, für eine übersichtliche Bedienung unverzichtbar.</p>
<h2>Roland V-Stage 88 &#8211; Piano-Qualitäten</h2>
<p>Das V-Stage 88 kommt mit Rolands <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/hammermechanik-bei-tasteninstrumenten/" target="_blank" rel="noopener">hammermechanischer Pianotastatur</a> vom Typ PHA-4. Sie besitzt eine Druckpunkt-Simulation und Ivory-Feel-Beläge für den besseren Gripp, während die schwarzen Tasten zumindest mattiert sind. Dank gut ausbalancierter Gewichtung lässt sich darauf ausdrucksvoll und präzise spielen, die Repetition ist sehr gut. Es handelt sich allerdings nicht um die derzeit wertigste Roland-Pianotastatur: Dies ist die PHA-50 mit Holzelementen und noch längeren Tasten bis zum Drehpunkt, über die sich wiederum das RD-2000 EX sowie die Fantom 8 EX spielen.</p>
<p>Bei den akustischen Pianoklängen wird dagegen auch im V-Stage 88 das Feinste geliefert. Enthalten sind sowohl der Hauptflügel „Stage Grand“ aus der ersten Auflage des RD-2000 als auch das „German Concert“ von dessen EX-Erweiterung. Hinzu kommen als Klavierklänge die „Recital Upright“-Erweiterung aus dem RD-2000 EX sowie das neue „Felt Upright Piano“: Als ich selbst einst die Filzschicht meines damaligen Kemble-Klaviers zwischen Hämmer und Saiten klappte, um leiser üben zu können, ahnte ich noch nicht, dass jemand diesen reduzierten Sound einmal als stilprägend entdecken sollte.</p>
<p>Insgesamt liefert die Engine „Acoustic Piano“ 73 Tones – die bei Roland kleinste und unveränderbare Klangeinheit. Alle diese Tones kann man im Menü „Piano Designer“ mit Modelling-Parametern der V-Piano-Technologie editieren. Saiten-, Dämpfer- oder Gehäuse- und Soundboard-Resonanzen, die Position des virtuellen Flügeldeckels und viele weitere Piano-Parameter sind veränderbar. Sogar der Ton jeder einzelnen Taste lässt sich im Klangcharakter nachregeln. Ausdrucksstarke und sehr dynamisch spielbare Flügel- und Klavier-Sounds von unterschiedlicher Couleur erfreuen im V-Stage. Auch im Ausklang verhalten sich die A-Pianos ausgesprochen realistisch.</p>
<figure id="attachment_3022" aria-describedby="caption-attachment-3022" style="width: 2000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3022" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Organ-Piano.jpg" alt="Roland V-Stage 88 Stagekeyboard Drawbars" width="2000" height="1370" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Organ-Piano.jpg 2000w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Organ-Piano-300x206.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Organ-Piano-1024x701.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Organ-Piano-768x526.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Organ-Piano-1536x1052.jpg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption id="caption-attachment-3022" class="wp-caption-text">Das Bedienfeld für die Sounds der Organ-Engine liefert nahezu alle Möglichkeiten einer Combo-Orgel. (Bild: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Combo-Orgel an Bord</h2>
<p>Das Bedienfeld für die Virtual-Tonewheel-Orgel ist das weitaus größte auf der V-Stage-Oberfläche, gibt es doch eine echte Zugriegelgruppe für die neun Oktavlagen. Über den Regler „Tone“ wird der Grundsound der virtuellen Orgel eingestellt: Vier „Tone Wheel“-Klänge von unterschiedlichem Charakter für die Hammond-B3/C3-Emulation, zwei Sounds von Transistor-Orgeln à la Vox Continental sowie vier Pfeifenorgel-Klänge stehen zur Wahl, wobei jeder Grundsound wiederum in mehreren Variationen vertreten ist. 66 Tones sind es insgesamt, die den Grundstock bilden. Die Simulation aller Orgeltypen ist auf sehr gutem Niveau.</p>
<p>Eine Vibrato/Chorus-Sektion, Percussion, drei Amplifier-Effekte mit Verzerrung und natürlich der Rotary-Effekt inklusive Brake-Funktion lassen sich beim Spielen über das Bedienfeld der Orgel-Sektion regeln. Für die Zugriegelgruppe wird eingestellt, ob sie auf „Pedal“, „Lower“, oder „Upper“ einwirken soll: Diese drei unabhängigen Orgel-Sektionen kann das V-Stage nämlich gleichzeitig ausgeben. So können sich Organisten via MIDI-Keyboard eine zweimanualige Orgel bauen und auch noch ein MIDI-Basspedal anschließen.</p>
<h2>Vintage-Keyboards mit SuperNATURAL-Technologie</h2>
<p>Insgesamt 54 Tones umfasst die Sektion „Electric Piano“ des V-Stage. Davon sind allein 18 verschiedenen Varianten des Rhodes gewidmet: begonnen mit dem Fender Rhodes „Silver Top“ aus den 60ern über die Mark-1- und Mark-2-Modelle der 70er bis hin zum modifizierten Dyno-Rhodes. Es folgen drei Tones für das Wurlitzer 200, bevor Roland seinen eigenen SA-Pianos sowie verschiedenen Yahama DX-E-Piano-Sound liefert. Doch auch das Hohner D6 Clavinet der 70er ist prominent vertreten.</p>
<p>Diese E-Piano-Engine des V-Stage spult keineswegs bloß Multisamples ab, sondern besitzt analog zu den V-Pianos ein ganz eigenes „Piano Designer“-Menü mit passenden virtuellen Klangparametern. Den Anschlag glockiger klingen zu lassen, Tasten-, Dämpfer- und Mechanikgeräusche sowie Resonanzen der Stimmstäbe, Klangzungen oder Saiten zu verändern – all das ist möglich. Echtzeitregler wiederum gibt es beispielsweise für „Detune“ sowie „Soundlift“. Und auch diese Sektion besitzt ihre eigenen amtlichen Modulationseffekte inklusive Amp-Simulationen. Eine Emulation vom Feinsten.</p>
<figure id="attachment_3018" aria-describedby="caption-attachment-3018" style="width: 2000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3018 size-full" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse2.jpg" alt="Roland V-Stage 88 Stagekeyboard rear 2" width="2000" height="785" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse2.jpg 2000w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse2-300x118.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse2-1024x402.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse2-768x301.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse2-1536x603.jpg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption id="caption-attachment-3018" class="wp-caption-text">Anschlüssen für Pedale, MIDI und USB (Bild: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Synths and more</h2>
<p>Soundengine Nummer ist nicht nur dem namengebenden Bereich „Synthesizer“ verschrieben: In Kategorien wie „Strings“, „Bass“, „Key“ und „Other“ gibt es im V-Stage 88 auch diverse Workstation-Klänge à la Roland-Fantom. So finden sich neben Synth-Leads und -Pads auch allerlei realistische Streicher und Chöre, Solo- und Ensemble-Bläser sowie Akustik-, E- und Bass-Gitarren. Einzig Drumkits sind nicht mit an Bord.</p>
<p>Alle Klänge mit Zen-Core-Technologie entstammen Soundcollektionen aus der Klangerzeuger-übergreifenden Roland-Cloud. Das V-Stage ist ab Werk im synthetischen Bereich für ein Stagepiano sehr gut aufgestellt und kommt mit einer Fülle an sehr guten Flächen- und Lead-Klängen. Unter den Keyboard-Sounds dieser Engine findet man noch wichtige Piano-Klänge vom Yamaha CP70/80 oder Orgel- und E-Piano-Alternativen sowie A-Pianos auf Sample-Basis. Schwach, weil deutlich in die Jahre gekommen, sind allerdings diverse Roland-Samplesounds von Gitarren und Solo-Bläsern – sie gehören eigentlich nicht in ein Instrument dieser Preisklasse.</p>
<p>Zum Glück sind dies Einzelfälle unter den 448 Tones der Synthesizer-Engine. Dass der Fokus auf dem Synth-Bereich liegt, zeigt auch die Option auf vier Sound-Expansions aus der Roland-Cloud, die man nach der Registrierung des V-Stage gratis nachladen darf: Es handelt sich um die Erweiterungen „Jupiter 8“, „Juno-106“, „SH-101“ und „JX-8P“. Damit wächst die Gesamtzahl der Tones im V-Stage 88 auf mehr als 1050.</p>
<p>Regler für Attack- und Release-Phase der Hüllkurve, Filter-Cutoff sowie zwei frei mit Effekt-Parametern belegbare weitere sind unter anderem auf dem Bedienfeld dieser Sektion versammelt. Vor allem aber gibt es mit „Synth A“ und „Synth B“ zwei Tastatur-Parts, die frei mit den vorhandenen Zen-Core-Sounds besetzt werden können.</p>
<figure id="attachment_3023" aria-describedby="caption-attachment-3023" style="width: 2000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3023" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Tonelist.jpg" alt="Roland V-Stage 88 Stagekeyboard display" width="2000" height="1549" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Tonelist.jpg 2000w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Tonelist-300x232.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Tonelist-1024x793.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Tonelist-768x595.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Tonelist-1536x1190.jpg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption id="caption-attachment-3023" class="wp-caption-text">Das Display liefert Listendarstellungen aller Tones des V-Stage 88, die das Rohmaterial für den Aufbau der „Scene“ genannten Multi-Klangprogramme bilden. (Bild: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Stay on the Scene</h2>
<p>Wann immer man einen Sound am V-Stage spielt, handelt es sich um eine „Scene“. Zwar kann in einer Scene immer auch nur ein einzelner Tone erklingen, dennoch handelt es sich um ein Multi-Klangprogramm. „Tone“ wiederum ist keine eigene Ebene eines spielbaren Sounds, sondern nur das Material, aus denen die Scenes aufgebaut werden.</p>
<p>Jede der vier autarken Soundengines des Stagepianos kann ihren Part oder ihre Parts zu einer Scene beisteuern. Inklusive der drei Organ- und der zwei Synthesizer-Parts kommt man also auf insgesamt sieben live spielbare Klänge, die eine solche Scene verwaltet. Mitgespeichert werden die Einstellungen der On/Off-Taster jeder Engine, sodass natürlich nicht jeder Part in einer Scene aktiv sein muss. Splits und Layer sind ohnehin rasch erstellt, denn jede Engine besitzt dazu entsprechende Buttons, und Splitpunkte sind stets frei wählbar.</p>
<p>Des Weiteren lässt sich pro Tastaturpart einstellen, ob ein interner Sound, ein via MIDI eingebundener externer oder beides zugleich erklingen soll: Dazu folgen die Status-LEDs an den On/Off-Schaltern der Parts einem Drei-Farben-Schema (gelb, blau, rot – Umschaltung per gedrückter Shift-Taste). Ein unkompliziertes wie effektives Masterkeyboard-Feature des V-Stage 88!</p>
<p>Neben den speziellen Effekteinheiten für die Zonen bietet das Stagepiano als Mastereffekte mit MFX, Delay und Reverb drei weitere Blöcke mit jeweils unterschiedlichen Typen an. Diese Master-Effekte können Parts anteilig zugewiesen werden – was auch wieder mit in der Scene gespeichert wird. Zum raschen Effektwechsel in der Live-Situation haben diese drei Master-Blöcke aber ein eigenes Bedienfeld mit zahlreichen Steuermöglichkeiten erhalten. Daneben auf der Benutzeroberfläche lassen sich dann noch ein Drei-Band-Master-EQ sowie das Signal eines angeschlossenen Mikros steuern.</p>
<p>Mit 512 Scenes bietet das V-Stage 88 eine große Menge Multi-Setups an. Allerdings waren an unserem Testgerät ab Werk lediglich 64 davon mit Soundkonfigurationen bestückt – da hätten sich die Programmer gerne mehr einfallen lassen dürfen.</p>
<figure id="attachment_3017" aria-describedby="caption-attachment-3017" style="width: 2000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3017 size-full" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse1.jpg" alt="Roland V-Stage 88 Stagekeyboard rear 1" width="2000" height="811" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse1.jpg 2000w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse1-300x122.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse1-1024x415.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse1-768x311.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Anschluesse1-1536x623.jpg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption id="caption-attachment-3017" class="wp-caption-text">Die Audioanschlüsse auf der Rückseite (Bild: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Weitere Möglichkeiten des Roland V-Stage 88</h2>
<p>Scenes des V-Stage 88 sind dank einer zusätzlichen Funktion nicht ausschließlich an die – nicht ganz übersichtliche – Ordnung der Speicherbänke gebunden. Dafür sorgt das Feature „Scene Chain“: Ketten von bis zu acht beliebigen Scenes können in solch einem Speicherplatz frei programmiert werden. So können Keyboarder am V-Stage ihre Set-List für einen Gig praktisch im Rahmen einiger vorbereiteter Scene-Chains, von denen 128 zur Verfügung stehen, abarbeiten, ohne live durch die eigentlichen Scene-Bänke scrollen zu müssen.</p>
<p>Scene- und Scene-Chain-Speicherbänke können via USB-Stick gesichert sowie nachgeladen werden. Abspiel- oder Aufnahmefunktionen per Stick, wie am RD-2000 EX möglich, scheinen wiederum derzeit für die V-Stage-Modelle nicht vorgesehen zu sein. Auch das Thema Bluetooth für drahtlose App-Anbindungen wird ignoriert. Womöglich wegen der dürftigen Latenz in Verbindung mit dem Anspruch, hier ein neues Profi-Instrument zu etablieren.</p>
<p>Stattdessen lassen sich Audio- und MIDI-Daten über den USB-C-Anschluss zwischen PC, Laptop oder auch Mobilgerät übertragen. Im V-Stage ist ein USB-Audio/MIDI-Interface integriert, das auch für das Arbeiten mit Daws und Plug-Ins benötigt wird. Über einen Roland-Treiber gibt das Stagekeyboard zudem auf Wunsch die Stereo-Signale der einzelnen Engines getrennt aus, was vor allem für Recording-Zwecke mehr Kontrolle ermöglicht.</p>
<p>Übrigens: Über die Polyfonie des Instruments macht Roland keine Angaben. Also spielte ich vollgriffig und mit Haltepedal-Einsatz mit einem Fünffach-Layer unter Einsatz aller Engines. Ergebnis: Stimmenprobleme stellten sich dabei nicht ein.</p>
<figure id="attachment_3020" aria-describedby="caption-attachment-3020" style="width: 2000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3020" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Detail.jpg" alt="Roland V-Stage 88 Stagekeyboard detail" width="2000" height="1501" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Detail.jpg 2000w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Detail-300x225.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Detail-1024x769.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Detail-768x576.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/04/Roland-V-Stage-88-Detail-1536x1153.jpg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption id="caption-attachment-3020" class="wp-caption-text">Viele Knöppe wie früher, aber modernes Display und zeitgemäßes Design: Das V-Stage 88 ist auch ein Hingucker. (Bild: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Die Konkurrenz fest im Blick</h2>
<p>Es hätte gar nicht erst der roten Seitenteile und der roten Streifen auf dem Bedienfeld gebraucht. Klar ist, dass das V-Stage Rolands Antwort auf Clavias Nord Stage 4 ist. Yamaha ist diesen Schritt ebenfalls schon gegangenen und hat sich in Form der YC-Serie in dieses Bühnenkeyboard-Segment vorgewagt. Da ist das V-Stage vom Start weg in guter Gesellschaft.</p>
<p>Neben dem V-Stage 88 mit hammermechanischer Klaviertastatur, für das ca. 4.000 Euro aufgerufen werden, ist auch das V-Stage 76 erschienen. Es besitzt bei ansonsten gleicher Ausstattung eine halbgewichtete Waterfall-Tastatur mit Channel Aftertouch nach dem Vorbild der Hammond B3/C3. Wer den Fokus auf die Orgel anstatt aufs Piano legt, sollte also mit dem V-Stage 76 besser bedient sein. Ein drittes Modell mit verkürzter Hammermechanik-Klaviatur bietet Roland im Gegensatz zu Clavia und Yamaha derzeit nicht an.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Ist das das ultimative Stage-Piano? | Roland V-Stage | MUSIC STORE" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/g1mWAaTcW-g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Das Roland V-Stage 88 ist das gelungene Debüt des japanischen Herstellers im Metier der professionellen All-in-one-Bühnenkeyboards. Lange mussten Roland-Fans auf ein solches Instrument im Stil des Clavia Nord Stage warten. Nun rückt der Hersteller mit seinen effektivsten Soundengines und seinen besten Pianos, Orgeln und samplebasierten Synthesizern in dieses beliebte Instrumenten-Genre vor. Dieses Feld lebt gerade auch durch eine flexible Echtzeit-Bedienung. In dieser Hinsicht liefert das V-Stage 88 ebenfalls ab, manches geht sogar besser von der Hand als bei der Konkurrenz. Zugleich hat Roland dem perfekt verarbeiteten Bühnenflaggschiff eine ansprechend zeitgemäße Optik verpasst.</p>
<p><strong>Pro</strong><br />
&#8211; Stage-Keyboard mit Konzentration auf vier Top-Soundengines<br />
&#8211; Hauptklänge auf höchstem Roland-Niveau<br />
&#8211; üppige Reglerausstattung und gutes Bedienkonzept<br />
&#8211; hochwertige Effekte<br />
&#8211; zahlreiche User-Speicher<br />
&#8211; praktische „Scene Chain“-Funktion<br />
&#8211; absolut robuste Verarbeitung<br />
&#8211; üppige Anschlussausstattung</p>
<p><strong>Contra</strong><br />
&#8211; hohes Gewicht<br />
&#8211; vereinzelt ältere Roland-Sounds im ROM</p>
<p><a href="https://www.roland.com/de/promos/v-stage_series/" target="_blank" rel="noopener">Website des Herstellers</a></p>
<p><a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Roland-V-STAGE-88/art-KEY0006146-000" target="_blank" rel="noopener">Roland V-Stage 88 be MUSIC STORE professional</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-roland-v-stage-88-all-in-one-stagekeyboard/">Test: Roland V-Stage 88 – All-in-one-Stagekeyboard</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Test: Fame SP-5 &#8211; Digitalpiano</title>
		<link>https://www.keyboards.de/equipment/test-fame-sp-5-digitalpiano/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrik Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arranger Keyboard]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Piano]]></category>
		<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[FAME]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.keyboards.de/?p=2101</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fame SP-5 heißt ein aktuelles Portable Piano des Kölner Music Store professional. Für knapp 500 Euro erhält man ein Digitalpiano nicht nur mit 88er Hammermechanik-Tastatur und integriertem Wiedergabesystem, sondern auch inklusive einer umfangreichen Begleitung. Fame SP-5 &#8211; optisch aufgeräumt und portabel Das Fame SP-5 wird schlicht als „Stagepiano“ vermarktet. Durch seine dem günstigen Preis geschuldete [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-fame-sp-5-digitalpiano/">Test: Fame SP-5 &#8211; Digitalpiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fame SP-5 heißt ein aktuelles Portable Piano des Kölner Music Store professional. Für knapp 500 Euro erhält man ein Digitalpiano nicht nur mit 88er Hammermechanik-Tastatur und integriertem Wiedergabesystem, sondern auch inklusive einer umfangreichen Begleitung.</strong></p>
<h2>Fame SP-5 &#8211; optisch aufgeräumt und portabel</h2>
<p>Das Fame SP-5 wird schlicht als „Stagepiano“ vermarktet. Durch seine dem günstigen Preis geschuldete Leichtbauweise, durch kompakte Abmessungen und ein integriertes Wiedergabesystem ist es aber eher vergleichbar mit sogenannten Portable Pianos: Instrumenten aus Yamahas P-Serie oder Casios CDP-S-Serie beispielsweise.<br />
Sein Gewicht von 13,2 Kilogramm macht das Fame SP-5 auch für eine einzelne Person gut tragbar. Die Optik mit schwarzem Gehäuse sowie Benutzeroberfläche mit zweifarbig beleuchteten Tastern und mittigem LC-Display wirkt schnörkellos und funktional.</p>
<p>Trotz Kunststoffgewands macht die Verarbeitung einen ordentlichen Eindruck. Die Ausstattung mit Anschlüssen – darunter Line-Ausgänge, drei Pedalbuchsen, MIDI-In/-Out sowie Device- und To-Host-USB – ist in dieser Preisklasse schon einmal spitze. Wenig wertig wirkt einzig das externe Netzteil, mit dem man im Live-Einsatz vorsichtig umgehen sollte.<br />
Wer das Piano viel zu Hause einsetzen will, erhält optional für knapp 100 Euro den Fame SP-5 Stand. Trotz des geringen Preises ist daran die Ausstattung mit einem Dreifach-Pedal, das durch eine Querstrebe fixiert ist, nicht zu unterschätzen. Preiswerter geht’s ansonsten mit einem einzelnen unbefestigten Pianopedal, das aber natürlich beim Spielen öfter mal wegrutscht.</p>
<h2>Spezialist mit Begleitung</h2>
<p>Ein wesentliches Feature macht Fame SP-5 zum Arranger Keyboard: Es besitzt eine sehr umfangreiche integrierte Begleitautomatik mit 280 Styles, auf deren Steuerung auch die zahlreichen Taster auf seinem Bedienfeld ausgelegt sind. Wer dagegen keine Begleitautomatik braucht, ist wahrscheinlich mit einem reinen Portable Piano ohne Arranger besser bedient, denn dadurch wird auch die Bedienstruktur simpler.</p>
<p>Was das Fame SP-5 betrifft, konkurriert es derzeit besonders mit den portablen Arranger Keyboards Yamaha DGX-670 und Casio CDP-S360, die vom Instrumentenkonzept her vergleichbar sind.</p>
<figure id="attachment_2113" aria-describedby="caption-attachment-2113" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2113" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-rechts-1920.jpg" alt="Fame SP-5 Digitalpiano Arranger right" width="1920" height="1194" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-rechts-1920.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-rechts-1920-300x187.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-rechts-1920-1024x637.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-rechts-1920-768x478.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-rechts-1920-1536x955.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2113" class="wp-caption-text">Neben akustischen Pianos liefert das Fame SP-5 Hunderte Sample-Sounds aller Art. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Digitalpiano-Qualitäten</h2>
<p>Die 88-Tasten Klaviatur des Fame SP-5 spielt sich gemessen am Preis angenehm, und man spürt auch leicht die Bewegungen der <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/hammermechanik-bei-tasteninstrumenten/" target="_blank" rel="noopener">Hammermechanik</a>. Laut Hersteller verfügt sie über unterschiedliche Gewichtszonen, zählt aber meiner Erfahrung nach zu den leichter gewichteten Digitalpiano-Manualen. Sehr schön in dieser Preisklasse ist die Ausstattung mit fünf Anschlagdynamikkurven, über die sich das SP-5 ans eigene Spielverhalten anpassen lässt. Die Repetition ist erfreulich gut.</p>
<p>Der Hauptflügelklang „German Grand 1“ ist der am meisten dynamische unter den A-Pianos des SP-5. Der Grundsound ist warm und realistisch. Leichte Übergänge zwischen den Sample-Zonen sind zwar auszumachen, doch verlieren sie sich im spielerischen Zusammenhang. Bei kräftigerem Spiel wird das German Grand nicht nur lauter, sondern auch obertonreicher. Im Fortissimo fehlt allerdings die klangliche Entwicklung – womit man auch bei vielen anderen Preiswert-Pianos leben muss.</p>
<p>Im Ausklang läuft das Flügel-Multisample zwar in eine Loop, doch störend ist das im Gesamtklang nicht. Etwas überdosiert wurde ein Sustainpedal-Geräusch, es lässt sich aber auf Wunsch reduzieren oder ganz abschalten. Unter dem dafür zuständigen Parameter „Piano Effects“ im Menü „Function“ finden sich neben diesem „Damper Noise“ außerdem die „String Resonance“ und die „Damper Resonance“. Alle drei Bestandteile des Flügelsounds lassen sich fünfstufig intensivieren oder ausstellen. Das SP-5 bietet übrigens eine hohe Polyfonie von 256 Stimmen, sodass auch zu MIDI-Arrangements noch vollgriffig gespielt werden darf.</p>
<h2>Mehr Flügel und Klaviere</h2>
<p>Als „German Grand 2“ ist der Hauptflügel in einer brillanteren Variante vertreten. Das „Real Bright Piano“ wiederum knallt bei ähnlichem Grundsound wie die German Grands förmlich virtuell in die Saiten und setzt sich beim Spiel zu Arrangements und mit der Band noch besser durch. Dieser Sound scheint auf anderen Samples des Originalflügels zu basieren als die beiden ersten Klänge. 26 Sounds fasst die Bank „Piano“ insgesamt, darunter noch recht gute Cembali mit und ohne Key-off-Samples, Sounds vom Yamaha-CP-70-E-Flügel sowie einige Piano-Stacks mit Strings, Pad oder Chor.</p>
<p>Die Digitalpiano-Fähigkeiten des Fame SP-5 können in der Low-Cost-Klasse durchaus überzeugen. Das integrierte Wiedergabesystem arbeitet maximal in angenehmer Zimmerlautstärke. Medeli hat hier wohl lieber etwas gedrosselt, um Rauschen und Zerren auszuschließen. Der Gesamtsound über die Boxen ist erfreulich durchsichtig. Zum Einsatz gelangen neben den ovalen Hauptlautsprechern noch zwei weitere kleine Hochtöner. Das Zwei-Wege-System leistet zweimal 20 sowie zweimal zehn Watt.</p>
<figure id="attachment_2114" aria-describedby="caption-attachment-2114" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2114" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Gesamtansicht-1920.jpg" alt="Fame SP-5 Digitalpiano Arranger front" width="1920" height="443" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Gesamtansicht-1920.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Gesamtansicht-1920-300x69.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Gesamtansicht-1920-1024x236.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Gesamtansicht-1920-768x177.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Gesamtansicht-1920-1536x354.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2114" class="wp-caption-text">(Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Weitere Soundausstattung des Fame SP-5</h2>
<p>Bedingt durch die für ein Piano komplexe Begleitautomatik an Bord ist das Fame SP-5 üppig mit insgesamt 750 Preset-Sounds aus allen Klangbereichen ausgestattet:<br />
In der Soundbank „E.Piano“ klingen auffällig viele Programme nach FM/DX7-Derivaten, während der Klassiker Fender Rhodes in nur wenigen guten Varianten vertreten ist. Der Klang eines Wurlitzer-Pianos fehlt mir. Bei den „Organs“ findet man Sounds à la Hammond B3/C3, Farfisa, Theater und Kirchenorgeln. Leslie- und Distortion-Effekte sind hier nicht sehr authentisch, doch brauchbares Material gibt es auch hier.</p>
<p>Auf eine eigene Bank für Akkordeon- und Harmonica-Sounds folgen „Guitar“ und „Bass“, beide breit aufgestellt. Hier verblüffen Nylon und Steel Guitar mit eingestreuten, mitgesampelten Saitenrutschern. Gute Stratocaster-Klänge oder cleane Funky-Guitars mit Wah-Effekt animieren zu Gitarrenriffs. Die Distortion-Gitarren machen als Solosounds eine wirklich gute Figur – hier stimmen die DSP-Effekte. In der Bass-Bank wiederum tummeln sich akustische und E-Bässe aller Couleur neben diversen Synth-Bässen.</p>
<p>Ebenso gelungen sind „Strings“, „Brass“ sowie „Sax &amp; Woodwinds“: Sowohl die Auswahl mit teils mehr als 60 Sounds pro Bank als auch die Qualität überzeugen. Der Fokus liegt auf den akustischen Instrumenten, synthetische Streicher, Bläser und Chöre gibt es eher am Rande. Realistische Streichensembles in vielen Klangfarben sowie brauchbare Solo-Streicher, tolle Brass-Sections, teils sehr gute Solo-Bläser, aber auch viele Orchester-Klänge und schließlich noch Orchestra- sowie Brass-Hits erfreuen am SP-5.</p>
<p>Die mit 136 Klängen am stärksten besetzte Bank ist „Lead &amp; Pad“. Manche Lead-Sounds spielen sich monofon und mit Portamento, andere sind polyfon und auch fürs Akkordspiel geeignet. Die Synth-Abteilung klingt recht digital und clean, doch in Anbetracht des Arranger-Konzepts und vor allem der Preisklasse ist das okay.<br />
Auf chromatische Percussion – Vibrafone, Marimbas, Kalimba, Glockenspiele – folgen eine Reihe guter akustischer und elektronischer Drumkits sowie noch die General-MIDI-Sounds.</p>
<figure id="attachment_2112" aria-describedby="caption-attachment-2112" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2112" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-links-1920.jpg" alt="Fame SP-5 Digitalpiano Arranger left" width="1920" height="1113" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-links-1920.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-links-1920-300x174.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-links-1920-1024x594.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-links-1920-768x445.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Bedienfeld-links-1920-1536x890.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2112" class="wp-caption-text">Joystick und Bedienfeld für die Begleitautomatik: Das SP-5 ist ein Arranger Piano. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Joystick und DSP-Effekte</h2>
<p>Mit seinem beleuchteten Joystick bietet das SP-5 einen für ein Piano unüblichen Hardware-Controller an. Während die Aufwärtsbewegung Vibrato auslöst und per Seitenbewegung die Tonhöhe gepitcht wird, ist die Abwärtsbewegung im Menü „Function“ einstellbar: Sie kann wahlweise das Filter, das Sound Volume oder die Release-Phase modulieren. Serienmäßig steht diese Modulationsrichtung auf „off“. Genauso stehen dort übrigens verschiedene Funktionen für angeschlossene Pedale zur Auswahl.</p>
<p>An DSP-Effekten besitzt das Fame SP-5 die zwei globalen Einheiten GFX 1 (nur Reverb) mit 32 sowie GFX 2 mit 64 Typen (Reverb- und Modulationseffekte). Hinzu kommen die Insert-Effekte (IFX), deren Typen teilweise fest einem Klang zugeordnet sind und sich deshalb nicht immer ändern lassen – das betrifft beispielsweise den Rotary-Effekt bei Hammond-Sounds oder die Distortion bei einigen E-Gitarren.</p>
<p>Das Besondere: In einem Registrierungsspeicherplatz, bei Medeli „Performance Memory“ genannt (siehe unten „Die Begleitautomatik“), kann für alle drei Tastatursounds ein eigener IFX gesichert werden – es gibt also drei unabhängige IFX-Einheiten. Beim Master-EQ schließlich lassen sich fünf feste Preset-Kurven einstellen.</p>
<h2>Tastaturparts und Sound-Edit</h2>
<p>Am Fame SP-5 sind Splits und Layer schnell erstellt. Mit zum Hauptklang (Right 1) aktiviert man über die Taster „R 2“ sowie „L“ den Layer und den Split-Klang. Sounds dafür sind rasch gewechselt.</p>
<p>Der Druck auf „L“ splittet die Tastatur automatisch, der Splitpunkt ist frei wählbar. Mehr als drei Tastaturparts sind nicht möglich. Für einen Layer links im Split sind Kombinationen wie „Piano &amp; Strings“ als Einzelsounds vorhanden.</p>
<p>Das Instrument wählt die Oktavlage der Tastaturparts automatisch. So erklingt beispielsweise ein E-Piano als Split-Part eine Oktave höher als ein Bass. Was gleichwohl fehlt, ist die Möglichkeit, die Oktavlage von Split- und Layersounds selbst einzustellen.</p>
<p>Eine Oktavierungsfunktion, die auf dem Bedienfeld verzeichnet ist, steht nur im sogenannten „Twinova Mode“ zur Verfügung. Ein Pianosound wird in diesem Modus in gleicher Lage auf zwei unabhängigen Tastaturzonen bereitgestellt, damit Schüler und Lehrer gemeinsam am Instrument spielen können. Am SP-5 funktioniert das sogar mit jedem beliebigen Sound, selbst mit einem Synth oder einem Drumkit.</p>
<p>Alle Klänge im SP-5 können mit einem Standard-Editing à la General MIDI 2 – Filter, Hüllkurve, LFO – leicht modifiziert werden. Das Piano besitzt 50 Speicherplätze für solche User-Sounds. Gut: Hier stehen zudem die Soundmodi polyfon und monofon – jeweils mit und ohne Portamento –sowie die Legato-Funktion für einen Mono-Klang zur Verfügung.</p>
<figure id="attachment_2110" aria-describedby="caption-attachment-2110" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2110" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Stylelist-1920.jpg" alt="Fame SP-5 Digitalpiano Arranger Stylelist" width="1920" height="1254" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Stylelist-1920.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Stylelist-1920-300x196.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Stylelist-1920-1024x669.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Stylelist-1920-768x502.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Stylelist-1920-1536x1003.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2110" class="wp-caption-text">Das Fame SP-5 liefert 280 Styles, organisiert in zwölf Bänken. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Die Begleitung am Fame SP-5</h2>
<p>In diesem Bereich klotzt das Fame SP-5 für ein Piano: Jeder der 280 Styles besitzt acht Begleitspuren für eine umfangreiche Instrumentierung. Pro Style gibt es leider nur ein mehrtaktiges Intro und ein ebensolches Ending, aber dafür die in Arranger Keyboards üblichen vier Variations – „Main A“ bis „Main D“, von sanft bis besonders kraftvoll instrumentiert. Vier Fill-ins pro Style werden bei Anwahl von Main A bis D ausgelöst. An Synchronstart wurde ebenso gedacht wie an eine Fade-in/out-Funktion. Was mir fehlt: ein Intro in Form eines kurzen Vorzählers.</p>
<p>Die Styles Genres von Pop, Rock und Dance über Soul, Swing, Ballroom und Latin bis hin zu Country, Traditional und World Music ab. Eine letzte Bank namens „Pianist“ liefert reine Klavierbegleitungen.</p>
<p>Auffällig: Die sechs Schnellanwahl-Taster auf der Benutzeroberfläche reichen natürlich nicht für alle Style-Bänke aus. Man springt darüber lediglich zu sechs ausgewählten Arrangements, die jeweils in verschiedenen Bänken liegen – so kann man flotter durch das Angebot navigieren. Drückt man im Style-Modus die Entertaste, erscheint auf dem Display die eigentliche Liste mit allen Banknamen und Style-Einträgen.</p>
<h2>Styles mit Stil</h2>
<p>Alle Begleitungen wurden mit einer guten Portion Musikalität programmiert, die Arrangements sind rund und stimmig. Dabei ist die Abmischung zwischen Style- und Tastaturparts bereits ab Werk ziemlich gelungen. Über das Menü „Mixer“ kann man die einzelnen Lautstärken aller acht Styleparts, von Tastaturparts und sogar Songs (siehe nächstes Kapitel) aber auch frei einstellen.</p>
<p>Dass viele Styles musikalisch an bekannte Songklassiker angelehnt sind, verrät die „Album List“ mit 50 nach Titeln benannten Styles. Pro Style gibt es des Weiteren vier „Quick Settings“ oder kurz „Q.S.“: Sie liefern auf Knopfdruck ausgewählte Tastatursounds passend zur Begleitung.</p>
<p>Vollwertige Registration-Speicher sind die frei überschreibbaren 192 „Performance Memory“-Speicher, organisiert in 32 Bänken à sechs Einträgen. Darin sichern Musikerinnen und Musiker ihre eigenen Split-Layer-Konfigurationen zusammen mit allen Style-spezifischen Einstellungen. Kleine Einschränkung: Man kann einer solchen Registrierung keinen individuellen Namen geben.</p>
<p>Mit all seinen Sounds und dem integrierten Arranger steckt im Fame SP-5 ganz nebenbei praktisch eine abgespeckte Variante des – teureren – Medeli-Entertainer-Keyboards AKX10. Das SP-5 besitzt zudem noch 50 User-Speicherplätze für Styles, die in Verbindung mit der hauseigenen Software „GrandSuite“ kreiert beziehungsweise modifiziert werden können; außerdem 50 Speicher für Expansion Styles, die optional zum Kauf angeboten werden sollen.</p>
<h2>Training, Playing, Recording</h2>
<p>Wie die meisten Digitalpianos ist auch das Fame SP-5 mit einigen Übungssongs – in diesem Fall den 50 Lesson Songs – ausgestattet. Bei diesen Etüden und Klavierstücken lassen sich an dem Piano die Stimmen für rechte und linke Hand getrennt voneinander Display-unterstützt einüben. Hinzu kommen 90 weitere Preset-Songs, manche davon auch mit weiterer Instrumentierung. Die Songauswahl ist sehr konventionell geraten, aber eine nette Zugabe.<br />
Von einem USB-Stick kann das SP-5 sowohl General-MIDI-Files als auch Audio-Files in den Formaten MP3 und WAV direkt abspielen.</p>
<p>Für MIDI-Songs stecken noch fünf interne Speicherplätze im Instrument. Das eigene Spiel mit und ohne Arranger lässt sich in diesen drei Formaten auch direkt am Piano aufnehmen (Audio-Aufnahme nur via USB-Stick).</p>
<p>Bluetooth zwecks Wiedergabe von Songs auf Mobilgeräten über seine Lautsprecher bietet das SP-5 dagegen nicht. Das klappt alternativ über den Aux-In des Pianos, der ungewöhnlicherweise als Standard-Stereoklinkenbuchse ausgeführt ist.</p>
<figure id="attachment_2111" aria-describedby="caption-attachment-2111" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2111" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Anschluesse-1920.jpg" alt="Fame SP-5 Digitalpiano Arranger rear" width="1920" height="897" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Anschluesse-1920.jpg 1920w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Anschluesse-1920-300x140.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Anschluesse-1920-1024x478.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Anschluesse-1920-768x359.jpg 768w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2025/02/Fame_SP-5_Anschluesse-1920-1536x718.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2111" class="wp-caption-text">Die Ausstattung mit Anschlüssen sucht in dieser Preisklasse ihresgleichen. (Foto: Henrik Bruns)</figcaption></figure>
<h2>Fazit</h2>
<p>Mit dem Fame SP-5 hat der Music Store ein kompaktes Arranger Piano zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis im Programm. Verarbeitung, Tastatur und Klangqualität stellen mehr als zufrieden, und eine sehr umfangreiche, gut bedienbare Begleitautomatik fügt überzeugende Alleinunterhalterqualitäten hinzu. Für weitere Abwechslung und Motivation sorgen Übungssongs, Player- und Rekorder-Funktionen.</p>
<p><strong>Vorteile</strong>:<br />
+ gut zu transportierendes Arranger Piano<br />
+ ordentliche Tastatur<br />
+ üppige Soundausstattung<br />
+ umfangreiche Begleitautomatik<br />
+ Song-Player und -Rekorder<br />
+ integriertes Wiedergabesystem<br />
+ Preis-Leistungs-Verhältnis</p>
<p><strong>Nachteile</strong>:<br />
&#8211; leichte Dynamikschwäche der Flügelsounds im Fortissimo<br />
&#8211; Oktavlage der Sounds im Split/Layer nicht einstellbar<br />
&#8211; nur ein Intro/Ending pro Style</p>
<p><a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Fame-SP-5/art-KEY0006014-000" target="_blank" rel="noopener">Hier findest du das Fame-SP-5 bei MUSIC STORE professional</a>.</p>
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		<title>Test: Korg Grandstage X – Stagepiano</title>
		<link>https://www.keyboards.de/equipment/test-korg-grandstage-x-stagepiano/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Henrik Bruns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2024 19:28:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Piano]]></category>
		<category><![CDATA[Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Korg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Korg Grandstage X ist das aktuelle Stagepiano-Flaggschiff des Herstellers. Die Neuauflage im Preissegment bis 3.000,- Euro wurde gegenüber dem Vorgänger Grandstage nicht nur optisch komplett umgestaltet. Auch bei Bedienung und Ausstattung gibt es deutliche Veränderungen. Korg Grandstage X mit modernen Gewand Grandstage X kommt in einer völlig eigenständigen Optik mit weißer Aluminium-Deckplatte auf dem [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-korg-grandstage-x-stagepiano/">Test: Korg Grandstage X – Stagepiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Korg Grandstage X ist das aktuelle Stagepiano-Flaggschiff des Herstellers. Die Neuauflage im Preissegment bis 3.000,- Euro wurde gegenüber dem Vorgänger Grandstage nicht nur optisch komplett umgestaltet. Auch bei Bedienung und Ausstattung gibt es deutliche Veränderungen.</strong></p>
<h2>Korg Grandstage X mit modernen Gewand</h2>
<p>Grandstage X kommt in einer völlig eigenständigen Optik mit weißer Aluminium-Deckplatte auf dem Pianodach und weißlackierten metallenen Lochblenden an den Seiten. Das Piano ist derzeit ausschließlich mit 88er Tastatur zu haben.</p>
<p>Das 25 Kilogramm schwere Modell findet zwar auch auf einem gewöhnlichen Keyboard-Ständer Platz, wird jedoch zugleich als Standalone-Instrument vermarktet. Optional bietet Korg den anschraubbaren Holzständer ST-WGS an. Im Lieferumfang gibt es ein Notenpult sowie ein Sustainpedal. Ein optionales Dreifach-Pedal ist leider nicht verfügbar. Auch auf eingebaute Lautsprecher wird verzichtet.</p>
<p>Für die Bühne lassen die Anschlussmöglichkeiten keine Wünsche offen. Neben XLR- und Klinkenausgängen gibt es MIDI und USB, drei Pedalbuchsen und auch einen Stereoeingang mit Mic/Line-Umschaltung.</p>
<p>Das Grandstage X besitzt Korgs verbesserte RH3-Tastatur. Sie verfügt über eine <a href="https://www.keyboards.de/tutorials/hammermechanik-bei-tasteninstrumenten/" target="_blank" rel="noopener">Hammermechanik</a> und vier unterschiedlich gewichte Tastaturzonen. Sie spielt sich leichtgängiger als viele andere Digitalpiano-Klaviaturen, verzichtet sowohl auf eine Druckpunktsimulation und Ebony/Ivory-Feel-Beläge, als auch auf Aftertouch. Korg hat die RH3 Tastatur nochmals verbessert und konnte eine deutlich bessere Leichtgängigkeit realisieren.</p>
<p>Die schwarzen Tasten sind mattiert. Die RH3 passt hier als Kompromiss zwischen Digitalpiano und Stagekeyboard sehr gut, da neben Flügelklängen auch eine Fülle an Sounds wie Orgeln, Streicher und Bläser und Synthesizer spielerisch beherrscht werden will. Als Spielhilfen gibt es Pitch- und Modulationwheels sowie zwei Switches. Die Switches rasten übrigens ein, brauchen also nicht beim Spielen gedrückt gehalten zu werden.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KORG Grandstage X - Weltklasse in Design &amp; Klang" width="1020" height="574" src="https://www.youtube.com/embed/wTpCjO0BOdE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Neues Bedienkonzept</h2>
<p>Während am alten Grandstage vieles, selbst die Soundumschaltung, über zehn Drehregler läuft, verspricht am Grandstage X ein zentrales LC-Display mit vier Funktionstastern, „+/-“- sowie Enter/Exit-Buttons und Endlosrad klassisches Stagepiano-Handling des Digitalzeitalters. Statt mit Drehreglern arbeitet das Grandstage X nahezu ausschließlich mit Schiebereglern.</p>
<p>Neu sind zehn Sound Select-Tasten zur Anwahl der Klangkategorien. Durch die Einzelklänge scrollt man mit dem Endlosrad. Die Tasten für Sound Select dienen zugleich als Favorite-Buttons, wofür die Favorite-Umschalttaste sorgt. Ein Favorite-Speicher organisiert drei Klänge (altes Grandstage: zwei Klänge).</p>
<p>Über das neue Bedienfeld Part Control werden die drei Tastatursounds, jeweils mit eigenem Solo-Button und Volume-Schieberegler, gesteuert: Main-, Layer- und Split-Sound können darüber gleichzeitig aktiviert werden.</p>
<p>Die aus dem Grandstage bekannte Funktion Dynamics heißt am Nachfolger treffender Key Touch. Sie wird über einen mittengerasterten Schieber in den positiven (für leichten Anschlag) oder negativen Bereich (fester Anschlag) gefahren. Key Touch ist eines der wertvollsten Features des Grandstage X im Live-Einsatz.</p>
<figure id="attachment_1646" aria-describedby="caption-attachment-1646" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1646" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Keyboard-Staender.jpg" alt="Korg Grandstage X Stagepiano Digitalpiano Stativ" width="1024" height="768" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Keyboard-Staender.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Keyboard-Staender-300x225.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Keyboard-Staender-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1646" class="wp-caption-text">Trotz recht ausladend wirkenden Designs hat das Grandstage X problemlos auf gängigen Instrumentenständern Platz. (Bild: Autor)</figcaption></figure>
<h2>Die Soundvielfalt des Korg Grandstage X</h2>
<p>Basis der Klangerzeugung des Grandstage X sind wie beim Vorgänger sieben unterschiedliche Soundengines. 700 Sounds sind an Bord, hinzu kommen 100 programmierbare Favorites (Vorgängermodell: 500 Sounds, 64 Favorites). Die Polyfonie liegt bei maximal 128 Stimmen, je nach den verwendeten Engines.</p>
<p>SGX-2 heißt die Soundengine für die hochwertigsten akustischen Pianos im Grandstage X. Samplebasierte ungeloopte Klänge in Kombination mit Physical Modeling für die Simulation von Saiten- und Dämpferresonanzen werden geboten. Bis zu 12-fache Velocity-Layer soll es laut Korg in manchen Samples geben. Top-Sound in der ersten Kategorie „Grand“ ist für mein Empfinden klar das neue „GSX Solo Piano“: Der Klang eines großen Konzertflügels à la Steinway spielt sich sehr dynamisch und reagiert am facettenreichsten. Einzig seinen hohen Hallanteil habe ich lieber etwas reduziert.</p>
<p>Die weiteren SGX-2-Pianos, darunter „Italien Piano“, „German Piano“, „Japanese Piano“ und ein sehr schönes „Small Grand Piano“ liefern wirklich unterschiedliche Flügel-Klangfarben. Die 99 Einträge umfassende „Grand“-Bank greift auch noch auf weitere A-Pianos der HD-1-Sound-Engine mit rein PCM-basiertem Material zurück.<br />
Die Bank „Upright“, die mit dem SGX-2-Sound „Upright Piano 1“ einen Top-Klavierklang in mehreren Varianten bietet, ergänzt noch E-Grands à la Yamaha CP70/80 oder SA-Piano-Klänge nach dem Vorbild des Roland RD-1000.</p>
<figure id="attachment_1891" aria-describedby="caption-attachment-1891" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1891" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Digitalpiano-front.png" alt="Korg Grandstage X Digitalpiano Stage Piano" width="1024" height="224" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Digitalpiano-front.png 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Digitalpiano-front-300x66.png 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Digitalpiano-front-768x168.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1891" class="wp-caption-text">Nur in der 88-Tasten-Version erhältlich (Bild: Korg)</figcaption></figure>
<h2>Engines für E-Pianos und Orgeln</h2>
<p>„Vintage EP“ mit 83 Sounds widmet sich schwerpunktmäßig den verschiedenen Rhodes-Modellen sowie dem Wurlitzer-200A. Die dafür eingesetzte EP-1-Engine sorgt für dynamische Klänge inklusive Spielgeräusche der elektromechanischen Originale. Als virtuelle Effekte sind, je nach Programm, Chorus-, Amp-, Phaser-, Flanger- oder Wah-Wah den Klängen fest zugeordnet.</p>
<p>Überzeugende HD-1-basierte, dynamische FM-E-Pianos vom Yamaha DX7 und Co. und sehr gute Hohner Clavinets D6 und E7 bieten die nächsten Bänke, inklusive der amtlichen Effekte.<br />
Die beiden Switch-Buttons aktivieren Modulationseffekte wie Wah-Wah für Rhodes und Clavi, dichten Chorus fürs FM-Piano, oder sie wirken auf Tremolo und Vibrato. Und die beiden Wheels modulieren Effektparameter. Ein paar gute Cembali gibt’s außerdem.</p>
<p>Mit gleich drei Sound-Engines werden die Orgelklassiker Hammond B3/C3, Vox Continental sowie Transistororgeln à la Farfisa bedacht: Angelehnt an Korgs eigene Combo-Orgel heißt die erste Engine CX-3 und bietet überzeugende Hammond-Imitate. Authentisch klingen auch die anderen Modelle.</p>
<p>Effekte wie Leslie sind Bestandteil der Sounds. Das Pitch-Wheel wirkt zumeist auf die Rotor-Geschwindigkeit und funktioniert dabei wie ein Slow-Fast-Schalter inklusive Brake-Funktion. Modulation blendet stattdessen vollere Drawbar-Registrierungen ein, die Switches sorgen für Varianten bei Percussion und Vibrato.</p>
<h2>Strings, Synths und mehr</h2>
<p>Über 50 realistische Streichensembles, synthetische Strings sowie Mellotron-Klänge, zudem verschiedene Chöre, außerdem abwechslungsreiche und dynamische Bläser-Sections und Holzbläser in mehr als 60 Presets gibt’s am Grandstage X ebenfalls.</p>
<p>Ein Highlight ist die Synth-Bank, in der sich viele Analog-Modeling-Sounds finden, für die die siebte Engine AL-1 zuständig ist. Die kreativen und atmosphärischen Flächen, Sweeps, Poly-Synths sowie diversen monophonen Lead-Sounds mit Portamento klingen stark nach Korgs Nautilus-Serie.</p>
<p>Komplett wird der Klangfundus mit einer brauchbaren Auswahl an akustischen und elektrischen sowie Synthi-Bässen, Gitarren und chromatischer Percussion. Schließlich gibt es noch diverse Orchestra-, Brass- und Elektro-Hits sowie einige geräuschhafte SFX-Soundsets.</p>
<figure id="attachment_1645" aria-describedby="caption-attachment-1645" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1645" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Favorites-Stagepiano.jpg" alt="Korg Grandstage X Stagepiano Digitalpiano panel" width="1024" height="679" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Favorites-Stagepiano.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Favorites-Stagepiano-300x199.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Favorites-Stagepiano-768x509.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1645" class="wp-caption-text">Im Favorite-Modus leuchten die Taster der Sound Select-Gruppe blau statt weiß. Split-Layer-Kombinationen aus bis zu drei Parts werden hier organisiert. (Bild: Autor)</figcaption></figure>
<h2>Favorites, Effekte und Rhythm-Funktion</h2>
<p>In den 100 Favorite-Speichern sichert man Split-Layer-Konfigurationen, für die wichtige Parameter wie Oktavlage, Tuning oder Volume der drei Tastaturparts rasch eingestellt sind. Außerdem gibt es pro Klang bis zu sechs spezifische, von der jeweiligen Engine abhängige Sound-Edit-Parameter – etwa Cutoff und Resonance bei AL-1-Sounds. Allerdings scheint hier noch nicht alles vollständig implementiert zu sein: So ließen sich bei den SGX-2-Flügelsounds Parameter wie „Lid Position“ oder „String Resonance“ zwar verändern, es war jedoch keine Auswirkung auf den Klang festzustellen.</p>
<p>Mit im Favorite kann man Einstellungen der Sektion „Reverb/Delay“ und des 3-Band-EQs sichern. Diese lassen sich aber auch komfortabel während des Spiels über die entsprechenden Bedienfelder des Grandstage X ändern.</p>
<p>Neu ist die Funktion Analog Tone mit eigenem Bedienfeld, das übrigens den einzigen Drehregler am Instrument erhalten hat. Basis ist Korgs Nutube-Technologie, die die analoge Soundfärbung einer Vakuumröhre in das Ausgangssignal bringt. Das sorgt bei E-Pianos, Orgeln und Synths für Vintage-Klang bis hin zur gewollten Verzerrung.</p>
<p>Als nicht recht durchdacht empfinde ich die „Unison“-Funktion in Verbindung mit „Swap Split“: Bei gleichzeitigem Splitting und Layering liegen Main- und Layer-Sound stets rechts und der Split-Sound links vom Splitpunkt. Nur mit der „Swap“-Funktion, dem automatischen Tauschen der Part-Positionen, bekommt man die umgekehrte Konfiguration hin – zum Beispiel Piano-Strings-Layer links, Solo-Synth rechts. Schaltet man jetzt „Unison“ an, wird nicht etwa der Solo-Synth damit gedoppelt und klingt fetter, sondern einer der Layer-Klänge im unteren Tastaturbereich: Denn „Unison“ wirkt ausschließlich auf den Main-Sound.</p>
<p>Ein neues Feature ist die Funktion „Rhythm“ mit eigenem Bedienfeld. 32 Preset-Rhythmen aus Pop und Rock, R&amp;B, Latin oder Jazz inklusive automatischer Bassbegleitung sind an Bord. Dazu gibt es 22 „Chord Progressions“, wobei die Bassbegleitung dann gängigen Akkordprogressionen folgt. Eine motivierende Übungshilfe also. User-Speicher für Chord Progressions gibt es ebenfalls. Der Bass kann sich in Portable-Keyboard-Manier aber auch nach den live gespielten Akkorden des Pianisten richten.</p>
<figure id="attachment_1643" aria-describedby="caption-attachment-1643" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1643" src="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Stagepiano-loft.jpg" alt="Korg Grandstage X Stagepiano Digitalpiano loft" width="1024" height="502" srcset="https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Stagepiano-loft.jpg 1024w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Stagepiano-loft-300x147.jpg 300w, https://www.keyboards.de/wp-content/uploads/2024/12/Korg-Grandstage-X-Stagepiano-loft-768x377.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1643" class="wp-caption-text">Mit dem optionalen Holzstativ ST-WGS wird das Grandstage X zum Standalone-Hingucker. (Bild: Korg)</figcaption></figure>
<h2>Fazit</h2>
<p>Das Korg Grandstage X ist ein unverwechselbares Stagepiano von eigenem Charakter. Das solide Instrument liefert eine enorm große Klangauswahl, viele User-Speicher und eine live-orientierte Benutzeroberfläche für die Bühne. Ebenso gut macht es sich mit dem optional erhältlichen Ständer und seinem besonderen Design aber auch als Instrument im Wohnumfeld.</p>
<p><strong>Vorteile</strong><br />
+ sehr umfangreiche, inspirierende Klangauswahl<br />
+ gelungenes Bedienkonzept<br />
+ viele Favorite-Speicher<br />
+ hochwertige Effekte<br />
+ gehobene Hardware-Ausstattung<br />
+ modernes, standalone-taugliches Design</p>
<p><strong>Nachteile</strong><br />
&#8211; hohes Gewicht<br />
&#8211; kein optionales Dreifach-Pedal erhältlich<br />
&#8211; kleine funktionale Unstimmigkeiten</p>
<p><a href="https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Korg-Grandstage-X/art-KEY0005938-000" target="_blank" rel="noopener">Hier findest du das Korg Grandstage X bei MUSIC STORE professional</a>.</p>
<p><a href="https://www.korg.com/de/products/synthesizers/grandstage_x/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen zum Grandstage X bei Korg</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.keyboards.de/equipment/test-korg-grandstage-x-stagepiano/">Test: Korg Grandstage X – Stagepiano</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.keyboards.de">KEYBOARDS / SOUND &amp; RECORDING</a>.</p>
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