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Akkorde aus den Charts: Zayn – Pillowtalk

Und da waren es nur noch vier: Im letzten Jahr mussten die The-X-Factor Gewinner One Direction den Verlust ihres Mitgliedes Zayn Malik verkraften.

2010 gewannen die 5 Musiker den Nachwuchs-Wettbewerb als neu formierte Gruppe, obwohl sie als Einzelkandidaten gestartet waren. Die Unterschrift unter einen Major-Kontrakt brachte den 5 Musikern aus Großbritannien und Irland Erfolg und bereits mit ihrer ersten Single What Makes You Beautiful eroberten sie 2011 den ersten Platz der britischen Charts. 2012 traten sie sogar auf der Schlussfeier der Olympischen Spiele in London auf. Nach dem Erscheinen ihres fünften Studioalbums möchte das verbliebene Quartett übrigens für ein Jahr pausieren.

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In einem Interview mit DJ Zane Lowe auf Beats 1 sagte Zayn, dass sein Ausstieg bei One Direction überfällig gewesen sei, denn: „Vom ersten Jahr an wollte ich nie wirklich in der Band sein“. Das ist ein hartes Statement und er fügt hinzu dass er zu der Musik von One Direction nichts beitragen konnte.

Sein Titel Pillowtalk (übersetzt: Bettgeflüster) ist vom Sound durchaus härter ausfallen als die One Direction Songs und das macht neugierig auf seine erste Longplay Mind Of Mine, die im März auf den Markt kommen wird. Für das Album hat er nach eigenem Bekunden 40 Songs geschrieben habe, von denen weniger als die Hälfte veröffentlicht wird.

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Eine nicht unbedeutende Rolle bei dem Erfolg der Single scheint dabei das Video zu spielen, auf dem Zayn in zärtlicher Interaktion mit seiner Freundin Gigi Hadid zu sehen ist, einem bekannten Model. Interessant ist übrigens auch ein YouTube Video mit einer Akustik Version in einfacher Gitarren-Begleitung des Songs. Davon ist auf dem offiziellen Video nichts zu hören, stattdessen ist das Sounddesign zum hervorstechenden Merkmal geworden. Der Sound ist sehr mächtig und voll, er wird von einem satten Bassfundament getragen der durch einen sehr tief klingenden Synthie mit wenigen Obertönen aber mit deutlichem Punch geprägt wird.

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Sehr tricky ist der Alla Breve Groove: Es liegt genau an der Schnittstelle, wo ein Alla Breve noch funktioniert. Trotzdem würde ich den Groove eher in Vierteln mitwippen, schon allein um das Timing zu halten.

Spannend für mich war die Frage, welchen dritten Part Zayn als Bridge oder Middle Eight dazu nimmt um Abwechslung zu den stets wiederkehrenden Changes in Verse und Chorus zu schaffen. Antwort: Keinen, denn ein etwas sparsamer ausgelegter Chorus und ein instrumentaler Pre-Chorus reichen aus. Am Ende des letzten Chorus wird die Begleitung gemutet und die mit Hall und Echo durchtränkten Vocals beenden den Song – siehe dazu in den Noten den Sprung von Kopf zu Kopf und die Angabe „Voc-Solo“.

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