VST

VST ist die Abkürzung für Virtual Studio Technology. Dieser Begriff und das Konzept eines komplett virtuellen Musikstudiuos im Computer stammt vom deutschen Soft- und Hardware-Hersteller Steinberg.

Das Sequenzer-Programm Cubase VST vereinte MIDI- und Audio-Recording und integrierte ein digitales Mischpult und Effekte. Da letztere als Plug-Ins integriert wurden und Steinberg die Spezifikation der dafür vorgesehenen Software-Schnittstelle Software-Entwicklern frei zugänglich machte, etablierte sich die VST-Schnittstelle binnen kürzester Zeit.

Mit VST 2.0 setzte Steinberg kurze Zeit später einen weiteren Meilenstein: erstmals war es möglich, virtuelle Klangerzeuger in eine Sequenzer-Umgebung zu integrieren. Die Bezeichnung für diese Plug-Ins lautet VST-Instrument.

Wichtige Eigenschaft der Effekt und Instrument-Plug-Ins ist ihre Fähigkeit, in Realtime eingesetzt zu werden – das bedeutet, dass die Effekte direkt in den Audio-Stream eingerechnet werden bzw. ein virtuelles Instrument über eine Tastatur ganz normal gespielt werden kann. Verzögerungen der Tonausgabe hängen dabei von der Beschaffenheit der verwendeten Audio-Karte und den Treibern ab.