Synthesizer

Der Synthesizer ist ein elektronisches Musikinstrument zur Erzeugung bzw. zur Bearbeitung oder Manipulation von Klängen. Der Synthesizer hat die Musik der letzten Jahrzehnte maßgeblich beeinflusst. Diese Entwicklung hat eine unglaubliche Vielfalt an elektronischen Instrumenten hervorgebracht.

Der Synthesizer erzeugt seine Klänge im Gegensatz zu einem natürlichen Instrument synthetisch. Dazu verfügt er über mehr oder weniger komplexe elektronische Bausteine, die es ermöglichen, Klänge in beliebiger Form zu produzieren und zu manipulieren.

Ein moderner Synthesizer ist aus Sicht des Entwicklers ein Computer und aus Sicht des Musikers ein Musikinstrument. Der Synthesizer verfügt über eine Tastatur über die er gespielt wird. Mit einem entsprechenden Interface kann er auch von anderen Instrumenten, wie z.B. einer Gitarre, angesteuert werden. Der Synthesizer von heute besteht aus Hardware, Dinge die man anfassen kann wie Display, Schieberegler, Knöpfe, Schaltkreise und Taster. Natürlich ist in jedem digitalen Synthesizer auch eine Software integriert. Die Software ist dafür verantwortlich, was ein Synthesizer Klängen und Funktionen zur Verfügung stellt und wie er zu beeinflussen ist.

Bestanden die analogen Synthesizer von gestern nur aus Hardware, so gibt es heute auch virtuelle Synthesizer, die als Software auf PC oder Mac installiert sind und die Bedienelemente auf dem Bildschirm anzeigen. Welche Art von Klängen der Synthesizer produziert hängt von der Art der Tonerzeugung und der Komplexität der Modulationen ab.

Als Soundtüftler benötigt man zuerst einmal einen klassischen Synthesizer, bei dem man nahezu alles geboten bekommt, was man für elektronische Musik braucht: fette Lead-Sounds, breite Flächen, drückende Basslines. Novation X-Station/Xiosynth, Roland SH-201, Korg microKorg/R3 oder Alesis micron heißen die günstigeren Starter, die es trotz schmaler Abmessungen mächtig krachen lassen können. Einige Allround-Synths und Workstations können im „Multimode“ mehrere Sounds gleichzeitig abfeuern. Daneben bieten sie Drum-Sounds, Effekte und häufig einen Sequenzer, um direkt loslegen zu können. Dazu zählen z.B. Korg TR-61, X50, Roland Juno-D und -G, Yamaha S03, MM-6 oder MO-6. Das Soundangebot ist hier breiter gestreut, man findet beispielsweise auch Pianos oder Strings, dafür klingen diese Synths nicht so brachial und die Bedienung läuft auch nicht so direkt ab wie bei ihren spezialisierten Kollegen.

Moog, Korg, Roland, Yamaha… die Liste der Synth-Hersteller ist lange, und die Liste der “Synth-Legenden” scheint schier unendlich. In unserer Artikel-Reihe “Synthesizer von Gestern”, die bereits über drei Jahrzehnte regelmäßig erscheint, stellen wir euch, wie der Name schon sagt, Synthesizer aus vergangenen Tage vor. Zu den bekanntesten zählen wohl der Minimoog, der Korg MS20 oder auch der Roland Juno 106. Diese Liste könnten wir an dieser Stelle ewig weiter führen.

In unseren Testbereichten stellen wir aktuellen Synthesizer vor, egal ob analog oder digital, modular oder als Desktopvariante, klein oder groß, Software oder Hardware.

Vor allem im Bereich der Software-Synthesizer hat sich einiges getan. Kommen sie an die Sounds der “echten” Synth ran? Ist der Klang des Jupiter 8V´s von Arturia identisch mit dem Original von Roland? Diese Fragen werden wir euch nicht beantworten können aber wir legen auch auf unseren Seiten viele Vergleichsmöglichkeiten zur Seite, mit denen ihr eure eigene Meinung bilden könnt.

Auch die Synth Sounds nehmen wir genau unter die Lupe. Keyboarder und “Synth Artists” wie Jean Michel Jarre, Rick Wackeman und Klaus Schulze erzählen in Interviews, Workshops oder in einem unserer Tutorial, wie sie Arbeiten, wie ihre Sounds entstehen und wie sie mit ihren Synthesizern arbeiten. Dabei fällt auf, dass jeder Künstler oft den einen Synth als Favoriten in seinem Repertoir hat, den er für die unterschiedlichsten Sounds verwendet.

mehr