Audiointerface für Heimstudio und Bühne

Test: M-Track 2x2M von M-Audio

Mit dem M-Track 2x2M von M-Audio haben wir ein Audiointerface für euch im Test, das neben der guten Verarbeitung auch noch so manche Überraschung für Laptop- und Livemusiker bereit hält.

 

m-track_hauptansicht

 

Darum geht’s
Bei dem M-Track 2x2m von M-Audio handelt es sich um ein Audiointerface, welches euch neben den gängigen Anschlüssen auch MIDI und eine komfortable Bedienung der Audio-Outs bieten will.

Überblick
Direkt ausgepackt der erste Eindruck: das Teil wirkt wirklich robust. Die vier kleineren Drehregler bieten ein gutes Gefühl bei der Bedienung und sind hochwertig verarbeitet. Auch in dunkleren Umgebungen dürfte dank klarer Markierungen immer erkennbar sein, in welcher Stellung das Potentiometer gerade steht.
Prominent platziert ist außerdem der überdimensionale Lautstärkeregler für das ausgehende Audiosignal der L/R-Klinken. Dieser ist seitlich gummiert und dürfte auch im hitzigen Live-Betrieb mit schwitzigen Fingern keine Probleme machen. Hier hätte allerdings eine ähnlich deutliche Markierung auf der Oberseite gut getan – auch wenn sich die Reglerstellung anhand eines kleinen schwarzen Strichs auf der metallenen Oberseite noch recht zufriedenstellend ablesen lässt.

 

detailansicht_grosser_drehregler_audio_output

 

Mehr Komfort bieten die zahlreichen LEDs, die mal auf einen zu hohen Pegel hinweisen (wie bei den Instrumenten- bzw. kombinierten XLR/Klinke-Inputs, wovon es jeweils zwei gibt) oder mal auf ein MIDI-Signal und die angeschaltete 48V-Phantomspeißung, die das Gerät ebenfalls beherrscht. An einem Hebel an der unteren Kante des M-Track 2X2M lässt sich letztere komfortabel und unanfällig für eine versehentliche Bedienung an- und ausschalten.

 

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Für eine zukunftsfähige Verbindung mit eurem PC steht der relativ neue USB-Typ C zur Verfügung. Wer diese Schnittstelle an seinem Rechner noch nicht finden kann, keine Panik: im Lieferumfang befindet sich je ein Kabel USB-C auf USB-C und USB-C auf die herkömmliche USB-A Buchse. Komplettiert werden die Anschlüsse durch einen Klinke für Kopfhörer und die Möglichkeit, ein Kensington-Schloss zu verwenden sowie MIDI In und Out.

 

detailansicht_anschluesse

 

Angeschaltet

Via USB-Kabel an einen Mac angesteckt, wird das Audiointerface an diesem direkt erkannt und kann in einer DAW oder einem anderen Audio-Programm verwendet werden. Die Einrichtung klappt dabei ohne Probleme – Windows-User müssen unter Umständen noch die aktuellen Treiber herunterladen.

Bei akzeptablem Rauschabstand liefert das Gerät über die integrierten Preamps einen ansprechenden Sound an den Rechner. Interessantes Feature ist ein Drehregler, mit dem ihr zwischen dem PC-Sound und dem direkten Sound über das Audiointerface faden könnt – das ist etwa nützlich, wenn ihr eine hohe Latenz habt, und die für einen sinnvollen Monitormix minimieren wollt. Dann dreht ihr den Anteil des „direkten“ Sounds höher, während aber gleichzeitig immer noch das Signal mit Effekten oder anderen Modifikationen aus eurer DAW zu hören ist. Eine sinnvolle Funktion!

Die Bedienung des Audio-Outputs klappt erwartungsgemäß sehr gut. Die Krönung wäre auch hier noch einmal die Anzeige des Pegels gewesen, angesichts des Preissegments ist dies jedoch zu verschmerzen. Wichtig ist außerdem noch zu erwähnen, dass die beiden Gainregler für die Audio-Inputs den Sound im Pegel klassischer Weise nur anheben können. Das heißt, das Signal lässt sich nicht so wie über einen Channel-Fader regeln, es ist also auch bei “leisester” Poti-Stellung zu hören.

 

 

Fazit

Mit dem M-Audio M-Track 2X2M bekommen Laptopkomponisten und -musiker ein starkes Audiointerface, das vor allem durch seine einfache Bedienung und gute Verarbeitung besticht. Darüber hinaus sind Features wie eine USB-C Schnittstelle oder die Möglichkeit, zwischen DAW-Signal und direktem Sound aus dem Interface zu faden, äußerst sinnvoll. Auf unserer Wunschliste hätte noch die Möglichkeit gestanden, den Output-Pegel des Audiosignals ablesen zu können, wie das auch beim Audio-In der Fall ist. Auch fehlt die Möglichkeit, ein Eingangssignal am Gerät vollständig lautlos zu drehen oder stummzuschalten.

Wer auf die MIDI-Option und je einen Klinken- und Klinke/XLR-Kombi-Input verzichten kann, sollte sich das etwas günstigere M-Track 2×2 aus gleichem Hause anschauen.

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