Die polyphone Überraschung von Korg

NAMM 2016: Korg Minilogue

Mit dem schicken, polyphon/analogen Desktop-Synth Minilogue, noch dazu zu einem konkurrenzlos günstigen Kurs von knapp unter 600,– Euro, überrascht KORG zum diesjährigen Saisonstart auf der NAMM-Show in Los Angeles.

Anstatt, wie von Vielen erwartet, eine weitere Synth-Legende aus der Eigenen oder ARPs Historie wieder aufzulegen, entwarf man ein modernes polyfones Instrument mit komplett analogem Audiopfad.

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Während die äussere Erscheinung, mit markant schräger Alu-Front in die Zukunft weisst, stammen die klangbestimmenden Gene aus den Zeiten diskret aufgebauter Synthesizer, woran wohl die hölzerne Rückseite erinnern soll.

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Im Inneren werkeln vier komplette analoge Stimmen, welche von je einem FM3 ARM-Prozessor kontrolliert werden, der die modernen Features des Monologue steuert. Das monophone Instrument verfügt pro Stimme über 2 VCOs, 12/24 dB Filter, zwei Hüllkurven und einen LFO. Für besonders lebendiges Filter-Futter sorgen Sync, dynamisch steuerbares Waveshaping sowie Ring- und Cross-Modulation.

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Über einen Audio-Eingang können externe Signale durch das Filter geleitet werden. Ein analoges Mono-Delay mit schaltbarem Hochpass-Filter und verschiedenen Routing-Möglichkeiten findet sich am Ende der Audio-Signalkette.

Neben vierstimmiger Polyphonie beherrscht der Minilogue sieben weitere Voice-Modes (Duo, Unison, Mono, Chord, Delay, ARP und Side-Chain), welche das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten stark erweitert. Unisono Sync-Lead Sägen beherrscht der Kleine ebenso souverän, wie fett schiebende Sub-Bässe oder knarzige Basslinien.

MinilogueMOD
Copyright: Joker Nies
Sync-, Ring- und Cross-Modulation und dynamisches Waveshaping sorgen für lebendige Sounds

Der polyphone 16-Step Sequenzer zeichnet zusätzlich bis zu vier Motion-Sequenzen mit beliebigen Parametern auf. Die Sequenzer-Daten werden mit dem Preset gespeichert. Der leicht angeschrägte Slider auf der Linken, kann statt der übliche Pitch-Bend Funktion auch andere Parametern steuern.

MinilogueSlider
Copyright: Joker Nies
Der Slider des Minilogue kann statt Pitch-Bend auch andere Parameter steuern.

Nettes Detail: zeigt das schwarz-weiße OLED-Display keine Parameter an, dient es als Oszilloskop, das die gerade erklingende Wellenform darstellt.

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Copyright: Joker Nies
Das OLED Display zeigt die editierten Parameter, oder dient als Oszilloskop.

Insgesamt hat Korg wieder einmal alles richtig gemacht und stellt mit der Kombination von analoger Klangerzeugung und zeitgemässen Features, ein spannendes und erschwingliches Instrument vor, das viele Freunde finden wird.

www.korg.com

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